Kreatin im Alter - was verändert sich bei Muskel und Energieversorgung?

Kreatin verändert seine Aufgabe mit dem Alter nicht. Aber der Körper, in dem dieses System arbeitet, verändert sich. Muskelmasse und Muskelkraft können zurückgehen, körperliche Belastungen verändern sich und die Frage nach funktioneller Reserve bekommt eine andere Bedeutung als mit 25. Dadurch wird ein Stoff interessant, der lange fast ausschließlich mit Fitnessstudio und Muskelaufbau verbunden wurde.
Kreatin bildet der Körper selbst und nimmt zusätzlich einen Teil über Lebensmittel wie Fleisch und Fisch auf. Der größte Kreatinpool liegt in der Skelettmuskulatur. Kreatin und Phosphokreatin kommen jedoch auch in anderen Geweben vor – darunter im Gehirn.[1]
Damit entstehen zwei unterschiedliche Fragen. Beim Muskel geht es vor allem darum, wie schnell ATP bei Belastung regeneriert werden kann und ob Kreatin die Wirkung von Krafttraining im höheren Alter verstärkt. Beim Gehirn wird ebenfalls ein Kreatin-Phosphokreatin-System untersucht. Dort ist allerdings wesentlich weniger geklärt, wie gut zusätzlich aufgenommenes Kreatin das Gewebe erreicht und ob daraus eine messbare Verbesserung kognitiver Funktionen entsteht.
Dieser Ratgeber trennt diese beiden Ebenen. Denn die Datenlage für Muskelkraft und Krafttraining ist deutlich belastbarer als die Forschung zu Gedächtnis und Kognition.








