Fluoride
Fluoride sind die Salze der Fluorwasserstoffsäure. Sie kommen natürlicherweise in Wasser, Lebensmitteln und Mineralien vor und werden außerdem unter anderem in Zahnpflegeprodukten und fluoridiertem Speisesalz eingesetzt.
Fluorid gilt nach heutigem Kenntnisstand nicht als essentieller Nährstoff. Für die Zahngesundheit ist jedoch gut belegt, dass eine angemessene lokale Fluoridanwendung den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Säureangriffe machen und das Kariesrisiko senken kann. Deshalb spielt Fluorid vor allem in Zahnpasta eine wichtige Rolle.
Auf die Dosis kommt es an
Wie bei vielen Stoffen ist die aufgenommene Menge entscheidend. Eine dauerhaft zu hohe Fluoridzufuhr kann unerwünschte Wirkungen haben. Bei Kindern während der Zahnentwicklung kann eine übermäßige Aufnahme beispielsweise Zahnfluorosen begünstigen. Daraus folgt jedoch nicht, dass Fluorid in üblichen Mengen pauschal gesundheitsschädlich ist.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für die Kariesprophylaxe insbesondere die lokale Anwendung fluoridhaltiger Zahnpflegemittel und rät davon ab, Fluorid ohne besonderen Grund zusätzlich über Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen.


