Viele Frauen erleben in den Wechseljahren körperliche und hormonelle Veränderungen wie Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlafprobleme, innere Unruhe oder ein allgemeines Unwohlsein. Die hormonelle Umstellung rund um die Menopause kann sehr unterschiedlich wahrgenommen werden und den Alltag deutlich beeinflussen.
Je nach individueller Situation können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel für die Wechseljahre, ausgewählte Vitamine, Mineralstoffe sowie pflanzliche Präparate wie Traubensilberkerze, Rhapontik-Rhabarber, Salbei oder Rotklee interessant sein. Auch Themen wie Knochenstoffwechsel, Energie, Schlaf und Wohlbefinden rücken häufig stärker in den Fokus.
In unserem Online-Shop findest Du eine große Auswahl an Produkten für die Wechseljahre – von klassischen Pflanzenextrakten bis hin zu gezielten Mikronährstoff-Kombinationen. Wir zeigen Dir, welche Möglichkeiten es gibt und worauf Du achten kannst. … weiterlesen »
Wechseljahre – welche Produkte gibt es und worauf kommt es an?
Die Wechseljahre sind eine natürliche hormonelle Übergangsphase. Wie deutlich sie sich bemerkbar machen, unterscheidet sich erheblich: Manche Frauen erleben kaum Beschwerden, andere haben über längere Zeit Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlafprobleme oder weitere Veränderungen.
Entsprechend unterschiedlich sind auch die Produkte, die für diese Lebensphase angeboten werden. Im Sortiment finden sich Rezepturen mit pflanzlichen Extrakten wie Rotklee, Maca, Traubensilberkerze, Yamswurzel, Ashwagandha oder Salbei sowie Produkte mit Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren Nährstoffen.
Die Bezeichnung „für die Wechseljahre“ sagt allerdings noch wenig darüber aus, welches Produkt zur eigenen Situation passt. Aussagekräftiger sind die konkreten Inhaltsstoffe, ihre Dosierung und die Frage, was eigentlich im Vordergrund steht. Diese Kategorie hilft Dir dabei, die verschiedenen Produktkonzepte einzuordnen.
Wenn Du noch einen Schritt vorher stehst und Dich fragst, ob Deine aktuellen Veränderungen überhaupt zu den Wechseljahren passen, findest Du im Ratgeber Bin ich in den Wechseljahren? Erste Anzeichen richtig einordnen eine ausführliche Orientierung zu Zyklusveränderungen, typischen Beschwerden, Selbstcheck und Hormontests.
Wechseljahre, Perimenopause und Menopause – was ist was?
Die Wechseljahre, medizinisch auch Klimakterium genannt, beschreiben einen mehrjährigen hormonellen Übergang. Die Funktion der Eierstöcke verändert sich schrittweise, Eisprünge werden unregelmäßiger und das bisherige Zusammenspiel von Östrogen, Progesteron und weiteren Hormonen verändert sich.
Die Menopause selbst ist dagegen keine mehrjährige Phase. Sie bezeichnet die letzte natürliche Regelblutung und lässt sich erst rückblickend sicher einordnen. Für die ersten Veränderungen ist deshalb vor allem die Perimenopause interessant.
Die wichtigsten Begriffe einfach erklärt
Perimenopause
Die hormonelle Übergangsphase rund um die letzte Regelblutung. Zyklus und Hormonverläufe werden unregelmäßiger.
Menopause
Der Zeitpunkt der letzten natürlichen Regelblutung. Sicher bestimmen lässt er sich erst rückblickend.
Postmenopause
Die Zeit nach der Menopause, in der sich die hormonelle Situation dauerhaft verändert hat.
Wechseljahre
Der übergeordnete Begriff für den Übergang von der reproduktiven Lebensphase in die Zeit nach der Menopause.
Welche Beschwerden können die Wechseljahre begleiten?
Oft verändert sich zunächst der Menstruationszyklus. Die Periode kann früher oder später kommen, zeitweise ausbleiben oder sich in Stärke und Dauer verändern. Hitzewallungen und Nachtschweiß gehören zu den charakteristischsten Wechseljahresbeschwerden, treten aber keineswegs bei jeder Frau auf.
Weitere mögliche Begleiterscheinungen sind:
Schlafstörungen und nächtliches Erwachen
Stimmungsschwankungen oder Reizbarkeit
innere Unruhe
Erschöpfung
Konzentrationsprobleme
vaginale Trockenheit und andere Schleimhautveränderungen
Veränderungen des sexuellen Erlebens
bei manchen Frauen Muskel- oder Gelenkbeschwerden
Diese Beschwerden sind unterschiedlich spezifisch. Hitzewallungen zusammen mit einem veränderten Zyklus passen wesentlich eher zu einer Perimenopause als beispielsweise Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme allein. Letztere können zahlreiche andere Ursachen haben.
Wenn Du gerade versuchst, solche Veränderungen einzuordnen, führt der Ratgeber „Bin ich in den Wechseljahren?“ Schritt für Schritt durch erste Anzeichen, die verschiedenen Phasen und die Frage, wann andere Ursachen mitgedacht werden sollten.
Sehr starke oder lang anhaltende Blutungen, Blutungen nach bereits längerer Blutungsfreiheit oder neu auftretende ausgeprägte Beschwerden sollten gynäkologisch abgeklärt werden.
Welche Nährstoffe spielen in dieser Lebensphase eine Rolle?
Mit dem Beginn der Wechseljahre entsteht nicht automatisch ein neuer Vitamin- oder Mineralstoffbedarf. Einige Themen verschieben sich jedoch. Nach der Menopause entfallen beispielsweise die regelmäßigen Eisenverluste durch die Menstruation, während Knochen, Muskelmasse und eine insgesamt nährstoffdichte Ernährung langfristig stärker in den Blick rücken.
In Wechseljahres- und Frauenpräparaten finden sich deshalb häufig unter anderem folgende Nährstoffe:
Magnesium – trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems, einer normalen Muskelfunktion und einem normalen Energiestoffwechsel bei.
Vitamin D – trägt zur Erhaltung normaler Knochen und einer normalen Muskelfunktion bei.
Calcium – wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt.
B-Vitamine – erfüllen je nach Einzelvitamin unterschiedliche Funktionen. Vitamin B6 trägt beispielsweise zur Regulierung der Hormontätigkeit bei; mehrere B-Vitamine sind am normalen Energiestoffwechsel oder an Funktionen des Nervensystems beteiligt.
Omega-3-Fettsäuren – sind kein spezieller „Wechseljahres-Nährstoff“. Entscheidend sind die enthaltenen Fettsäuren EPA und DHA, die Dosierung und die sonstige Ernährung.
Diese Funktionen erklären, warum bestimmte Mikronährstoffe in entsprechenden Rezepturen auftauchen. Sie bedeuten nicht, dass Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen automatisch auf einen Mangel an Magnesium, Vitamin D oder B-Vitaminen zurückgehen.
Eine abwechslungsreiche Ernährung bleibt die Grundlage. Nahrungsergänzungsmittel sind vor allem dann leichter einzuordnen, wenn klar ist, welcher Nährstoff oder welches Produktkonzept eigentlich gesucht wird.
Pflanzliche Inhaltsstoffe in Wechseljahres-Produkten
Viele Rezepturen für Frauen in der Lebensmitte kombinieren Mikronährstoffe mit Pflanzenextrakten. Dabei lohnt sich ein genauer Blick: Traditionelle Verwendung, wissenschaftliche Untersuchung und eine zugelassene gesundheitsbezogene Werbeaussage sind drei unterschiedliche Dinge.
Auch die Produktform spielt eine Rolle. Ergebnisse aus Studien mit einem bestimmten standardisierten Extrakt lassen sich nicht automatisch auf jedes Nahrungsergänzungsmittel übertragen, das dieselbe Pflanze auf dem Etikett nennt.
Was ist Maca?
Die Maca-Knolle stammt aus den Anden Südamerikas und besitzt dort eine lange Tradition als Lebensmittel und Pflanzenrohstoff. In Frauen- und Wechseljahresprodukten wird Maca sowohl als Pulver als auch in Form konzentrierter Extrakte eingesetzt.
Für die Auswahl ist deshalb interessanter, welche Maca-Form enthalten ist, wie hoch sie dosiert wurde und mit welchen weiteren Bestandteilen sie kombiniert wird, als allein der Begriff „Maca“ auf der Vorderseite.
Was ist Traubensilberkerze?
Traubensilberkerze (Actaea racemosa, auch Cimicifuga) gehört zu den Pflanzen, die im Zusammenhang mit vasomotorischen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen wissenschaftlich untersucht werden.
Dabei sollte zwischen Arzneimitteln mit definierten Extrakten und Nahrungsergänzungsmitteln unterschieden werden. Zusammensetzung und Dosierung können sich erheblich unterscheiden, sodass sich Erkenntnisse zu einem bestimmten Präparat nicht pauschal auf jedes Produkt mit Traubensilberkerze übertragen lassen.
Was ist Rotklee?
Rotklee enthält Isoflavone und wird deshalb häufig in Rezepturen für Frauen rund um die Menopause eingesetzt. Isoflavone gehören zu den sogenannten Phytoöstrogenen, pflanzlichen Verbindungen mit struktureller Ähnlichkeit zu Östrogenen.
Das macht Rotklee jedoch nicht zu einem pflanzlichen Ersatz für eine medizinische Hormontherapie. Bei hormonabhängigen Erkrankungen oder einer entsprechenden Vorgeschichte sollte die Verwendung hoch dosierter Isoflavonpräparate vorab medizinisch besprochen werden.
Was ist Ashwagandha?
Ashwagandha (Withania somnifera) stammt aus der ayurvedischen Pflanzenkunde und wird heute in zahlreichen Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt. Auch einige Rezepturen für Frauen in der Lebensmitte enthalten Ashwagandha.
Die Pflanze ist jedoch kein spezifischer „Wechseljahres-Wirkstoff“. Entscheidend bleibt deshalb, warum sie Bestandteil einer Rezeptur ist, welche Extraktform verwendet wird und welche weiteren Inhaltsstoffe enthalten sind.
Was ist Yamswurzel?
Die Yamswurzel ist vor allem wegen ihres Inhaltsstoffs Diosgenin bekannt. Dieser pflanzliche Stoff gehört zu den Steroidsapogeninen und wird in verschiedenen Yams-Arten gefunden.
Yamswurzel selbst ist jedoch kein körpereigenes Hormon und sollte nicht mit Progesteron oder einer medizinischen Hormontherapie gleichgesetzt werden. Bei Produkten lohnt sich deshalb ein Blick darauf, ob Yamswurzelpulver, ein Extrakt oder ein auf Diosgenin standardisierter Rohstoff enthalten ist.
Welche Produktkonzepte gibt es?
Die Produkte dieser Kategorie unterscheiden sich weniger durch die Aufschrift „Wechseljahre“ als durch ihr Rezepturkonzept. Manche kombinieren mehrere Pflanzenextrakte, andere setzen stärker auf Mikronährstoffe oder konzentrieren sich auf einen einzelnen Pflanzenstoff.
Beispiele aus unserem Sortiment:
FRAUENFORMEL PRO 45+ – kombiniert unter anderem Maca, Traubensilberkerze und Ashwagandha mit weiteren Bestandteilen.
Klimakto Balance – kombiniert Rotklee und Yamswurzel-Extrakt mit ausgewählten Mikronährstoffen.
Welches Konzept besser zur eigenen Suche passt, hängt davon ab, ob ein einzelner Pflanzenstoff, eine Kombination verschiedener Pflanzenextrakte oder eine Rezeptur mit zusätzlichen Mikronährstoffen gewünscht ist. Bei mehreren parallel verwendeten Produkten lohnt sich außerdem ein Blick auf doppelt enthaltene Vitamine, Mineralstoffe oder Pflanzenextrakte.
Bei ausgeprägten Wechseljahresbeschwerden sollte die Produktauswahl nicht mit einer Behandlung gleichgesetzt werden. Für belastende Hitzewallungen und andere Beschwerden stehen auch medizinische Therapieoptionen zur Verfügung, deren Nutzen und Risiken individuell mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden können.
Kann ein Test zeigen, ob ich in den Wechseljahren bin?
Ein einzelner Hormonwert kann die Frage „Bin ich in den Wechseljahren?“ nicht bei jeder Frau zuverlässig beantworten. Besonders während der Perimenopause können Hormonspiegel deutlich schwanken. Alter, Veränderungen des Menstruationszyklus, Beschwerden, Verhütung und medizinische Vorgeschichte gehören deshalb zur Einordnung dazu.
Laborwerte können bei bestimmten Fragestellungen trotzdem Bestandteil einer ärztlichen Diagnostik sein. Welche Werte dabei sinnvoll sind, hängt unter anderem davon ab, ob ein verwertbares Blutungsmuster vorhanden ist und welche konkrete medizinische Frage beantwortet werden soll.
Auch ein Speicheltest sollte deshalb nicht mit einem sicheren Nachweis einer Perimenopause oder Menopause gleichgesetzt werden. Er kann einzelne Hormone zu einem bestimmten Zeitpunkt messen, bildet aber nicht automatisch den gesamten hormonellen Verlauf dieser Übergangsphase ab.
Welche Nahrungsergänzungsmittel werden in den Wechseljahren angeboten?
Das Sortiment reicht von einzelnen Mikronährstoffen wie Magnesium, Vitamin D oder Calcium bis zu Komplexprodukten mit Vitamin B6 und verschiedenen Pflanzenextrakten. Häufig enthalten sind beispielsweise Rotklee, Maca, Yamswurzel, Ashwagandha oder Traubensilberkerze. Welche Rezeptur passt, hängt von den konkreten Inhaltsstoffen, Dosierungen und der eigenen Situation ab.
Ab wann beginnen die Wechseljahre?
Die hormonelle Übergangsphase beginnt häufig in den 40er-Jahren. Der individuelle Zeitpunkt und Verlauf unterscheiden sich jedoch deutlich. Erste Hinweise sind oft Veränderungen eines zuvor regelmäßigen Menstruationszyklus; Hitzewallungen oder Nachtschweiß können hinzukommen.
Welche pflanzlichen Inhaltsstoffe findet man in Wechseljahres-Präparaten?
Häufig verwendet werden unter anderem Traubensilberkerze, Rotklee, Maca, Yamswurzel, Ashwagandha und Salbei. Die Pflanzen unterscheiden sich deutlich hinsichtlich traditioneller Verwendung, Inhaltsstoffen, Extraktformen und wissenschaftlicher Datenlage. Ergebnisse zu einem bestimmten Extrakt lassen sich nicht automatisch auf jedes Produkt mit derselben Pflanze übertragen.
Kann man die Wechseljahre mit einem Test feststellen?
Einen einzelnen Test, der bei jeder Frau zuverlässig den Beginn der Wechseljahre feststellt, gibt es nicht. Alter, Zyklusverlauf und typische Beschwerden liefern häufig bereits wichtige Hinweise. Hormonwerte können bei bestimmten medizinischen Fragestellungen ergänzend eingesetzt werden. Ein Speichel- oder Selbsttest ersetzt diese Einordnung nicht.
Ist Yamswurzel ein natürliches Hormon?
Nein. Yamswurzel enthält unter anderem Diosgenin, ist selbst aber weder Progesteron noch ein anderes körpereigenes Hormon. Produkte mit Yamswurzel sollten deshalb nicht mit einer medizinischen Hormontherapie gleichgesetzt werden.
Welche Rolle spielen Vitamin D und Calcium nach der Menopause?
Vitamin D und Calcium tragen beide zur Erhaltung normaler Knochen bei; Vitamin D trägt zusätzlich zu einer normalen Muskelfunktion bei. Ob eine zusätzliche Einnahme erforderlich ist, hängt von Ernährung, Vitamin-D-Versorgung, Lebensstil und der individuellen Situation ab.
Brauche ich in den Wechseljahren automatisch andere Vitamine?
Nein. Die Wechseljahre erzeugen nicht automatisch einen allgemeinen Mehrbedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Die Versorgung sollte anhand von Ernährung, Lebensphase und individuellen Faktoren betrachtet werden. Nach der Menopause verschieben sich allerdings einige Schwerpunkte, etwa weil menstruelle Eisenverluste entfallen und Knochen sowie Muskelmasse langfristig stärker in den Blick rücken.
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