Fruktoseintoleranz: Was hinter einer Fruktosemalabsorption steckt

Vielleicht verträgst Du ein paar Erdbeeren problemlos, bekommst nach einem großen Glas Apfelsaft aber einen Blähbauch. Vielleicht macht eine kleine Portion Obst gar nichts, während Smoothie, Honig oder Trockenfrüchte Bauchschmerzen und Durchfall auslösen. Und irgendwann steht die Frage im Raum: Habe ich eine Fruktoseintoleranz?
Hinter diesem Suchbegriff steckt meistens die intestinale Fruktosemalabsorption. Dabei wird eine bestimmte Menge Fruktose im Dünndarm nicht vollständig aufgenommen. Ein Teil gelangt weiter in den Dickdarm, wo Wasserbewegung und bakterielle Fermentation Beschwerden begünstigen können.
Wichtig ist die zweite Hälfte des Satzes: können. Eine unvollständige Aufnahme bedeutet nicht automatisch, dass Beschwerden entstehen. Die europäische Atemtest-Leitlinie trennt deshalb zwischen einer nachweisbaren Kohlenhydrat-Malabsorption und einer klinisch relevanten Intoleranz. Für die Einordnung gehören Messwert und zeitlich passende Symptome zusammen.[1]
Davon vollständig zu unterscheiden ist die hereditäre Fruktoseintoleranz, kurz HFI. Sie ist keine Variante einer empfindlichen Verdauung, sondern eine seltene angeborene Stoffwechselerkrankung. Beide Begriffe enthalten das Wort Fruktoseintoleranz, beschreiben aber biologisch völlig unterschiedliche Vorgänge.








