IGF-1 und Langlebigkeit - warum weniger Wachstumssignal nicht automatisch besser ist

Als dieser Artikel ursprünglich entstand, hatte mich eine Geschichte aus Ecuador gepackt: Eine kleine Gruppe von Menschen mit einer seltenen genetischen Veränderung schien gegen zwei der großen Erkrankungen des modernen Alterns ungewöhnlich gut geschützt zu sein – Krebs und Typ-2-Diabetes.
Der gemeinsame Nenner war die sogenannte GH/IGF-1-Achse. Bei den Betroffenen funktioniert der Rezeptor für Wachstumshormon nicht richtig. Dadurch bleibt ein zentrales Wachstumssignal, IGF-1, lebenslang sehr niedrig.
2011 klang das fast wie die Entdeckung eines biologischen Jungbrunnens. Mehr als ein Jahrzehnt später ist die Geschichte sogar interessanter geworden – nur anders als damals gedacht.
Weniger Wachstumssignal kann bestimmte Schutzmechanismen begünstigen. Aber „IGF-1 möglichst weit herunterdrücken“ ist daraus nicht geworden. Menschen benötigen IGF-1 für normale Gewebefunktionen, und bei Erwachsenen zeigen große Beobachtungsstudien inzwischen eher eine U-Kurve: Sowohl sehr niedrige als auch sehr hohe Spiegel können mit ungünstigeren Gesundheitsverläufen verbunden sein.
Zuerst eine Korrektur: IGF-1 ist nicht das Wachstumshormon
Schon die alte Überschrift dieses Artikels war biochemisch etwas schlampig. IGF-1 ist nicht das Wachstumshormon.
Das eigentliche Wachstumshormon heißt GH beziehungsweise Somatotropin und wird in der Hypophyse ausgeschüttet. GH bindet unter anderem an Rezeptoren in der Leber und stimuliert dort die Bildung von IGF-1 – Insulin-like Growth Factor 1.
IGF-1 vermittelt anschließend einen Teil der Wachstums- und Stoffwechseleffekte des GH-Signals. Es beeinflusst unter anderem Zellwachstum, Proteinsynthese, Gewebeaufbau und verschiedene Stoffwechselwege.
Wenn Du den Begriff zunächst unabhängig vom Thema Langlebigkeit verstehen möchtest, findest Du dazu unseren Glossareintrag zu IGF-1.
Das Laron-Syndrom: ein natürliches Experiment der Biologie
Beim Laron-Syndrom, auch Wachstumshormon-Resistenz oder Growth Hormone Receptor Deficiency (GHRD) genannt, liegen Veränderungen des Wachstumshormon-Rezeptors vor. Wachstumshormon kann vorhanden oder sogar erhöht sein – das Signal wird an seinem Rezeptor aber nicht normal weitergegeben.
Dadurch produziert der Körper deutlich weniger IGF-1. Die Folge ist ein ausgeprägter Kleinwuchs, der erst nach der Geburt deutlich wird. Gleichzeitig verändert sich der gesamte Stoffwechsel.
Besonders bekannt wurde eine Gruppe von Betroffenen im Süden Ecuadors, die der Endokrinologe Jaime Guevara-Aguirre über Jahrzehnte beobachtete. Gemeinsam mit Valter Longo und weiteren Forschenden veröffentlichte er 2011 eine Arbeit, die weltweit Aufmerksamkeit bekam.
Die Aussage war tatsächlich bemerkenswert: In dieser Gruppe mit angeborener GH-Rezeptor-Defizienz traten trotz häufig höherem Körperfettanteil Diabetes und Krebs ausgesprochen selten auf. Auch Laboruntersuchungen deuteten auf veränderte Insulin- und Stresssignalwege hin.
Dieser Befund war kein „Anti-Aging-Märchen“. Er gehört bis heute zu den interessanten menschlichen Modellen für die Frage, wie Wachstumssignale mit Alterungsprozessen zusammenhängen.
Sind Menschen mit Laron-Syndrom tatsächlich langlebiger?
Hier lag die alte Erzählung daneben – und genau das macht die Geschichte besser.
Bei Mäusen kann eine starke genetische Dämpfung der GH/IGF-1-Signalkette die Lebensspanne erheblich verlängern. Bei Menschen mit Laron-Syndrom zeigt sich diese spektakuläre Lebensverlängerung jedoch nicht eindeutig.
Auch die 2024 erneut untersuchte ecuadorianische Kohorte zeigt zwar weiterhin ein auffälliges Gesundheitsprofil mit sehr wenig Diabetes und Krebs sowie günstigen beziehungsweise normalen kardiovaskulären Parametern. Eine gegenüber der Allgemeinbevölkerung klar verlängerte Gesamtlebensspanne wurde aber nicht beobachtet.
Damit trennt sich etwas, das in der Longevity-Diskussion gern vermischt wird:
| Begriff | Was damit gemeint ist |
|---|---|
| Lifespan | Wie lange ein Mensch insgesamt lebt. |
| Healthspan | Wie lange Gesundheit, Funktion und Selbstständigkeit möglichst gut erhalten bleiben. |
Das Laron-Modell ist deshalb womöglich stärker eine Geschichte über Healthspan und Krankheitsrisiken als über maximale menschliche Lebensdauer.
Warum könnte weniger IGF-1 gegen manche Erkrankungen schützen?
IGF-1 ist ein Wachstumssignal. Es aktiviert unter anderem den IGF-1-Rezeptor und nachgeschaltete Signalwege wie PI3K/AKT und mTOR, die Wachstum, Proteinsynthese, Zellüberleben und Stoffwechsel beeinflussen.
Das ist grundsätzlich etwas Gutes. Ohne ausreichende Wachstums- und Reparatursignale könnten wir uns weder normal entwickeln noch Gewebe erhalten.
Die Kehrseite liegt in derselben Biologie: Ein Signal, das Zellwachstum und Zellüberleben fördert, kann unter bestimmten Bedingungen auch Zellen begünstigen, die sich besser nicht weiter vermehren sollten. Höhere zirkulierende IGF-1-Werte sind in großen prospektiven Kohorten mit einem höheren Risiko für einige Krebsarten – unter anderem Brust-, Prostata- und kolorektalen Krebs – assoziiert.
Das bedeutet nicht: „IGF-1 verursacht Krebs.“ Krebs entsteht aus vielen genetischen, metabolischen, immunologischen und umweltabhängigen Faktoren. IGF-1 ist vielmehr ein Teil des Wachstumsumfelds, in dem Zellen Entscheidungen über Teilung und Überleben treffen.
Der eigentliche Longevity-Konflikt: Wachstum gegen Wartung?
Genau hier wird die GH/IGF-1-Achse für mich weiterhin faszinierend.
Ein Organismus besitzt nur begrenzte Ressourcen. Wachstum, Fortpflanzung und Aufbau benötigen Energie. Gleichzeitig muss der Körper beschädigte Strukturen reparieren, Proteine recyceln, Zellen kontrollieren und Reserven für Belastungen bereithalten.
Vereinfacht könnte man sagen: Starke Wachstumssignale fördern Aufbau. Niedrigere Wachstumssignale können mehr Raum für Wartungs- und Stressresistenzprogramme lassen.
Das ist keine starre Entweder-oder-Schaltung. Aber genau diese Balance begegnet uns in vielen Bereichen der Alternsforschung – bei IGF-1, Insulin, mTOR, AMPK, Fasten und Autophagie.
Den größeren biologischen Zusammenhang haben wir inzwischen in Warum altern wir? Vom Wachstum zur Wartung des Körpers ausführlich beschrieben.
Aber: Sehr niedriges IGF-1 ist nicht automatisch gesund
Hier liegt wahrscheinlich die wichtigste Korrektur gegenüber dem alten Artikel.
Wenn niedriges IGF-1 bei einer genetisch besonderen Gruppe mit weniger Krebs und Diabetes einhergeht, liegt der Gedanke nahe: Dann müsste man IGF-1 doch einfach möglichst weit senken.
Humanstudien sprechen dagegen. Eine große Meta-Analyse und weitere prospektive Kohorten zeigen eher eine U-förmige Beziehung zwischen IGF-1 und Sterblichkeit: Sowohl niedrige als auch hohe Konzentrationen waren mit höheren Risiken verbunden, während mittlere Bereiche günstiger abschnitten.
Das ist biologisch plausibel. IGF-1 wird auch für Muskelgewebe, Knochenstoffwechsel, Regeneration und weitere Körperfunktionen benötigt. Gerade im höheren Alter können Muskelverlust, Gebrechlichkeit und unzureichende Energie- beziehungsweise Proteinversorgung ihrerseits erhebliche Gesundheitsrisiken darstellen.
Die Longevity-Frage lautet deshalb nicht:
„Wie bekomme ich mein IGF-1 möglichst niedrig?“
Sondern eher:
„Wie bleibt Wachstumssignalisierung dem Lebensalter, der Versorgung und der jeweiligen biologischen Situation angemessen?“
Alter verändert die Gleichung
Ein spannender Hinweis darauf stammt aus der Ernährungsforschung. In einer viel diskutierten Analyse von Levine und Kollegen aus dem Jahr 2014 war eine hohe Proteinzufuhr bei Menschen bis 65 Jahre mit höherem IGF-1 und ungünstigeren Mortalitätsassoziationen verbunden. Bei Menschen über 65 kehrte sich ein Teil dieses Zusammenhangs jedoch um: Eine niedrige Proteinzufuhr war dort nicht mehr günstig und konnte mit höherer Sterblichkeit verbunden sein.
Diese Beobachtungsdaten beweisen keine ideale Proteinmenge für jeden Menschen. Sie zeigen aber sehr schön das Grundproblem:
Eine Strategie, die in einer Lebensphase theoretisch Wachstumssignale reduziert, kann in einer anderen Lebensphase Muskel- und Funktionsverlust begünstigen.
Longevity bedeutet deshalb nicht lebenslange maximale Restriktion.
Was haben Fasten und Kalorienrestriktion mit IGF-1 zu tun?
Auch Fasten wurde in der Forschung mit der GH/IGF-1-Achse verknüpft. Längere Fastenperioden können zirkulierendes IGF-1 reduzieren und gleichzeitig zelluläre Stressantworten verändern. In experimentellen Arbeiten wurde dabei unter anderem untersucht, wie niedrigere IGF-1/PKA-Signale mit Stammzellen und Regenerationsprozessen zusammenhängen.
Auch hier gilt: Ein Mechanismus ist noch keine allgemeine Therapieempfehlung. Mehrtägiges Fasten ist nicht für jeden Menschen sinnvoll und kann bei bestimmten Erkrankungen, Untergewicht, Medikamenteneinnahme oder eingeschränkter Belastbarkeit problematisch sein.
Interessant bleibt jedoch die übergeordnete Idee: Der Organismus reagiert auf Zeiten von Nahrungsfülle und Nahrungsmangel mit unterschiedlichen Signalprogrammen. Wachstum ist nicht dauerhaft maximal angeschaltet – und genau diese metabolische Flexibilität könnte ein Teil gesunden Alterns sein.
Milch und IGF-1: Der alte Gedanke war nicht völlig aus der Luft gegriffen
Am Ende des ursprünglichen Artikels schrieb ich ziemlich forsch, Kuhmilch enthalte „extrem viel IGF-1“ und eine IGF-1-arme Ernährung mache deshalb für mich Sinn. Das war mechanistisch zu einfach.
Trotzdem steckt darin eine interessante Beobachtung: In Humanstudien ist ein höherer Milchkonsum tatsächlich wiederholt mit leicht höheren zirkulierenden IGF-1-Werten verbunden worden. Auch randomisierte Interventionsstudien zeigten in einer Meta-Analyse einen entsprechenden Anstieg.
Das bedeutet allerdings nicht, dass das in der Milch vorhandene bovine IGF-1 einfach unverändert durch den Darm ins Blut gelangt und dort menschliche Zellen „füttert“. Wahrscheinlicher ist, dass die gesamte Nährstoff- und Proteinzusammensetzung von Milch die körpereigene GH/IGF-1-Achse beeinflusst.
Und daraus folgt ebenfalls nicht automatisch:
Milch → höheres IGF-1 → Krebs.
Solche linearen Ketten werden komplexer Ernährungs- und Tumorbiologie nicht gerecht. Es ist aber wissenschaftlich legitim zu untersuchen, ob Ernährungsmuster über IGF-1 einen Teil ihrer langfristigen Effekte vermitteln.
Brauchen wir deshalb eine „IGF-1-arme Ernährung“?
Als allgemeines Ernährungsziel würde ich diesen Begriff heute nicht mehr verwenden.
IGF-1 reagiert auf Energiezufuhr, Proteinmenge und Proteinquelle, körperliche Aktivität, Alter, hormonelle Situation und weitere Faktoren. Die Werte schwanken außerdem zwischen Menschen erheblich.
Eine Ernährung nur danach zu konstruieren, einen Laborwert möglichst weit zu senken, ignoriert das Gesamtbild. Gerade im höheren Alter können ausreichend Protein, Krafttraining und der Erhalt von Muskelmasse wichtiger werden als die möglichst starke Dämpfung eines einzelnen Wachstumssignals.
Für gesundes Altern ist deshalb der größere Kontext sinnvoller: pflanzenbetonte Vielfalt, ausreichende Proteinversorgung passend zum Lebensalter, Bewegung, Muskelpflege, Stoffwechselgesundheit und möglichst wenig dauerhafte Überernährung. Mehr dazu findest Du unter Longevity Ernährung – was gesundes Altern auf dem Teller unterstützt.
Pegvisomant: ein künstliches Laron-Syndrom?
Auch diese Passage aus dem alten Artikel lohnt sich – nur mit einer wichtigen Grenze.
Pegvisomant ist tatsächlich ein Wachstumshormon-Rezeptor-Antagonist. Es blockiert die Wirkung von GH am Rezeptor und senkt dadurch die IGF-1-Produktion. In diesem sehr begrenzten mechanistischen Sinn erinnert der Wirkweg an die Situation beim Laron-Syndrom.
Das Medikament ist in der EU jedoch zur Behandlung bestimmter erwachsener Patienten mit Akromegalie zugelassen – einer Erkrankung mit übermäßiger GH/IGF-1-Aktivität. Es ist kein Anti-Aging-Medikament und nicht zur prophylaktischen IGF-1-Senkung gesunder Menschen vorgesehen.
Ein lebenslang vorhandener genetischer Zustand lässt sich ohnehin nicht einfach dadurch nachbauen, dass man im Erwachsenenalter einen einzelnen Rezeptor pharmakologisch blockiert. Entwicklungsbiologie, Stoffwechselanpassungen und Begleiteffekte unterscheiden sich grundlegend.
Kann man seinen IGF-1-Wert als Longevity-Marker messen?
IGF-1 lässt sich im Blut messen und wird in der Endokrinologie diagnostisch verwendet. Die Interpretation erfolgt alters- und häufig auch geschlechtsspezifisch, weil die Konzentrationen über das Leben stark variieren.
Als alleiniger „Longevity-Wert“ taugt der Laborparameter jedoch nicht. Ein niedriger Wert kann beispielsweise mit Alter, Unterversorgung, Lebererkrankungen, hormonellen Störungen oder anderen gesundheitlichen Situationen zusammenhängen. Ein höherer Wert kann wiederum physiologisch, trainingsbedingt oder krankheitsbezogen sein.
Wer einen auffälligen IGF-1-Wert hat, sollte daher nicht eigenständig versuchen, ihn über Fasten, extreme Proteinrestriktion oder Medikamente in eine vermeintliche „Langlebigkeitszone“ zu drücken. Die Ursache gehört zuerst eingeordnet.
Was bleibt von der Ecuador-Geschichte?
Sehr viel.
Die Menschen mit Wachstumshormon-Rezeptor-Defizienz haben uns etwas Wichtiges gezeigt: Wachstumssignale beeinflussen offenbar nicht nur Körpergröße, sondern stehen tief im Stoffwechsel, in der Zellbiologie und in altersassoziierten Krankheitsprozessen.
Sie haben aber nicht gezeigt, dass möglichst wenig IGF-1 automatisch möglichst langes Leben bedeutet.
Gerade darin liegt für mich heute die faszinierendere Erkenntnis. Biologie optimiert selten einen einzelnen Wert. Sie balanciert widersprüchliche Anforderungen:
- Wachstum und Reparatur,
- Zellteilung und Tumorkontrolle,
- Aufbau und Recycling,
- Fortpflanzung und Erhaltung,
- Muskelmasse und metabolische Zurückhaltung.
Die GH/IGF-1-Achse sitzt mitten in diesem Spannungsfeld.
Mein Fazit 2026: Nicht möglichst wenig – sondern die richtige Balance
Der ursprüngliche Artikel fragte, ob IGF-1 ein weiteres Puzzleteil für Langlebigkeit und Anti-Aging sein könnte. Diese Frage würde ich heute eindeutig mit Ja beantworten.
Nur das Bild des Puzzleteils hat sich verändert.
Die ecuadorianische Laron-Kohorte zeigt weiterhin eindrucksvoll, dass lebenslang reduzierte GH/IGF-1-Signale mit einem ungewöhnlichen Schutz vor Diabetes und bestimmten Krebserkrankungen einhergehen können. Große Humanstudien zeigen gleichzeitig, dass sehr niedrige IGF-1-Werte außerhalb dieses besonderen genetischen Kontextes nicht automatisch günstig sind.
IGF-1 ist deshalb weder „Jungbrunnen-Hormon“ noch „Alterungshormon“. Es ist ein Wachstumssignal, dessen Bedeutung davon abhängt, wann, wo und in welchem biologischen Kontext es wirkt.
Vielleicht ist genau das die modernere Longevity-Idee: Nicht einen Regler auf Null drehen – sondern verstehen, wann der Körper wachsen, wann er reparieren und wann er aufräumen sollte.
Quellen und weiterführende Literatur
- Guevara-Aguirre J, Balasubramanian P, Guevara-Aguirre M et al. Growth hormone receptor deficiency is associated with a major reduction in pro-aging signaling, cancer, and diabetes in humans. Sci Transl Med. 2011.
- Guevara-Aguirre J et al. GH Receptor Deficiency in Ecuadorian Adults Is Associated With Obesity and Enhanced Insulin Sensitivity. J Clin Endocrinol Metab. 2015.
- Guevara-Aguirre J et al. Normal or improved cardiovascular risk factors in IGF-I-deficient adults with growth hormone receptor deficiency. Med. 2024.
- Rahmani J et al. Association between IGF-1 levels ranges and all-cause mortality: a meta-analysis. Aging Cell. 2022.
- Mukama T et al. IGF-1 and Risk of Morbidity and Mortality From Cancer, Cardiovascular Diseases, and All Causes in EPIC-Heidelberg. J Clin Endocrinol Metab. 2023.
- Knuppel A et al. Circulating Insulin-like Growth Factor-I Concentrations and Risk of 30 Cancers: Prospective Analyses in UK Biobank. Cancer Res. 2020.
- Levine ME et al. Low protein intake is associated with a major reduction in IGF-1, cancer, and overall mortality in the 65 and younger but not older population. Cell Metab. 2014.
- Cheng CW et al. Prolonged fasting reduces IGF-1/PKA to promote hematopoietic-stem-cell-based regeneration and reverse immunosuppression. Cell Stem Cell. 2014.
- Qin LQ et al. Milk consumption and circulating insulin-like growth factor-I level: a systematic literature review. Int J Food Sci Nutr. 2009.
- European Medicines Agency: Somavert (Pegvisomant) – European Public Assessment Report.


