HPU (Hämopyrrollaktamurie): Symptome, Test und Behandlung

Kurz erklärt: HPU steht für Hämopyrrollaktamurie und wird heute häufig unter dem allgemeineren Begriff Pyrrolurie diskutiert. Dahinter steht die Vorstellung, dass bestimmte Pyrrolverbindungen vermehrt über den Urin ausgeschieden werden und dies mit Beschwerden sowie einem erhöhten Bedarf an Vitamin B6 und Zink zusammenhängt. Wissenschaftlich ist dieses Krankheitsmodell jedoch nicht ausreichend bestätigt. Ein erhöhter Pyrrolwert im Urin ist deshalb nicht mit dem Nachweis einer eigenständigen Stoffwechselerkrankung gleichzusetzen. [1,2]
Das macht HPU zu einem ungewöhnlichen Thema: Urintests auf Pyrrolverbindungen werden angeboten und das Konzept wird in der komplementären und integrativen Medizin verwendet, während zentrale Fragen zur chemischen Identität der gemessenen Verbindungen, zur diagnostischen Aussagekraft und zur Behandlung offen sind. Dieser Artikel erklärt, was HPU beziehungsweise Pyrrolurie bedeutet, welche Symptome damit verbunden werden, wie ein HPU-Test funktioniert und was zur Therapie tatsächlich bekannt ist.

