Alpha-Ketoglutarat (AKG): Wirkung, CaAKG und Longevity-Forschung

Alpha-Ketoglutarat zwischen Zellstoffwechsel, Mitochondrien und Longevity-Forschung

Alpha-Ketoglutarat ist ein ganz normaler Bestandteil des menschlichen Stoffwechsels. Als Zwischenprodukt des Citratzyklus begegnet es nahezu jedem, der sich etwas tiefer mit Mitochondrien und Zellenergie beschäftigt. Inzwischen taucht dieselbe Verbindung unter den Kürzeln AKG und CaAKG auch regelmäßig in der Longevity-Forschung auf.[1]

Das macht das Thema leicht missverständlich. Die biologische Funktion von Alpha-Ketoglutarat ist gut beschrieben. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass zusätzlich eingenommenes Calcium-Alpha-Ketoglutarat den Stoffwechsel verbessert, das biologische Alter senkt oder gar das Leben verlängert. Gerade bei AKG liegen etablierte Biochemie, Tierexperimente, Alterungsmarker und erste Humandaten dicht nebeneinander.

Dieser Ratgeber trennt diese Ebenen. Du erfährst, was AKG im Körper tatsächlich macht, warum der Stoff für die Alternsforschung interessant geworden ist und wie weit die Evidenz für CaAKG als Nahrungsergänzung beim Menschen reicht.

Was ist Alpha-Ketoglutarat (AKG)?

Alpha-Ketoglutarat – auch α-Ketoglutarat, 2-Oxoglutarat oder kurz AKG genannt – ist ein körpereigenes Stoffwechselmolekül. Es gehört zu den Zwischenprodukten des Citratzyklus, über den Zellen Kohlenstoffverbindungen aus Kohlenhydraten, Fetten und Aminosäuren weiterverarbeiten. Gleichzeitig verbindet AKG den Citratzyklus mit dem Aminosäure- und Stickstoffstoffwechsel.[1]

AKG ist damit weder ein Vitamin noch ein essentieller Nährstoff, der grundsätzlich von außen zugeführt werden müsste. Der Körper bildet und verbraucht es fortlaufend. Seine Konzentration hängt vom jeweiligen Gewebe, dem Stoffwechselzustand und den Reaktionen ab, in denen AKG gerade entsteht oder eingesetzt wird.[1]

Was ist Calcium-Alpha-Ketoglutarat (CaAKG)?

Calcium-Alpha-Ketoglutarat (CaAKG) ist ein Calciumsalz der Alpha-Ketoglutarsäure. Diese Form wird in Nahrungsergänzungsmitteln und auch in mehreren Studien zur Alterungsforschung verwendet. AKG und CaAKG beschreiben deshalb nicht exakt dasselbe: AKG ist das biologisch vorkommende Stoffwechselmolekül, CaAKG eine Salzform, über die Alpha-Ketoglutarat zugeführt werden kann.

BegriffWas ist damit gemeint?Wo begegnet er?
AKG / α-KetoglutaratKörpereigenes Zwischenprodukt des Citratzyklus und weiterer StoffwechselwegeBiochemie, Stoffwechsel- und Grundlagenforschung
CaAKGCalciumsalz von Alpha-KetoglutaratUnter anderem in Nahrungsergänzungsmitteln und Interventionsstudien
AAKGArginin-Alpha-Ketoglutarat, also eine Verbindung von Arginin mit Alpha-KetoglutaratVor allem Sporternährung; nicht mit CaAKG gleichzusetzen

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Welche Wirkung hat Alpha-Ketoglutarat im Stoffwechsel?

Im Citratzyklus liegt AKG zwischen Isocitrat und Succinyl-CoA. Bei seiner weiteren Umsetzung durch den Alpha-Ketoglutarat-Dehydrogenase-Komplex entsteht unter anderem NADH. Dieses trägt Elektronen zur mitochondrialen Atmungskette, in der schließlich ein großer Teil des zellulären ATP gebildet wird.[1] Wie Citratzyklus, NADH, Atmungskette und ATP zusammenspielen, erklären wir ausführlicher im Ratgeber zur Zellatmung und ATP-Synthese.

Infografik zu Alpha-Ketoglutarat als Verbindung zwischen Citratzyklus und Aminosäurestoffwechsel

AKG selbst ist dabei kein Energieträger wie ATP. Auch die Schlussfolgerung „mehr AKG bedeutet mehr Zellenergie“ wäre zu einfach. Ein Stoffwechselweg funktioniert über aufeinander abgestimmte Reaktionen, Enzyme, Substrate und Konzentrationsverhältnisse. Die zusätzliche Zufuhr eines einzelnen Zwischenprodukts beschleunigt diesen Kreislauf nicht automatisch.

Eine zweite Aufgabe führt aus dem Citratzyklus heraus. AKG kann durch Transaminierungsreaktionen in Glutamat übergehen und steht damit in engem Austausch mit dem Aminosäure- und Stickstoffstoffwechsel. Über Glutamat bestehen weitere Verbindungen unter anderem zu Glutamin und anderen Aminosäuren.[1]

Diese Position an der Kreuzung mehrerer Stoffwechselwege erklärt, warum AKG biologisch interessanter ist als ein bloßer Punkt auf einer Citratzyklus-Grafik. Für die Longevity-Forschung kommt noch eine weitere Eigenschaft hinzu.

Warum interessiert sich die Longevity-Forschung für AKG?

Ein Teil der Alterungsforschung beschäftigt sich mit der Frage, wie der Stoffwechsel Informationen an andere Zellprozesse weitergibt. Genau hier besitzt Alpha-Ketoglutarat eine bemerkenswerte Funktion: Es dient einer großen Gruppe sogenannter α-KG-abhängiger Dioxygenasen als notwendiges Co-Substrat.[2]

Zu dieser Enzymfamilie gehören unter anderem TET-Enzyme und JmjC-Domänen-haltige Histondemethylasen. TET-Enzyme wirken an chemischen Veränderungen methylierter DNA-Bausteine mit, während JmjC-Enzyme Methylgruppen von Histonen entfernen können. Beide Systeme beeinflussen damit Prozesse, die zur epigenetischen Regulation von Genaktivität gehören.[2]

AKG als Verbindung zwischen Stoffwechsel und Genregulation

Infografik zur Verbindung von Alpha-Ketoglutarat mit Stoffwechsel, Epigenetik und zellulärer Regulation

Bei diesen Enzymreaktionen wird Alpha-Ketoglutarat zusammen mit Sauerstoff und weiteren Cofaktoren umgesetzt; dabei entstehen unter anderem Succinat und Kohlendioxid.[2] Damit kann der Stoffwechselzustand einer Zelle mitbestimmen, unter welchen Bedingungen bestimmte regulatorische Enzyme arbeiten.

Das ist eine biologisch spannende Verbindung zwischen Metabolismus und Epigenetik. Sie beweist jedoch nicht, dass oral eingenommenes CaAKG beim Menschen die DNA-Methylierung in einer gewünschten Richtung verändert. Zwischen einem notwendigen Molekül in einer Enzymreaktion und einer wirksamen Intervention liegen mehrere zusätzliche Nachweisschritte.

Ein weiterer Forschungsstrang betrifft mTOR. In einem viel beachteten Experiment mit dem Fadenwurm Caenorhabditis elegans wurde AKG mit einer Hemmung der ATP-Synthase und einer verminderten TOR-Signalaktivität in Verbindung gebracht.[3] Der mTOR- und mTORC1-Signalweg reagiert auf Nährstoff- und Wachstumssignale und gehört selbst zu den intensiv untersuchten Systemen der Alternsbiologie.

Ein Mechanismus ist noch kein Supplementeffekt

AKG gehört zum menschlichen Stoffwechsel und wird von bestimmten Enzymen benötigt. Daraus lässt sich nicht direkt ableiten, dass zusätzliches CaAKG diese Prozesse beim Menschen verbessert. Für eine solche Aussage braucht es Interventionsstudien, die genau diese Zufuhr und einen relevanten Endpunkt untersuchen.

Was zeigen Tiermodelle zu AKG und Lebensspanne?

Der moderne Longevity-Hype um AKG begann nicht mit Nahrungsergänzungsmitteln für Menschen, sondern mit Modellorganismen. 2014 berichtete eine Arbeitsgruppe in Nature, dass zusätzliches Alpha-Ketoglutarat die Lebensspanne von C. elegans deutlich verlängerte. Die Autoren verbanden den Effekt mit einer Hemmung der ATP-Synthase, einer geringeren TOR-Aktivität und verstärkter Autophagie.[3]

Die Studie lieferte damit eine plausible experimentelle Geschichte: Ein Stoffwechselmetabolit verändert in einem einfachen Organismus Signalwege, die bereits mit Nährstoffwahrnehmung und Alterung verbunden waren. Für den Menschen sagt ein solcher Versuch zunächst wenig über wirksame Dosierungen, Langzeitsicherheit oder Lebensverlängerung aus.

CaAKG bei alten Mäusen: die Studie von 2020

2020 folgte eine Studie, die CaAKG bei alternden Mäusen untersuchte. Insgesamt wurden zwei Kohorten von C57BL/6-Mäusen betrachtet; die Intervention begann im Alter von 18 Monaten. CaAKG wurde mit zwei Prozent dem Futter zugesetzt.[4]

Bei weiblichen Tieren verlängerte sich die mediane verbleibende Lebensdauer nach Beginn der Behandlung in den beiden Kohorten um etwa 16,6 beziehungsweise 10,5 Prozent. Bei den männlichen Tieren lagen die entsprechenden Veränderungen bei etwa 9,6 und 12,8 Prozent, die Überlebenskurven unterschieden sich dort jedoch nicht statistisch signifikant.[4]

Interessant war daneben die Gesundheitsspanne. Die Forschenden erfassten wiederholt einen Frailty-Index (Index für Gebrechlichkeit) mit verschiedenen altersabhängigen Merkmalen. Unter CaAKG traten mehrere dieser Merkmale später auf beziehungsweise konzentrierten sich stärker auf die letzte Lebensphase. Gleichzeitig fanden sich Veränderungen systemischer Entzündungsmarker; die Autoren diskutierten eine Beteiligung von Interleukin-10.[4]

Die Arbeit war damit mehr als eine reine Überlebensstudie. Sie lieferte Hinweise auf eine veränderte Morbiditäts- und Frailty-Entwicklung im Mausmodell. Zugleich wurden kommerzielle Verbindungen mehrerer Autoren sowie eine Patentanmeldung im Zusammenhang mit der Entdeckung offengelegt.[4]

Die Entzündungsbefunde passen zu einer größeren Forschungsfrage: Wie hängen chronisch veränderte Immun- und Entzündungssignale mit dem Altern zusammen? Den Hintergrund dazu erklären wir im Ratgeber über Inflammaging.

Zwei ITP-Tests: kein Lebensdauereffekt in genetisch heterogenen Mäusen

Zu einem vollständigen Bild gehören die Ergebnisse des US-amerikanischen Interventions Testing Program (ITP), das mögliche Geroprotektoren parallel an mehreren Standorten in genetisch heterogenen UM-HET3-Mäusen prüft. AKG wurde dort bereits in einem früheren Durchgang mit Behandlungsbeginn im Alter von 18 Monaten getestet – ausdrücklich, um den späten Start der 2020 veröffentlichten C57BL/6J-Studie nachzubilden. Dabei zeigte sich weder bei männlichen noch bei weiblichen Tieren ein signifikanter Lebensdauereffekt.[5]

Die Forschenden hielten einen Beginn mit 18 Monaten für möglicherweise zu spät und wiederholten den Versuch deshalb mit derselben AKG-Dosis, diesmal ab einem Alter von sieben Monaten. Auch bei diesem früheren Start verlängerte AKG die Lebensspanne weder bei männlichen noch bei weiblichen UM-HET3-Mäusen signifikant.[5]

Damit verschwindet die Studie von 2020 nicht. Die Mauslinien unterscheiden sich: Dort wurden C57BL/6J-Mäuse untersucht, beim ITP genetisch heterogene UM-HET3-Tiere. Für einen robusten Lebensdauereffekt spricht die Gesamtlage inzwischen jedoch weniger stark, weil der Befund weder bei einem vergleichbar späten noch bei einem deutlich früheren Behandlungsbeginn im ITP reproduziert werden konnte.[4][5]

Sinkt Alpha-Ketoglutarat mit dem Alter?

Die Aussage, der AKG-Spiegel nehme beim Menschen im Alter grundsätzlich ab, findet sich häufig in Texten über CaAKG. Die Humanforschung zeichnet bisher kein so einheitliches Bild.

Eine Metabolomstudie mit 146 Erwachsenen zwischen 20 und 97 Jahren verglich unter anderem jüngere und ältere Personen. Im Serum lag Alpha-Ketoglutarat in der älteren Gruppe im Mittel sogar höher. Gleichzeitig waren mehrere weitere Zwischenprodukte aus Glykolyse und Citratzyklus verändert; die Studie untersuchte außerdem Zusammenhänge mit Frailty.[6]

Die Autoren weisen dabei ausdrücklich darauf hin, dass der in früheren Arbeiten häufig zitierte starke Rückgang von zirkulierendem AKG im höheren Lebensalter in ihrer Kohorte nicht zu beobachten war.[6]

Eine andere Arbeit analysierte den Liquor von 92 kognitiv unauffälligen Erwachsenen über eine große Altersspanne. Dort war Alpha-Ketoglutarat negativ mit dem Alter korreliert: Höheres Alter ging im untersuchten Liquor mit niedrigeren AKG-Werten einher.[7]

Diese Befunde widersprechen sich nicht zwingend. Serum und Liquor sind unterschiedliche biologische Kompartimente, die untersuchten Gruppen und Methoden unterscheiden sich ebenfalls. Sie zeigen aber, warum aus einzelnen Messungen kein allgemeines Gesetz „AKG sinkt mit dem Alter“ abgeleitet werden sollte.

Für den Menschen ist bislang nicht überzeugend belegt, dass die systemische AKG-Konzentration mit zunehmendem Alter generell und gleichförmig abnimmt. Wahrscheinlicher ist, dass sich der AKG-Stoffwechsel altersabhängig und gewebespezifisch verändert. Wie relevant einzelne Konzentrationsunterschiede für Gesundheit oder Supplementierung sind, bleibt offen.[6][7]

Was zeigen Humanstudien zu CaAKG?

Infografik zur CaAKG-Forschung von Modellorganismen über Mäuse bis zu Humanstudien

Bei Menschen ist die Forschung deutlich weniger weit als die Tierforschung. Besonders viel Aufmerksamkeit bekamen bisher Studien, die nicht Lebensspanne oder Erkrankungen untersuchten, sondern epigenetische Altersmarker. Das ist ein wichtiger Unterschied: Ein veränderter Biomarker ist noch kein Nachweis dafür, dass sich Gesundheitsspanne oder Lebenserwartung verändert haben.

2021: die vielzitierten „acht Jahre“

2021 erschien eine retrospektive Auswertung von 42 Personen, die im Mittel etwa sieben Monate lang ein kommerzielles Kombinationspräparat namens Rejuvant mit Calcium-Alpha-Ketoglutarat und zusätzlichen Vitaminen verwendet hatten. Vor und nach der Einnahme wurde mit einem speichelbasierten DNA-Methylierungstest ein epigenetisches Alter berechnet. Im Mittel lag der zweite Messwert rund acht Jahre unter dem Ausgangswert.[8]

Das klingt spektakulärer, als das Studiendesign trägt. Es gab keine randomisierte Placebogruppe, die Zahl der Teilnehmer war klein und untersucht wurde ein Kombinationspräparat. Das verwendete epigenetische Testverfahren war zudem ein kommerzieller Test. Mehrere Autoren waren mit den beteiligten Unternehmen verbunden.[8]

Aus der Studie lässt sich daher weder schließen, dass CaAKG allein den beobachteten Unterschied verursachte, noch dass die Teilnehmer physiologisch um acht Jahre „verjüngt“ wurden.

2026: größere Beobachtungsdaten liefern ein weiteres Signal

Im Mai 2026 wurde eine deutlich größere Auswertung veröffentlicht. Sie umfasste 4.260 überwiegend gesundheitsinteressierte Personen, die zwischen 2020 und 2025 mindestens einen speichelbasierten epigenetischen Test gekauft und Angaben zu Lebensstil, Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten gemacht hatten.[9]

Nutzer eines kommerziellen Kombinationspräparats aus verzögert freisetzendem CaAKG und Vitaminen – Rejuvant, also desselben Produkts, das bereits in der Studie von 2021 untersucht worden war – wiesen in der Querschnittsanalyse im Mittel einen um etwa 1,8 Jahre niedrigeren altersbereinigten epigenetischen Alterswert auf. Für reguläre AKG-Produkte zeigte sich dagegen nur ein kleinerer, statistisch nicht signifikanter Unterschied.[9]

Die Arbeit ist damit kein unabhängiger Nachweis für reines CaAKG. Zudem überschneiden sich Autorenschaft und kommerzieller Forschungskontext teilweise mit der früheren Rejuvant-Studie, was bei der Bewertung des Befunds berücksichtigt werden sollte.[8][9]

Auch dieses Ergebnis beweist keine Wirkung. Supplementnutzer unterschieden sich in dieser Kohorte generell von Nichtnutzern. Die Stichprobe bestand aus Menschen, die freiwillig kommerzielle Alterstests erworben hatten und besonders stark an Gesundheit und Longevity interessiert waren. Angaben zur Einnahme beruhten auf Fragebögen; Dosierung und Einnahmehäufigkeit waren nicht für alle Personen verfügbar.[9]

Hinzu kommt ein aufschlussreicher Punkt: In der kleineren longitudinalen Teilgruppe ließ sich für die anhand der Fragebögen identifizierten Nutzer von Rejuvant kein statistisch signifikanter Rückgang des Altersmarkers über die Zeit zeigen. Diese Analyse umfasste allerdings nur wenige entsprechende Nutzer und war nicht mit einer randomisierten Interventionsstudie vergleichbar.[9]

Was kontrollierte Studien klären sollen

Genau diese Lücke soll die ABLE-Studie schließen. Sie wurde als doppelblinde, randomisierte und placebokontrollierte Studie mit 120 grundsätzlich gesunden Erwachsenen zwischen 40 und 60 Jahren geplant, deren gemessenes DNA-Methylierungsalter über ihrem chronologischen Alter lag. Die Interventionsgruppe erhielt sechs Monate lang täglich 1 Gramm CaAKG mit verzögerter Freisetzung, gefolgt von drei Monaten Nachbeobachtung.[10]

Als primärer Endpunkt wurde die Veränderung des DNA-Methylierungsalters festgelegt. Zusätzlich werden unter anderem Entzündungs- und Stoffwechselparameter, Handgriffkraft, Beinstreckkraft, arterielle Steifigkeit und aerobe Leistungsfähigkeit untersucht.[10] Eine spätere Publikation beschrieb die erfolgreiche Rekrutierung von 120 Personen.[11]

Am 25. September 2026 erschien eine weitere ABLE-Auswertung. Sie untersuchte die praktische Nutzung von Bewegungssensoren, Therapietreue und Studienabbrüche. Die Arbeit bestätigt das randomisierte Design und die sechsmonatige Einnahme von 1 Gramm pro Tag, berichtet aber noch nicht das primäre Ergebnis zur Veränderung des epigenetischen Alters.[12] Im Studienregister sind die Hauptresultate derzeit ebenfalls noch nicht veröffentlicht.[13]

Daneben wurde in China eine weitere randomisierte und placebokontrollierte Studie mit 34 Teilnehmern durchgeführt. Über zwölf Wochen wurden 2 Gramm CaAKG pro Tag untersucht, verteilt auf morgens und abends. Primärer Endpunkt war die Veränderung des PhenoAge nach zwölf Wochen – eines aus klinischen Blutwerten berechneten biologischen Altersmarkers und keiner DNA-Methylierungsuhr. Die Studie wurde von Shenzhen Hygieia Biotech Co., Ltd. als Industriesponsor verantwortet und gemeinsam mit der Zhejiang Chinese Medical University durchgeführt. Der am 16. September 2026 aktualisierte Registereintrag führt die Studie als abgeschlossen; Ergebnisse sind Ende September 2026 noch nicht veröffentlicht.[14]

HumanstudieDesignWas wurde beobachtet oder geprüft?Zentrale Grenze
Demidenko et al. 2021Retrospektiv, 42 PersonenNiedrigeres DNA-Methylierungsalter nach durchschnittlich etwa 7 MonatenKeine Placebogruppe, Kombinationspräparat, kommerzieller Test[8]
Pabis et al. 2026Beobachtungskohorte, 4.260 PersonenQuerschnittlich niedrigerer Altersmarker bei Nutzern des Kombinationspräparats Rejuvant aus verzögert freisetzendem CaAKG und VitaminenKeine Randomisierung, Healthy-User- und Selektionsbias möglich; kein unabhängiger Nachweis für reines CaAKG[8][9]
ABLERandomisiert, doppelblind, Placebo, 120 PersonenDNA-Methylierungsalter und weitere funktionelle beziehungsweise metabolische EndpunktePrimäre Wirksamkeitsergebnisse bislang nicht veröffentlicht[10][12][13]
NCT07114536Randomisiert, placebokontrolliert, 34 PersonenVeränderung von PhenoAge nach 12 WochenIndustriegesponsert; Ergebnisse bislang nicht veröffentlicht[14]

Was bedeutet ein niedrigeres epigenetisches Alter?

Epigenetische Altersuhren berechnen aus bestimmten Mustern der DNA-Methylierung einen statistischen Alterswert. Je nach verwendeter Uhr wurden die Modelle für unterschiedliche Ziele entwickelt: Manche sollen das chronologische Alter möglichst gut vorhersagen, andere wurden stärker auf Krankheits- oder Sterblichkeitsrisiken beziehungsweise auf Veränderungen über die Zeit trainiert.[15]

Ein solcher Wert ist deshalb kein direkt gemessenes „wahres biologisches Alter“. Verschiedene Uhren können bei derselben Person unterschiedliche Resultate liefern, weil sie andere DNA-Stellen und mathematische Modelle verwenden. Auch die biologische Bedeutung einer Veränderung ist nicht für jede Uhr gleich gut geklärt.[15]

Besonders wichtig für Interventionsstudien ist die Trennung zwischen Biomarker und klinischem Ergebnis. Selbst wenn eine Behandlung einen epigenetischen Alterswert senkt, folgt daraus nicht automatisch, dass Menschen seltener krank werden, länger funktionell bleiben oder länger leben.

Wer tiefer verstehen möchte, wie solche Tests aufgebaut sind, findet die verschiedenen Uhrentypen und ihre Grenzen in unserem Ratgeber Biologisches Alter testen: Was Alterstests wirklich messen.

„Acht Jahre jünger“ beschreibt keinen achtjährigen Verjüngungseffekt

Die Zahl aus der kleinen Studie von 2021 stammt aus einem DNA-Methylierungsmodell.[8] Sie bedeutet, dass der berechnete epigenetische Alterswert nach der Intervention niedriger ausfiel. Daraus lässt sich weder eine um acht Jahre verjüngte Körperfunktion noch eine entsprechende Verlängerung der Gesundheitsspanne oder Lebensdauer ableiten.

CaAKG als Nahrungsergänzung: Form, Studiendosen und Einnahme

Wer nach CaAKG sucht, stößt schnell auf unterschiedliche Produkte, Mengenangaben und Begriffe. Für die Bewertung ist zunächst entscheidend, welche Substanz tatsächlich enthalten ist. CaAKG bezeichnet das Calciumsalz von Alpha-Ketoglutarat. AAKG steht dagegen für Arginin-Alpha-Ketoglutarat und ist eine andere Verbindung, die vor allem aus der Sporternährung bekannt ist. Studien zu CaAKG lassen sich nicht einfach auf AAKG übertragen.

Auch innerhalb der CaAKG-Forschung sind die Präparate nicht identisch. Die Studie von 2021 untersuchte das kommerzielle Kombinationspräparat Rejuvant mit CaAKG und zusätzlichen Vitaminen.[8] Die ABLE-Studie verwendet eine CaAKG-Form mit verzögerter Freisetzung.[10] Die 2026 veröffentlichte Beobachtungsanalyse erfasste Rejuvant mit verzögert freisetzendem CaAKG und Vitaminen getrennt von anderen AKG-Produkten.[9]

Welche Mengen werden in Studien verwendet?

Die bislang verwendeten Mengen lassen sich als Forschungsprotokolle beschreiben, nicht als Einnahmeempfehlung. In ABLE werden 1 Gramm CaAKG pro Tag über sechs Monate geprüft.[10] In der kleineren chinesischen Studie wurden 2 Gramm pro Tag über zwölf Wochen eingesetzt.[14]

StudieUntersuchte MengeDauer
ABLE1 g CaAKG pro Tag, verzögerte Freisetzung6 Monate + 3 Monate Nachbeobachtung[10]
NCT071145362 g CaAKG pro Tag12 Wochen[14]

Wann sollte CaAKG eingenommen werden?

Für einen bestimmten Einnahmezeitpunkt gibt es bislang keinen belastbaren Humanbeleg. Die chinesische Studie teilte ihre Tagesmenge auf morgens und abends auf.[14] Damit wurde jedoch nicht untersucht, ob diese Aufteilung besser ist als eine einmalige Einnahme oder ob morgens, abends, nüchtern oder zu einer Mahlzeit ein Vorteil besteht.

Aus einem Studienprotokoll sollte daher keine vermeintlich optimale Einnahmeregel abgeleitet werden. Wer ein konkretes Präparat verwendet, kann sich hinsichtlich der praktischen Einnahme zunächst an dessen Kennzeichnung halten.

Nebenwirkungen, Sicherheit und Rechtsrahmen

Die Humanforschung zu CaAKG ist bislang zu klein, um ein umfassendes Langzeit-Sicherheitsprofil für eine mehrjährige Einnahme gesunder Menschen abzuleiten. Ein großer Teil der bisherigen Aufmerksamkeit richtet sich zudem auf Biomarker und Machbarkeit, während umfangreiche kontrollierte Sicherheitsdaten noch fehlen.[8][10][12]

Das ist etwas anderes als der Nachweis eines besonderen Risikos. Es bedeutet zunächst, dass die Datenmenge begrenzt ist. Gerade bei längerfristiger Einnahme sollte berücksichtigt werden, dass CaAKG zugleich Calcium liefert und kommerzielle Präparate weitere Bestandteile enthalten können. Die tatsächliche Zusammensetzung und Tagesmenge des jeweiligen Produkts bleibt daher relevant.

Bei Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Erkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte eine längerfristige Supplementierung mit dem behandelnden Arzt oder Apotheker besprochen werden, solange belastbare Daten für diese Situationen fehlen.

Wie ist CaAKG rechtlich in der EU zu betrachten?

Beim Lebensmittelrecht müssen zwei Fragen getrennt betrachtet werden: Darf ein Stoff in einem Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden – und welche gesundheitlichen Wirkungen dürfen für ein solches Produkt beworben werden?

Der Novel-Food-Status betrifft die erste Frage. Calcium-Alpha-Ketoglutarat wird im europäischen Novel-Food-Kontext derzeit als nicht neuartig für die Verwendung in Nahrungsergänzungsmitteln geführt.[16] Der Novel Food Status Catalogue dient dabei als Orientierung und ist keine eigenständige Zulassung jeder denkbaren Produktform oder Verwendung. Produktbezogene und nationale Anforderungen bleiben davon unberührt.

Für Wirkversprechen gilt zusätzlich die Health-Claims-Verordnung. Gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel sind grundsätzlich nur zulässig, wenn sie die regulatorischen Voraussetzungen erfüllen und als zugelassene Angaben geführt werden.[17]

Im EU-Register ist für Alpha-Ketoglutarat beziehungsweise CaAKG derzeit kein spezifischer zugelassener Health Claim zu Longevity, einer Verlangsamung des Alterns, einer Senkung des biologischen Alters oder einer besonderen Steigerung der „Zellenergie“ ersichtlich.[18] Interessante Tierstudien oder Veränderungen epigenetischer Marker begründen deshalb kein entsprechendes Produktversprechen.

Enthält ein CaAKG-Präparat relevante Mengen Calcium, können für Calcium zugelassene Angaben unter den jeweils geltenden Verwendungsbedingungen eine andere Frage sein. Ein Calcium-Claim belegt jedoch keine Longevity-Wirkung von Alpha-Ketoglutarat.

Wie belastbar ist die Longevity-Evidenz?

Bei Alpha-Ketoglutarat stehen sehr unterschiedliche Erkenntnisstufen nebeneinander. Die folgende Übersicht trennt das biologisch Gesicherte von den Fragen, die erst noch beantwortet werden müssen.

AussageEvidenzstandWas lässt sich daraus ableiten?
AKG ist Bestandteil des Citratzyklus und des Aminosäurestoffwechsels.Etablierte BiologieDie physiologische Rolle des körpereigenen Moleküls ist gut beschrieben.[1]
AKG wird von verschiedenen Dioxygenasen benötigt.Etablierter MechanismusStoffwechsel und epigenetische beziehungsweise regulatorische Prozesse sind biochemisch miteinander verbunden.[2]
AKG kann die Lebensspanne von Modellorganismen beeinflussen.ExperimentellPositive Befunde existieren unter anderem bei C. elegans.[3]
CaAKG zeigte in einer Mausstudie Effekte auf Gesundheitsspanne und Lebensdauer.Uneinheitliche TierdatenEine Studie berichtete deutliche Effekte auf Merkmale der Gesundheitsspanne und teilweise auf die Lebensdauer; das ITP bestätigte den Lebensdauereffekt weder bei spätem noch bei früherem Behandlungsbeginn.[4][5]
CaAKG beziehungsweise CaAKG-haltige Präparate sind mit niedrigeren epigenetischen Altersmarkern beim Menschen verbunden.Erste, aber nicht kausal gesicherte HinweiseKleine retrospektive und größere beobachtende Daten liefern Signale; beide betreffen ein Kombinationspräparat, und kontrollierte Hauptergebnisse stehen aus.[8][9][10]
CaAKG verlangsamt das menschliche Altern.Nicht belegtVeränderungen einzelner Biomarker reichen für diese Aussage nicht aus.
CaAKG verlängert die menschliche Lebensdauer.Nicht belegtDafür existieren bislang keine entsprechenden Humanstudien.

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Vom AKG-Molekül zur nächsten Frage

Fazit: AKG verbindet solide Biochemie mit noch offener Longevity-Forschung

Alpha-Ketoglutarat ist biologisch weit mehr als ein Modebegriff aus der Supplementwelt. Es gehört zum Citratzyklus, verbindet Energie- mit Aminosäurestoffwechsel und dient verschiedenen regulatorischen Enzymen als Co-Substrat.[1][2] Diese Funktionen sind etablierte Biochemie.

Spannender und zugleich unsicherer wird es bei der Longevity-Forschung. AKG verlängerte die Lebensspanne einfacher Modellorganismen, und eine CaAKG-Studie von 2020 berichtete bei alternden Mäusen weniger Frailty sowie geschlechtsspezifische Lebensdauereffekte.[3][4] Das Interventions Testing Program konnte einen Lebensdauereffekt von AKG in genetisch heterogenen Mäusen dagegen weder bei einem Beginn mit 18 Monaten noch bei einem früheren Beginn mit sieben Monaten bestätigen.[5]

Beim Menschen gibt es bislang vor allem Daten zu epigenetischen Altersmarkern. Die kleine Studie von 2021 und eine größere Beobachtungsanalyse von 2026 liefern interessante Signale, beziehen sich jedoch beide auf das CaAKG- und Vitamin-Kombinationspräparat Rejuvant und erlauben keinen sicheren Kausalschluss.[8][9] Randomisierte Studien wie ABLE sind deshalb wesentlich aussagekräftiger. Ihre entscheidenden Wirksamkeitsergebnisse liegen derzeit noch nicht veröffentlicht vor.[10][12][13]

Damit bleibt CaAKG ein nachvollziehbarer Forschungsgegenstand, aber noch keine belegte Longevity-Intervention beim Menschen. Die kommenden kontrollierten Ergebnisse werden deutlich mehr Gewicht haben als die bisher häufig zitierten Altersangaben aus kommerziellen DNA-Methylierungstests.

FAQ – Häufige Fragen zu Alpha-Ketoglutarat und CaAKG

Was ist der Unterschied zwischen AKG und CaAKG?

AKG beziehungsweise Alpha-Ketoglutarat ist ein körpereigenes Stoffwechselmolekül und Zwischenprodukt des Citratzyklus.[1] CaAKG ist das Calciumsalz von Alpha-Ketoglutarat und wird unter anderem in Nahrungsergänzungsmitteln sowie in Longevity-Studien eingesetzt.

Ist CaAKG dasselbe wie AAKG?

Nein. CaAKG steht für Calcium-Alpha-Ketoglutarat. AAKG bezeichnet Arginin-Alpha-Ketoglutarat und kombiniert Alpha-Ketoglutarat mit der Aminosäure Arginin. Studien zu CaAKG können daher nicht automatisch auf AAKG übertragen werden.

Kann CaAKG das biologische Alter senken?

Eine kleine retrospektive Studie und eine größere Beobachtungskohorte berichteten niedrigere epigenetische Alterswerte im Zusammenhang mit einem CaAKG- und Vitamin-Kombinationspräparat.[8][9] Daraus lässt sich bislang keine gesicherte Wirkung von CaAKG ableiten. Die primären Ergebnisse größerer randomisierter und placebokontrollierter Studien stehen noch aus.[10][13]

Verlängert Alpha-Ketoglutarat das Leben?

Bei Modellorganismen wurden Lebensdauereffekte beobachtet.[3][4] Das Interventions Testing Program fand bei genetisch heterogenen Mäusen dagegen weder bei einem späten noch bei einem früheren Behandlungsbeginn einen signifikanten Lebensdauereffekt von Alpha-Ketoglutarat.[5] Für eine Verlängerung der menschlichen Lebensdauer durch AKG oder CaAKG gibt es bislang keinen Nachweis.

Wie viel CaAKG wurde in Humanstudien verwendet?

Die ABLE-Studie untersucht 1 Gramm CaAKG mit verzögerter Freisetzung pro Tag über sechs Monate.[10] Eine kleinere chinesische Studie setzte 2 Gramm täglich über zwölf Wochen ein.[14] Diese Studiendosen sind Forschungsprotokolle und keine allgemeine Einnahmeempfehlung.

Wann sollte man CaAKG einnehmen?

Ein optimaler Einnahmezeitpunkt ist durch Humanstudien bislang nicht belegt. Einzelne Studien verwenden bestimmte Einnahmeschemata, vergleichen diese aber nicht systematisch miteinander.[10][14] Daraus lässt sich keine wissenschaftlich gesicherte Empfehlung für morgens, abends oder eine nüchterne Einnahme ableiten.

Welche Nebenwirkungen hat CaAKG?

Die bisherige Humanforschung reicht nicht aus, um Häufigkeit und Art möglicher Nebenwirkungen einer langjährigen CaAKG-Einnahme zuverlässig zu bestimmen. Die vorhandenen Studien unterscheiden sich außerdem hinsichtlich Präparat, Dosierung und Dauer.[8][10][12] Eine begrenzte Datenlage ist weder ein Beleg für besondere Risiken noch ein Nachweis langfristiger Sicherheit.

Wissenschaftliche und rechtliche Quellen

  • [1] Wu N, Yang M, Gaur U, Xu H, Yao Y, Li D, et al. Alpha-Ketoglutarate: Physiological Functions and Applications. Biomolecules & Therapeutics. 2016;24(1):1–8. DOI: 10.4062/biomolther.2015.078.
  • [2] Zdzisińska B, Żurek A, Kandefer-Szerszeń M. Alpha-Ketoglutarate as a Molecule with Pleiotropic Activity: Well-Known and Novel Possibilities of Therapeutic Use. Archivum Immunologiae et Therapiae Experimentalis. 2017;65(1):21–36. DOI: 10.1007/s00005-016-0406-x.
  • [3] Chin RM, Fu X, Pai MY, et al. The metabolite α-ketoglutarate extends lifespan by inhibiting ATP synthase and TOR. Nature. 2014;510(7505):397–401. DOI: 10.1038/nature13264.
  • [4] Asadi Shahmirzadi A, Edgar D, Liao CY, et al. Alpha-Ketoglutarate, an Endogenous Metabolite, Extends Lifespan and Compresses Morbidity in Aging Mice. Cell Metabolism. 2020;32(3):447–456.e6. DOI: 10.1016/j.cmet.2020.08.004.
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  • [9] Pabis K, Wang W, Selvarajoo K, et al. Supplements and Drugs Are Associated With Biological Age in a Cohort of Exceptionally Healthy Individuals. Aging Cell. 2026;25(6):e70517. DOI: 10.1111/acel.70517.
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  • [11] Lim ZM, Chew YE, Guan L, et al. Recruitment evaluation of a gerotherapeutic randomized controlled trial testing alpha-ketoglutarate in biologically older, middle-aged adults (ABLE). Experimental Gerontology. 2025;209:112867. DOI: 10.1016/j.exger.2025.112867.
  • [12] Lu JK, Wang W, Chew YE, Guan L, Kennedy BK, Maier AB. Optimizing accelerometer implementation in a gerotherapeutic trial: Feasibility, adherence, and operational insights of ABLE. PLOS Digital Health. 2026;5(9):e0001691. DOI: 10.1371/journal.pdig.0001691.
  • [13] ClinicalTrials.gov. Alpha-ketoglutarate supplementation and BiologicaL agE in middle-aged adults (ABLE). NCT05706389. Studienregister, abgerufen am 29.09.2026.
  • [14] ClinicalTrials.gov. Evaluation of the Efficacy of Calcium α-Ketoglutarate (AKG-Ca) in Improving Human Aging. NCT07114536. Randomisierte, placebokontrollierte Studie; 34 Teilnehmer; 2 g CaAKG pro Tag über 12 Wochen; primärer Endpunkt: Veränderung von PhenoAge. Sponsor: Shenzhen Hygieia Biotech Co., Ltd.; Collaborator: Zhejiang Chinese Medical University. Registereintrag zuletzt aktualisiert am 16.09.2026; Status: abgeschlossen. Ergebnisse bislang nicht veröffentlicht.
  • [15] Liu L, Lai Y, Tian C, et al. The Evolving Landscape of Clinical Aging Clocks: From Epigenetic to Multi-Omics Integration. Aging Cell. 2026;25(6):e70579. DOI: 10.1111/acel.70579.
  • [16] Europäische Kommission. Novel Food Status Catalogue, Eintrag „Alpha-Ketoglutarate Calcium“; Status für Nahrungsergänzungsmittel. Aktueller Katalogstand, abgerufen am 29.09.2026. Der Novel Food Status Catalogue ist eine Orientierungshilfe und keine abschließende Zulassungsentscheidung für ein konkretes Produkt.
  • [17] Europäische Union. Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel, insbesondere Artikel 10, in der geltenden Fassung.
  • [18] Europäische Kommission. EU Register of Nutrition and Health Claims Made on Foods. Recherche zu Alpha-Ketoglutarat / Calcium-Alpha-Ketoglutarat und Longevity-bezogenen Angaben; abgerufen am 29.09.2026.

Weiterführende Ratgeber auf Gesundheitsfundament

Abgelegt unter: akg , alpha-ketoglutarat , biologisches alter , caakg , citratzyklus , epigenetisches alter , inflammaging , Longevity , Mitochondrien , mtor

Über Jann Glasmachers

Mein Name ist Jann Glasmachers. Ich bin Gründer und Inhaber des Gesundheitsfundaments und habe Ausbildungen zum Heilpraktiker sowie zum holistischen Gesundheits-, Vitalkost- und Lebensberater absolviert. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Ernährungswissenschaft, Mikronährstoffen und den biologischen Zusammenhängen von Gesundheit und Krankheit. Meine Ratgeber entstehen durch die systematische Auswertung wissenschaftlicher Studien, Fachliteratur und medizinischer Leitlinien. Dabei ist mir besonders wichtig, zwischen gesicherten Erkenntnissen, biologisch plausiblen Mechanismen und offenen Forschungsfragen zu unterscheiden. Mein Ziel: Gesundheit so lange erklären, bis Verständnis entsteht.

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