Gesundheitsblog rund um Ernährung, Bewegung, Biohacking Gesundheit und Longevity
In meinem Blog bekommt Ihr viele Informationen rund um das Thema Ernährung, Gesundheit, Longevity, Lebensoptimierung und Biohacking. Bitte beachtet, dass ich die viele der hier Gesundheitstipps zwar im Selbstversuch teste, derartige Anregungen jedoch niemals einen Arztbesuch ersetzen können. Bitte geht bei unklaren Beschwerden zum Arzt.
Longevity und Biohacking begegnen uns inzwischen oft im selben Atemzug. Schlaftracking, Fasten, Kältebäder, Blutwerte und biologische Altersuhren gehören zum Vokabular beider Szenen. Das kann den Eindruck erwecken, es gehe lediglich um zwei Namen für dasselbe Programm.
Der Unterschied liegt vor allem in der Perspektive: Longevity beschäftigt sich mit einem möglichst langen, gesunden Leben. Biohacking beschreibt den Versuch, körperliche oder geistige Funktionen durch gezielte Veränderungen, Messungen und Selbstexperimente zu beeinflussen. Die Methoden können sich überschneiden. Ein kurzfristiger Effekt ist allerdings noch kein Beleg für einen langfristigen Gesundheitsgewinn.
Beide Begriffe sind weiter gefasst, als die Werbung häufig vermuten lässt. Longevity bezeichnet wörtlich Langlebigkeit und ist zugleich ein Sammelbegriff rund um die moderne Alternsforschung geworden. Biohacking besitzt keine einheitliche wissenschaftliche Definition: Die Bandbreite reicht von veränderten Alltagsroutinen und Selbstvermessung bis zu riskanten Experimenten. Für gesundes Altern verwendet die Weltgesundheitsorganisation einen konkreteren Maßstab: die Fähigkeit, auch im höheren Alter das tun zu können, was einem im Leben wichtig ist.[1]
Im Jahr 2024 berichtete eine Studie über Kunststoffpartikel in Ablagerungen menschlicher Halsschlagadern. Bei den untersuchten Patienten mit einem Kunststoffnachweis traten während der Nachbeobachtung häufiger Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Todesfälle auf. Die Studie sorgte für großes Aufsehen – und für berechtigte Rückfragen zur Messmethode und zur Aussagekraft der Ergebnisse. [1]
Inzwischen wird Mikroplastik in Lebensmitteln, in der Atemluft und in unterschiedlichen menschlichen Geweben untersucht. Die Vorstellung, dass winzige Kunststoffpartikel mit dem Körper in Kontakt kommen, ist also keine reine Zukunftsprognose. Welche gesundheitlichen Folgen die üblichen Belastungen tatsächlich haben, ist jedoch weit weniger klar. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sah Ende 2025 noch keine belastbaren Hinweise auf gesundheitliche Risiken für den Menschen, betonte aber zugleich die bestehenden Forschungslücken. [2]
Woher stammen die Partikel, wie gelangen sie in den Körper, und warum widersprechen sich manche Schlagzeilen? Dieser Ratgeber verfolgt den Weg von Kunststoffabrieb im Alltag über die medizinische Forschung bis zu Maßnahmen, mit denen sich unnötiger Kontakt reduzieren lässt. Am Ende geht es auch um eine andere Form des Schutzes: Technologien, die verhindern sollen, dass aus immer mehr Kunststoffabfall neues Mikroplastik entsteht.
Longevity klingt nach einem großen Versprechen: länger leben, länger fit bleiben, vielleicht sogar langsamer altern. Wer sich zum ersten Mal damit beschäftigt, begegnet schnell Schlaftrackern, besonderen Ernährungsformen, Bluttests, Nahrungsergänzungsmitteln und Begriffen wie NAD+ oder Biohacking. Da kann schon der Einstieg ziemlich kompliziert wirken.
Die gute Nachricht: Du musst davon zunächst nichts beherrschen. Und Du brauchst weder ein teures Programm noch einen perfekten Lebensstil, um Dich mit gesundem Altern zu beschäftigen.
Dieser Ratgeber ist Dein Einstieg in die Longevity-Welt. Wir klären, worum es geht, schauen auf fünf unterschiedliche Ausgangssituationen und zeigen Dir, welche ersten Schritte und Themen dazu passen. Wer anschließend tiefer einsteigen möchte, findet bei uns auch die Forschung hinter den großen Fragen des Alterns.
Im Jahr 2003 veröffentlichten Bodo Kuklinski und seine Kollegen eine Beobachtung, aus der sich später ein weitreichendes Erklärungsmodell entwickeln sollte. Bei Menschen mit Beschwerden nach Halswirbelsäulenverletzungen fanden sie häufiger erhöhte S100-Blutwerte. Bei einzelnen Patienten veränderten sich die Werte nach bestimmten Belastungen. [1]
Die Autoren vermuteten dahinter organische Vorgänge im Nervensystem. Kuklinski wurde später besonders durch seine Verknüpfung von HWS-Trauma, nitrosativem Stress und gestörter Mitochondrienfunktion bekannt. [1][2]
Inzwischen wissen wir mehr darüber, wie die Halswirbelsäule Signale an das Gehirn liefert, unter welchen Umständen Gefäße oder Liquorwege betroffen sein können und wie Mitochondrien auf Belastungen reagieren. Hinzu kommt eine neue Forschungswelt: die Flüssigkeits- und Lymphwege des Gehirns.
Eine HWS-Störung kann unter bestimmten Bedingungen neurologische Beschwerden auslösen oder beeinflussen. Dass eine chronische HWS-Instabilität generell eine Mitochondriopathie, eine geschädigte Blut-Hirn-Schranke oder eine gestörte Hirnreinigung verursacht, ist bisher jedoch nicht nachgewiesen. Welche Teile der älteren Hypothese tragen die heutigen Befunde – und welche nicht?
Eine Frau erhält eine Stuhltransplantation gegen eine wiederkehrende Darminfektion. Die Behandlung wirkt. In den Monaten darauf nimmt sie jedoch erheblich zu und entwickelt Adipositas. Die Spenderin, ihre Tochter, war übergewichtig. Ein 2015 veröffentlichter Fallbericht wirft damit eine ungewöhnliche Frage auf: Können mit einem Darmmikrobiom auch Eigenschaften übertragen werden, die weit über die Verdauung hinausreichen? [1]
Der Fall beweist keinen Zusammenhang zwischen Transplantation und Gewichtszunahme. Er zeigt aber, weshalb die fäkale Mikrobiota-Transplantation (FMT), umgangssprachlich Stuhltransplantation, die Medizin und die Mikrobiomforschung gleichermaßen beschäftigt. Mikroorganismen beeinflussen, welche Substanzen im Darm umgebaut werden, wie Krankheitserreger mit anderen Bakterien konkurrieren und welche Stoffwechselprodukte entstehen.
Für Menschen mit bestimmten wiederkehrenden Clostridioides-difficile-Infektionen ist die Übertragung einer mikrobiellen Gemeinschaft bereits eine klinisch relevante Behandlung. Bei Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Reizdarm und Stoffwechselstörungen ist die Lage wesentlich unsicherer. Dieser Ratgeber erklärt, was FMT tatsächlich bewirken kann, wie sie medizinisch durchgeführt wird und wo Forschungsergebnisse bisher keine Therapieempfehlung tragen. [2]
Mehr Pflanzen, mehr Ballaststoffe, vielleicht noch fermentierte Lebensmittel: So lauten die meisten Empfehlungen, wenn es darum geht, die Vielfalt der Darmbakterien zu erhöhen. Doch eine Ernährungsumstellung kann das Mikrobiom deutlich verändern, während die gemessene Diversität nahezu gleich bleibt. Einzelne Bakterien werden häufiger, andere seltener. Die große Zahl auf dem Laborbericht bewegt sich kaum.
Dahinter steckt eine bislang selten erklärte Frage: Was kann vielfältige Ernährung ausrichten, wenn bestimmte Mikroorganismen im Darm fehlen? Woher könnten neue Bakterien kommen, was geschieht bei ihrem Kontakt mit dem bestehenden Mikrobiom, und welche Voraussetzungen müssten erfüllt sein, damit sie dauerhaft bleiben?
Eine im Oktober 2026 veröffentlichte Nature-Studie verleiht dieser Frage eine evolutionsbiologische Dimension. Forscher fanden bei zwei geografisch weit voneinander entfernten, nicht industrialisiert lebenden Bevölkerungsgruppen zahlreiche gemeinsame mikrobielle Arten, die in industrialisierten Populationen selten oder nicht nachweisbar sind. Ob und wie sich solche Verluste beim heutigen Menschen rückgängig machen ließen, ist offen. [1]
Stammzellen können neue Blutzellen hervorbringen, geschädigte Hornhautoberflächen ersetzen helfen und inzwischen sogar Ausgangsmaterial für bestimmte Gentherapien sein. Gleichzeitig werben Anbieter mit Stammzellinjektionen gegen Gelenkverschleiß, neurologische Erkrankungen oder das biologische Altern. Hinter dem gemeinsamen Namen stehen sehr unterschiedliche Behandlungen – mit ebenso unterschiedlicher Beweislage.
Manche Anwendungen gehören seit Jahrzehnten zur Medizin. Andere werden erstmals am Menschen untersucht oder sind nur unter engen Voraussetzungen zugänglich. Bei wieder anderen wird eine regenerative Wirkung versprochen, die klinische Studien bisher nicht bestätigen konnten. Die Internationale Gesellschaft für Stammzellforschung (ISSCR) verlangt deshalb für neue Zellbehandlungen nachvollziehbare Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten sowie unabhängige Kontrolle.[1]
Auch Prolotherapie und PRP (plättchenreiches Plasma) tauchen in diesem Umfeld auf. Sie werden gelegentlich neben Stammzellverfahren angeboten, sind biologisch aber etwas anderes. Dieser Ratgeber erklärt die Verfahren, zeigt Fortschritte und Rückschläge der Forschung und erklärt, was in Deutschland erlaubt ist, welche Qualifikation ein Behandler mitbringen sollte und welche Risiken Patienten kennen müssen.
125 Gramm Heidelbeeren, 125 Gramm dunkle Trauben, dazu Kartoffelstärke, Kochbananenmehl, Akazienfaser, Flohsamen, Kakao, Pflanzenextrakte und einiges mehr. Das Frühstück, das ich 2019 unter dem Namen The Alchemist veröffentlichte, war kein gewöhnlicher Smoothie. Es war der Versuch, sehr unterschiedliche Nahrungsbestandteile miteinander zu kombinieren, von denen einige den Darmbakterien als Substrate dienen können.
Auslöser war ein persönlicher Mikrobiombefund. Ich lebte damals bereits seit vielen Jahren mit Colitis ulcerosa und wollte verstehen, welche Substrate von Darmmikroorganismen überhaupt genutzt werden. Nach intensiver Recherche stellte ich eine tägliche Mischung zusammen. 70 Tage nach der ersten Stuhlprobe folgte ein zweiter Labortest. Einige Bakteriengruppen hatten sich auffallend verändert. Damals war die Freude groß. Sieben Jahre später lohnt sich ein genauerer Blick: Was steckt biochemisch hinter den Zutaten? Was haben Studien am Menschen tatsächlich gezeigt? Und was verraten zwei Laborbefunde – beziehungsweise was verraten sie gerade nicht?
Dieser Artikel dokumentiert eine historische Rezeptur und nimmt ihre Bestandteile wissenschaftlich auseinander. Er ist keine Anleitung zur Behandlung von Darmbeschwerden oder Colitis ulcerosa. Die eingesetzten Mengen waren experimentell, und die spätere Version der Mischung muss nicht an jedem Tag des 70-Tage-Zeitraums identisch gewesen sein.
Nur einmal am Tag essen: Bei der OMAD-Diät wandert die gesamte tägliche Ernährung in eine einzige Mahlzeit. Dazwischen liegen rund 22 bis 23 Stunden ohne kalorienhaltige Nahrung. Das klingt nach einer einfachen Regel, wirft aber einige Fragen auf: Nimmt man damit schneller ab? Hat eine so lange Essenspause besondere Vorteile für den Stoffwechsel? Und kann eine einzige Mahlzeit überhaupt ausreichend versorgen?
OMAD steht für One Meal a Day und ist eine besonders strenge Form des zeitlich begrenzten Essens. Sie kann helfen, die tägliche Energieaufnahme zu reduzieren. Ein gesundheitlicher Zusatznutzen gegenüber weniger restriktiven Ernährungsweisen ist bislang jedoch nicht überzeugend nachgewiesen. Die wenigen direkten Humanstudien liefern ein gemischtes Bild.
Abseits des Gewichts kann die Methode auch aus anderen Gründen interessant erscheinen: etwa weil feste Essenspausen den Tagesablauf vereinfachen oder subjektiv als angenehm für die Verdauung erlebt werden. Gleichzeitig können Hunger, eine sehr große Mahlzeit und gemeinsame Essenszeiten zum Problem werden.
Dieser Ratgeber zeigt, was über OMAD tatsächlich bekannt ist, wo verbreitete Versprechen über die Daten hinausgehen und worauf es ankommt, wenn aus einer Fastenidee eine dauerhaft tragfähige Ernährungsweise werden soll.
Intervallfasten klingt zunächst verblüffend einfach: einige Stunden essen, einige Stunden nichts essen. Besonders bekannt ist die 16:8-Methode mit acht Stunden Essenszeit und 16 Stunden Nahrungspause. Rund um diese Zahl haben sich jedoch Erwartungen angesammelt, die wissenschaftlich sehr unterschiedlich gut abgesichert sind.
Hilft 16:8 beim Abnehmen? Beginnt nach 16 Stunden die Autophagie? Ist ein Essensfenster von 12 bis 20 Uhr genauso sinnvoll wie 8 bis 16 Uhr? Und steckt hinter Dinner-Cancelling tatsächlich mehr als eine alte Ernährungsregel?
Die Humanforschung ist inzwischen groß genug, um einige dieser Fragen recht klar zu beantworten. Intervallfasten kann eine praktikable Ernährungsstruktur sein und verschiedene Stoffwechselparameter beeinflussen. Eine magische 16-Stunden-Schwelle gibt es dagegen nicht. Besonders interessant ist ein Befund, der in der populären Fastendiskussion lange zu wenig Beachtung fand: Der Zeitpunkt des Essens könnte mindestens so relevant sein wie die Länge des Essensfensters.
Dieser Ratgeber beginnt deshalb beim bekannten 16:8-Prinzip und folgt anschließend der biologisch interessanteren Spur: Was verändert sich während einer Essenspause, was zeigen randomisierte Humanstudien zu Gewicht und Stoffwechsel – und wie viel Longevity steckt tatsächlich im Intervallfasten?