Instincto-Therapie

Die Instincto-Therapie, auch Instinctotherapie genannt, ist eine von Guy-Claude Burger begründete Rohkostrichtung. Sie entstand in den 1960er-Jahren und beruht auf der Annahme, dass der Mensch bei naturbelassenen Lebensmitteln über Geruch, Geschmack und Sättigungssignale intuitiv erkennen könne, welche Nahrung sein Körper gerade benötigt.

Die Lebensmittel werden nach diesem Konzept roh und möglichst unverarbeitet verzehrt und in der Regel nicht miteinander vermischt oder gewürzt. Anders als viele vegane Rohkostformen kann die Instincto-Therapie auch rohe tierische Lebensmittel umfassen.

Die Idee hinter der Instincto-Therapie

Burger ging davon aus, dass der menschliche Organismus genetisch nur unvollständig an die seit der Vorgeschichte veränderte Ernährung angepasst sei. Die Auswahl naturbelassener Nahrung anhand von Sinnesreizen sollte nach dieser Theorie einen angeborenen Ernährungsinstinkt wieder nutzbar machen.

Diese Annahme gehört zur historischen Theorie der Instinctotherapie und ist nicht als wissenschaftlich etablierter Mechanismus anzusehen. Geruch, Geschmack, Hunger und Sättigung beeinflussen zwar unsere Lebensmittelauswahl, erlauben aber keine zuverlässige Bestimmung eines konkreten Nährstoffbedarfs. Die Bezeichnung „Therapie“ sollte daher nicht mit einer medizinisch etablierten Behandlung verwechselt werden.

Quellen

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