Longevity vs. Biohacking: Was ist der Unterschied?

Longevity und Biohacking begegnen uns inzwischen oft im selben Atemzug. Schlaftracking, Fasten, Kältebäder, Blutwerte und biologische Altersuhren gehören zum Vokabular beider Szenen. Das kann den Eindruck erwecken, es gehe lediglich um zwei Namen für dasselbe Programm.
Der Unterschied liegt vor allem in der Perspektive: Longevity beschäftigt sich mit einem möglichst langen, gesunden Leben. Biohacking beschreibt den Versuch, körperliche oder geistige Funktionen durch gezielte Veränderungen, Messungen und Selbstexperimente zu beeinflussen. Die Methoden können sich überschneiden. Ein kurzfristiger Effekt ist allerdings noch kein Beleg für einen langfristigen Gesundheitsgewinn.
Beide Begriffe sind weiter gefasst, als die Werbung häufig vermuten lässt. Longevity bezeichnet wörtlich Langlebigkeit und ist zugleich ein Sammelbegriff rund um die moderne Alternsforschung geworden. Biohacking besitzt keine einheitliche wissenschaftliche Definition: Die Bandbreite reicht von veränderten Alltagsroutinen und Selbstvermessung bis zu riskanten Experimenten. Für gesundes Altern verwendet die Weltgesundheitsorganisation einen konkreteren Maßstab: die Fähigkeit, auch im höheren Alter das tun zu können, was einem im Leben wichtig ist.[1]








