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Gesundheitsfundament - Ernährung

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Jann Glasmachers

Das Wachstumshormon IGF-1 - Ein weiteres Puzzleteil für Langlebigkeit und Anti-Aging

Ein lange Leben

Dem Geheimnis der Langlebigkeit versuchen die Menschen schon seit Jahrhunderten auf die Spur zu kommen. Schliesslich wünscht sich doch jeder ein langes und erfülltes Leben ohne Krankheit und ein Altern in Würde. Doch wie lässt sich dieses erreichen? Gelungen ist es scheinbar nur wenigen. Das Phänomen Langlebigkeit wirft letztlich immer wieder neue Fragen auf. Mittlerweile hat die Wissenschaft jedoch wesentlich bessere Möglichkeiten als noch vor einiger Zeit.

Vielleicht gelingt es ja doch die vielleicht letzten Geheimnisse der Menschheit zu ergründen. Ein weiteres Puzzleteil hierfür liefern ein paar kleine Helden aus Ecuador.

Das Laron Syndrom, Ecuador und das Wachstumshormon IGF-1

Der Forscher, Jaime Guevara-Aguirre war einer der Ersten, der sich mit den Zusammenhängen zwischen ungewöhnlicher Langlebigkeit (100 Jahre) und Resistenz gegen Krankheiten wie Krebs und Diabetes beschäftigte. Er untersuchte über Jahre die kleinwüchsigen Bewohner im Süden Ecuadors in den Provinzen Lola und Oro. Die Menschen dort waren auffällig klein geblieben. Dem Forscher reichten sie nur knapp bis über die Hüfte. Nach einigen Blut-und Speicheltests stieß Guevara-Aguirre auf einen bemerkenswerten Umstand: An Wachstumshormonen mangelte es den Kleinwüchsigen nicht. Vielmehr war für die Kleinwüchsigkeit ein seltener Gendefekt (Laron-Syndrom) verantwortlich, der zudem dafür sorgte das die Betroffenen trotz ihrer Pummeligkeit immun gegen Diabetes waren.

Die Kleinwüchsigen kamen in der Regel normal groß zur Welt, wuchsen ab dem Zeitpunkt aber nur noch sehr langsam. Das Gen wird von Generation zu Generation vererbt, was erklärt weshalb es in Lola und Oro eine besonders hohe Anzahl von Betroffenen gibt. In vielen Jahren intensiver Forschung begriff Guevara-Aguirre immer mehr, bei dem Laron Phänomen auf eine Art Jungbrunnen gestoßen zu sein. Seine Forschungen ergaben das die Kleinwüchsigen nicht nur immun gegen Diabetes waren, sie besaßen zudem eine Art eingebautes Schutzschild gegen Krebs und alterten erheblich langsamer als durchschnittliche Menschen. Verantwortlich dafür war ebenfalls das Laron-Syndrom (die Blockade des Wachstumshormons IGF-1), was einerseits ihr Wachstum störte, andererseits jedoch auch resistent gegen bösartige Zellmutationen machte.

Ist ein langes Leben doch möglich?

10 Jahre später bekamen seine bislang unbeachteten Forschungsergebnisse frischen Rückenwind. Gemeinsam mit Valter Longo, einem anerkannten Wissenschaftsprofi gelang es ihm seine Studien durch weitere Forschungen zu vertiefen und schließlich zu belegen.

Genau genommen könnte diese Entdeckung bedeuten, dass die Menschen in Zukunft bis ins hohe Alter krebsfrei und gesund leben könnten, vorausgesetzt es gelänge den Level des Wachstumshormons IGF-1 zu reduzieren. Tatsächlich existiert mit Pegvisomant bereits ein Medikament, das im Prinzip ein künstliches Laron-Syndrom auslöst: Es blockiert die Rezeptoren für das Wachstumshormon in der Leber und sorgt so dafür, dass dort weniger IGF-1 produziert wird. Eingesetzt wird es normalerweise gegen eine Form von Gigantismus – eine Krankheit, die auf einen IGF-1-Überfluss zurückzuführen ist und sich in extremem Wachstum etwa von Händen, Kinn und Geschlechtsteilen äußert.

Bedenken an der Zulassung von IGF1 Hemmern

Noch ist ein solches Medikament jedoch nicht für die Allgemeinheit zugelassen und wissenschaftliche Kollegen von Guevara-Aguirre, äußern sich bedenklich. Sie zweifeln daran ob ein solches Medikament jemals zugelassen wird, denn schließlich handle es sich beim Alterungsprozess nicht um eine Krankheit.

Da wäre aber noch ein Langlebigkeitsvolk in Italien...

In einem anderen Teil der Welt, weit entfernt von Ecuador, leben in dem kleinen Ort Molochio im Süden Italiens ebenfalls erstaunlich viele, sehr alte Menschen. Sie erfreuen sich guter Gesundheit und besitzen nach wie vor einen klaren Geist und ein gutes Erinnerungsvermögen. Jedoch weist auch ihr Erbgut Besonderheiten auf, da sie teilweise ebenfalls unter dem Laron-Syndrom leiden. Die betroffenen Dorfbewohner Molochios werden ebenfalls nur 1,30 Meter groß und leiden trotz Übergewichts nicht an Diabetes.

Interessant sind jedoch auch die weiterführenden Forschungen von Wissenschaftlern, die alle weiteren kalabrischen Gemeinden untersucht haben. Anhand der Geburts- und Todesdaten und mit Hilfe der neusten genetischen Analysemethoden führten sie eine außergewöhnliche Erhebung durch. Sie verglichen ausgefüllte Karteikarten (rosa für Frauen, weiß für Männer), die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, und rekonstruierten so Stammbäume von 202 Kalabresen, die über 90 Jahre alt geworden sind. Einer der Wissenschaftler Marco Giordano, erläuterte das Vorgehen wie folgt: "Diese Menschen lebten in der gleichen Umwelt. Sie haben das Gleiche gegessen und oft die gleichen Medikamente genommen. Sie kamen aus derselben Kultur. Aber sie hatten nicht die gleichen Gene."

Können Männer im Durchschnitt doch länger leben als Frauen?

Die kalabresischen Forscher veröffentlichten vor kurzem einen Artikel über ihre Arbeiten mit einem unerwarteten Ergebnis: Obwohl die Eltern und Geschwister von Menschen, die mindestens 90 Jahre alt wurden, ebenfalls länger lebten als die durchschnittliche Bevölkerung, scheinen die genetischen Faktoren bei Männern eine größere Rolle zu spielen als bei Frauen.

Andere große europäische Studien hatten bislang stets das Gegenteil vertreten. So sollten Frauen eine vier bis fünfmal größere Chance haben, älter als 100 Jahre zu werden. Der Grund dafür, so wurde vermutet, liege in den weiblichen Genen. Die kalabresischen Forscher dagegen filterten nun aus den Familienstammbäumen bemerkenswerte Erkenntnisse heraus: Danach wirken sich genetische Faktoren stärker bei Männern auf die Langlebigkeit aus; dass dennoch so viel mehr Frauen älter als 100 werden, könnte daran liegen, dass sie sich besser ernähren und eher und häufiger zum Arzt gehen.

Ernährung und Anti-Aging

Neben der Sichtung der Familiendaten haben die kalabrischen Forscher auch Blutproben von Hundertjährigen entnommen. Dabei konnten sie feststellen, dass Menschen die über 90 Jahre alt werden eine besondere Genvariante besitzen, die das Geschmacksempfinden und die Verdauung beeinflusst. Diese Menschen haben eine Vorliebe für bittere Nahrung wie Brokkoli und grünes Blattgemüse, die besonders reich an Polyphenolen sind. Das sind Verbindungen, die die Zellgesundheit fördern.

Es scheint als bräuchte man die optimale Zusammensetzung aus entsprechenden Genen (Laron-Syndrom) und einer gesunden Ernährung (viel grünes Gemüse, Nüsse und Beeren kein rotes Fleisch) um ein hohes Alter zu erreichen. Doch um dem Phänomen Jungbrunnen auf die Spur zu kommen, werden Wissenschaftler auch in Zukunft noch unzählige Studien betreiben müssen. Bis dahin können wir uns jedoch das bereits gewonnene Wissen selbst zu Nutzen machen.

Ein kleines Fazit

Mich wundern die Erkenntnisse aus diesen Studien keineswegs. Für mich schließt sich hier der Kreis, dass ein langes Leben und eine gesunde Ernährung einfach zusammengehören. Für mich macht es plötzlich auch Sinn, weshalb ich beim Heilpraktiker vor ein paar Jahren einen Flyer in der Hand hielt, wo vor einem übermässigen Kuhmilchkonsum gewarnt wurde. Kuhmilch enthält schliesslich extrem viel von dem Hormon IGF 1, um das Wachstum ihrer Kälber anzutriggern. Es ging primär darum, dass IGF-1 ein Wachstum von Krebszellen bei Erwachsenen fördern könnte. Eine IGF-1 arme Ernährung macht aus diesem Grund für mich absolut Sinn. Wir dürfen aber gespannt sein, was in den nächsten Jahren darüber noch so alles veröffentlicht wird. Ich werde da auf jeden Fall am Ball bleiben.

Weitere Quellen

Abgelegt unter: Anti-Aging , Ernährung , IGF-1 , Langes Leben , Langlebigkeit

Über Jann Glasmachers

Jann Glasmachers

Mein Name ist Jann Glasmachers, ich bin Inhaber der Internetagentur gimmixx New Media und habe eine abgeschlossene Ausbildung zum holistischen Gesundheits-, Vitalkost- und Lebensberater. Ich blogge mit Leidenschaft und interessiere mich sehr für die Gesetzmässigkeiten des Lebens und die Geheimnisse der Gesundheit. Nach langjähriger Krankheit habe ich mich auf den Weg gemacht das Puzzle der Gesundheit für mich zusammenzusetzen. Hierbei tun sich jeden Tag neue Erkenntnisse auf. Die Grundformel scheint jedoch universell gültig zu sein. Was sich dahinter verbirgt, lässt sich in dem Gesundheitsfundament nachlesen.

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