KBE (koloniebildende Einheiten)

KBE steht für koloniebildende Einheiten. International wird häufig die englische Abkürzung CFU (Colony Forming Units) verwendet. Die Angabe beschreibt die Anzahl lebensfähiger Mikroorganismen, die in einem Produkt enthalten sind.

Bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Bakterienkulturen dient die KBE-Zahl dazu, die Menge der enthaltenen lebensfähigen Bakterien anzugeben. Anders als Vitamine oder Mineralstoffe werden Bakterien nicht in Milligramm oder Mikrogramm angegeben, sondern über die Anzahl der vermehrungsfähigen Mikroorganismen.

Warum wird KBE angegeben?

Die KBE-Angabe erleichtert den Vergleich verschiedener Produkte mit Bakterienkulturen. Häufig finden sich Angaben wie 1 Milliarde, 3,5 Milliarden oder 10 Milliarden KBE pro Kapsel oder pro empfohlener Tagesdosis.

Wichtig ist dabei immer der Bezug der Angabe. Manche Hersteller beziehen die KBE auf eine einzelne Kapsel, andere auf die empfohlene Tagesdosis. Deshalb sollten Produkte immer anhand derselben Bezugsgröße verglichen werden.

Sind mehr KBE automatisch besser?

Nein. Eine höhere Anzahl koloniebildender Einheiten bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt besser oder sinnvoller ist. Für die Beurteilung einer Rezeptur spielen unter anderem die verwendeten Bakterienstämme, deren Kombination, die empfohlene Verzehrmenge sowie die Qualität und Stabilität der Rezeptur eine Rolle.

Die KBE-Zahl allein erlaubt daher keine Aussage über die Qualität eines Produkts.

Welche Rolle spielt die Darreichungsform?

Viele Präparate verwenden magensaftresistente Kapseln, um die enthaltenen Bakterien während der Passage durch den Magen zu schützen. Die Angabe der KBE beschreibt jedoch ausschließlich die Anzahl der enthaltenen lebensfähigen Mikroorganismen und trifft keine Aussage darüber, wie viele Bakterien den Darm tatsächlich erreichen.

Fazit

KBE beziehungsweise CFU geben die Anzahl lebensfähiger Bakterien in einem Nahrungsergänzungsmittel an. Die Angabe ist ein wichtiger Vergleichswert, sollte jedoch immer gemeinsam mit den enthaltenen Bakterienstämmen, der empfohlenen Tagesdosis und der gesamten Rezeptur betrachtet werden.

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