Bioverfügbarkeit - was „bioverfügbar“ wirklich bedeutet

„Hoch bioverfügbar“, „optimierte Bioverfügbarkeit“, „besonders gut verfügbar“: Wer sich mit Vitaminen, Mineralstoffen oder Nahrungsergänzungsmitteln beschäftigt, begegnet dem Begriff ständig. Auf den ersten Blick klingt er wie ein Qualitätsurteil. Je bioverfügbarer, desto besser. Ganz so einfach ist es nicht.
Die Menge auf einem Etikett beschreibt zunächst, wie viel eines Stoffes enthalten ist. Bis ein Nährstoff aus einer Mahlzeit, Kapsel oder Tablette tatsächlich aufgenommen und vom Körper genutzt werden kann, liegen jedoch mehrere Stationen dazwischen. Er muss freigesetzt werden, das Milieu im Verdauungstrakt überstehen, gelöst oder aufgeschlossen werden, die Darmwand passieren und anschließend transportiert, verteilt oder teilweise noch umgewandelt werden.
Genau an diesen Stationen setzen Begriffe wie liposomal, magensaftresistent, Chelat, Citrat, Retard, acetyliert oder aktive Vitaminform an. Sie beschreiben unterschiedliche Versuche, ein ganz bestimmtes Problem auf diesem Weg zu lösen. Dieser Artikel zeigt Dir, was Bioverfügbarkeit tatsächlich bedeutet, wo Unterschiede entstehen und wie Du solche Produktangaben einordnen kannst, ohne jedem technischen Begriff automatisch einen Qualitätsvorsprung zuzuschreiben.


