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Jann Glasmachers

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Binge Eating - Wenn die Kontrolle über das Essen verloren geht

Binge Eating

Mindestens zwei Anfälle die Woche. Stundenlang können sie Essen in sich hineinstopfen. Viel mehr als die meisten schaffen würden. Süßigkeiten, Wurst, Käse, Pizza, alles was sie finden können. Oft angekündigt durch Fasten den Tag über. Was am Ende bleibt ist das schlechte Gewissen, Ekel und in vielen Fällen entwickelt sich sogar eine Depression. Der komplette Kontrollverlust über die Nahrungsaufnahme nennt sich Binge Eating Disorder (BED) und ist leider keine Seltenheit mehr. Frauen mit einem Anteil von zwei drittel häufiger betroffen als Männer.

Was ist Binge Eating?

„Binge“ ist das englische Wort für ein Gelage, eine Situation in der ungewöhnlich viel gegessen oder getrunken wird. Menschen dir an einer Binge Eating Disorder leide, essen oft riesige Mengen an Nahrungsmitteln in kurzer Zeit und können diese „Fressattacken“ nicht mehr kontrollieren. Die Definition dieser Essstörung war in Fachkreisen längere Zeit umstritten und wurde als „unspezifische Essstörung“ eingeordnet. Die Erkrankung wird mittlerweile in der Medizin in zunehmender Weise akzeptiert. Dabei entspricht die Behandlung der eines Bulimiepatienten. Der Unterschied zur Bulimie besteht darin dass die Nahrung nicht wieder erbrochen wird. Die Betroffenen leiden oft an Übergewicht. Typische Symptome für Personen die an Binge Eating erkrankt ist sind:

  • schnelle Nahrungsaufnahme (schlingen)
  • bis zu einem unangenehmen Völlegefühl
  • essen aufgrund verschiedener Emotionen (Trauer, Freude, Einsamkeit etc.)
  • Emotionen als Auslöser
  • essen alleine, aus Scham wegen der großen Menge an Nahrung
  • Ekelgefühl, Schuldgefühle und Depressionen im Anschluss

Laut Diagnosekriterien muss ein deutliches Leiden aufgrund der Anfälle nachzuweisen sein sowie eine Dauer von mindestens sechs Monaten mit durchschnittlich zwei Anfällen pro Woche. Betroffene sprechen außerdem davon dass ihre Gedanken ununterbrochen ums Essen kreisen. Wenn sie mit anderen zusammen sind, denken sie darüber nach was sie jetzt gerne alles essen würden. Das Essen bestimmt den Tagesablauf. Ihre Anfälle werden für sie normal, geregelte Nahrungsaufnahme ist unangenehm und unbefriedigend.

Ursachen für Binge Eating

Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein und oft spielen mehrere Aspekte zusammen. Ein zu geringes Selbstwertgefühl und stark ausgeprägter Perfektionismus stellen dabei eine gute Ausgangsbasis.

Emotional Eating

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Binge Eating ist eine Form des „Emotional Eating“, ein (Fr)essverhalten, dass durch Gefühle ausgelöst wird. Dabei können die Gefühle positiv oder negativ sein, wobei negative Gefühle als Auslöser überwiegen. Es entsteht eine Art Kreislauf. Die Person ist unglücklich, isst sie z.B. eine Tafel Schokolade. Danach fühlt sie sich noch schlechter wegen der vielen Kalorien die aufgenommen wurden und der mangelnden Selbstkontrolle und isst deswegen noch mehr. Essen um sich zu belohnen oder aufzumuntern ist weit verbreitet.

Als Kind wird uns dieses Verhalten oftmals schon antrainiert: „Nicht traurig sein, hier hast du einen heißen Kakao... Gummibärchen...“. Schwierig ist es aus diesem Kreislauf der Gewohnheiten auszubrechen. In manchen Fällen wird das Verhalten krankhaft, unkontrollierbar. Aus einer Tafel Schokolade werden 10 Tafeln und das war nur der Anfang.

Auch Stress im Beruf, eine unbewusste Lebensweise und Unzufriedenheit mit der Lebenssituation können außerdem Auslöser für Binge Eating sein und stellen die häufigsten Risikofaktoren für Essstörungen. In einigen Foren wird von fehlender Selbstliebe gesprochen. Die Betroffenen sind sich ihrer Situation durchaus bewusst, sprechen z. B. davon Körperhygiene nur zu betreiben um andere nicht zu stören und halten sie generell für sinnlos. Um diese Leere zu füllen essen sie große Mengen. Eine Ihrer Methoden sich vom Essen abzulenken ist es sich ununterbrochen mit Arbeit zu beschäftigen. Sie kommen nicht mehr zur Ruhe aber auch diese Methode wirkt nur bedingt und lässt die Ursache außer Acht.

Diät als Auslöser von Fressattacken

Was als harmlose Diät beginnt kann in einer Essstörung enden. Das dauerhafte reduzieren von Kalorien führt zu Erschöpfung und leichter Reizbarkeit. Eine Folge kann entweder das abrutschen in die Magersucht oder zu einem kompletten Kontrollverlust über die Nahrungsaufnahme führen. Zwei Extreme mit gleichem Ursprung.

Haben die Gene einen Einfluss auf die Esssucht?

Genetische Mechanismen sind von allen Faktoren bisher am schlechtesten untersucht. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass Betroffene besonders anfällig für seelische Störungen wie Depressionen oder Angstzustände sind. Teilweise versuchen sie, mit dem Essen negative Stimmungen zu regulieren, manchmal entstehen diese psychischen Symptome jedoch auch erst aufgrund des enorm hohen Leidensdrucks. Zudem scheinen Betroffene häufiger eine Veranlagung für Übergewicht vorzuweisen.

Wo liegt die Grenze zwischen zu viel essen und Binge Eating?

Für eine richtige Fressattacke ist der komplette Kontrollverlust charakteristisch. Die Betroffenen wissen nicht mehr was sie tun, fühlen sich machtlos und ferngesteuert. Teilweise können sie sich gar nicht richtig an den Anfall erinnern. Das Essverhalten ist oft sehr unregelmäßig und unstrukturiert. Eine Attacke wird häufig durch stundenlanges vorhergehendes Fasten eingeleitet.

Folgen von Binge Eating

Essstörungen können zur sozialer Isolation führen, weil sich der Betroffene für sein Verhalten schämt und den Kontrollverlust den er erleidet, der in seinen Augen eine Form von Schwäche ist. Ein weiteres Hauptproblem ist die fortlaufende Gewichtszunahme. Ein Großteil der Betroffenen ist übergewichtig und hat dadurch ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Diabetes, Arterienverkalkungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzleistungsschwäche und Herzrhythmusstörungen.

Tipps die Dir aus der Binge Eating Falle helfen können

Binge Eating war lange Zeit kaum erforscht und nicht als eigenständige Krankheit anerkannt. Die Situation hat sich mittlerweile geändert sodass sich sogar Wissenschaftler sich der Situation angenommen haben und inzwischen wurde sie auch im Klassifikationssystem der Fachwelt, dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-V), als Diagnose aufgenommen. Damit wird sie nun offiziell von anderen Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie abgegrenzt. Eine Grundvoraussetzung die Binge-Eating-Anfälle zu stoppen ist es sich der Gefühle und Situationen bewusst zu machen die einen Anfall auslösen. In manchen Fällen können es Depressionen sein, Ängste und Stress, aber auch Langeweile kann einem Anfall vorausgehen. Grundsätzlich ist hier Hilfe durch einen geschulten Therapeuten anzuraten. Hier einige Tipps für den Alltag um Fressattacken vorzubeugen:

  • Bewusstes Essen ist die Basis. Also langsam und genussvoll. Jeder Bissen sollte gut gekaut werden vor dem herunterschlucken
  • Regelmäßig essen zu festen Zeiten. Zwischenmalzeiten am besten auslassen
  • Zum essen am besten Fernseher ausschalten und Mobiltelefon weglegen. Eine angenehme Atmosphäre schaffen und Streitgespräche unbedingt meiden oder vor dem Essen lösen.
  • Warum möchte ich jetzt etwas essen? Ist es wirklich Hunger oder doch eher Durst. Vielleicht auch eine Emotion die mich zum Essen treibt
  • Regelmäßig bewegen, auch wenn es nur ein Spaziergang um den Block ist.

Fazit

Binge Eating ist eine ernstzunehmende Essstörung die den Tagesablauf der Betroffenen grundlegend bestimmt. Die Betroffenen sind sich ihres Problems meist bewusst, können aber nicht aus eigener Kraft aus dem Teufelskreis ausbrechen. Wichtig ist in jedem Fall der Wille etwas zu ändern, ansonsten setzt sich das Verhalten weiter fort und endet irgendwann in der sozialen Isolation. Wie bei allen Essstörungen, ist ein bewusster Umgang mit Nahrung und ein hoher Anteil von pflanzlicher Kost von klein auf, die wichtigste Basis um Essstörungen vorzubeugen.

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Quellen

Abgelegt unter: binge eating , Ernährung , essstörungen

Über Tina Groh

Tina Groh

Ich bin Tina Groh, studiert habe ich Raumplanung, meine Passion habe ich aber im Yoga und der Ernährung gefunden. Ich liebe es außerdem zu Reisen, Matcha zu trinken und inspirierende Menschen kennenzulernen. Anfang 2015 hatte ich mit einer Tumorerkrankung zu kämpfen und lebe seither auf pflanzlicher Basis. Die Erkrankung ist überstanden und ich fühle mich fit und voller Energie. Zusätzlich zu meiner abgeschlossenen Yogalehrerausbildung (RYS 200) absolviere ich aktuell eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin in Berlin. Mein Ziel ist es meine Erfahrungen weiterzugeben und andere Menschen zu inspirieren. Auf meinem Blog schreibe ich deswegen über gesunde Ernährung auf pflanzlicher Basis, Yoga, Spiritualität und persönliche Entwicklung. Social Media: Facebook, Instagram, Pinterest

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