Silizium: Was im Körper passiert – und was nicht belegt ist

Siliziumhaltige Lebensmittel wie Getreide und Gemüse neben einem Glas Wasser

Silizium begegnet einem in Gesundheitsratgebern fast immer in derselben Nachbarschaft: Haut, Haare, Nägel, Bindegewebe, Knochen und Gelenke. Wer weiterliest, stößt auf Kieselsäure, Kieselerde, „organisches Silizium“ und irgendwann häufig auf die Behauptung, Silizium könne Aluminium binden oder sogar aus dem Körper entfernen.

Die wissenschaftliche Ausgangslage ist ungewöhnlicher. Das Bundesinstitut für Risikobewertung verweist darauf, dass Silizium von der EFSA als nicht essenzieller Nährstoff eingestuft wurde. Eine spezifische biochemische Funktion beim Menschen ist bislang nicht eindeutig identifiziert, empfohlene Aufnahmemengen gibt es weder von der EFSA noch von den D-A-CH-Gesellschaften und bekannte Siliziummangelerscheinungen beim Menschen sind nicht etabliert.[1]

Gleichzeitig ist Silizium keineswegs unerforscht. Die EFSA hat unter anderem Zusammenhänge mit Kollagen und Bindegewebe, Knochen, Gelenken, Haut, Haaren und Nägeln sowie einen möglichen Schutz vor einer Aluminiumanreicherung im Gehirn bewertet. Für diese beantragten Wirkungen reichte die wissenschaftliche Evidenz nicht aus, um einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zu bestätigen.[2] Im EU-Register werden entsprechende Silizium-Health-Claims als nicht autorisiert geführt.[3]

Das macht Silizium gerade interessant. Die entscheidende Frage lautet nicht nur: Wurde irgendwo eine Wirkung beobachtet? Sondern: Auf welcher Evidenzstufe wurde sie beobachtet – und was lässt sich daraus tatsächlich für den Menschen ableiten?

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Was ist Silizium?

Silizium, chemisch fachsprachlich auch Silicium, ist ein chemisches Element mit dem Symbol Si. In der Natur liegt es überwiegend gebunden vor, beispielsweise als Siliziumdioxid oder als Bestandteil verschiedener Silikate. Auch in Lebensmitteln und Trinkwasser begegnen uns Siliziumverbindungen – nicht elementares Silizium in seiner technisch bekannten Form.

Für Ernährung und Nahrungsergänzung ist deshalb die chemische Verbindung wichtiger als der Name des Elements allein. Zwei Produkte können beide „Silizium“ nennen und trotzdem Stoffe enthalten, die sich hinsichtlich Löslichkeit und Aufnahme deutlich unterscheiden.

Sind Silizium und Kieselsäure das Gleiche?

Nein. Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Ebenen derselben Stoffwelt.

BegriffWas ist damit gemeint?Warum ist die Unterscheidung wichtig?
Silizium / SiliciumDas chemische Element Si.Der Begriff allein sagt noch nicht, in welcher chemischen Verbindung Silizium vorliegt.
OrthokieselsäureEine kleine, gelöste Kieselsäureform mit der Formel Si(OH)4.Sie kann im Verdauungstrakt vergleichsweise gut aufgenommen werden.
SiliziumdioxidEine Verbindung aus Silizium und Sauerstoff, SiO2.Sie kann in unterschiedlichen physikalischen Formen vorliegen und ist nicht mit gelöster Orthokieselsäure gleichzusetzen.
Kieselsäure / SilicagelSiliziumhaltige Säure beziehungsweise gelartige Formen davon.Auch hier beeinflussen Struktur und Polymerisation die Löslichkeit.
KieselerdeEin Sammelbegriff für siliziumdioxidreiche natürliche Materialien beziehungsweise daraus hergestellte Präparate.Der Produktname beschreibt nicht automatisch eine einheitliche chemische Siliziumform.

Unterschied zwischen Silizium, Orthokieselsäure, Siliziumdioxid und Kieselerde

Diese Unterscheidung findet sich auch im Lebensmittelrecht wieder. Die EU-Richtlinie über Nahrungsergänzungsmittel führt als zulässige Siliziumquellen unter anderem Cholin-stabilisierte Orthokieselsäure, Siliziumdioxid, Kieselsäure in Gelform und Monomethylsilantriol auf.[4]

Dass eine Verbindung als Siliziumquelle für Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden darf, beantwortet allerdings eine regulatorische und sicherheitsbezogene Frage. Daraus folgt noch keine nachgewiesene gesundheitliche Wirkung.

Welche Siliziumform kann der Körper aufnehmen?

Bei der Aufnahme spielt die Löslichkeit eine große Rolle. Kleine, gelöste und wenig polymerisierte Siliziumverbindungen können den Verdauungstrakt leichter passieren als stark polymerisierte oder partikuläre Formen.

Eine Humanuntersuchung verglich verschiedene Lebensmittel und Siliziumquellen. Dabei zeigten sich erhebliche Unterschiede: Monomere Siliziumformen wurden vergleichsweise gut aufgenommen, während die gemessene Aufnahme mit zunehmender Polymerisation deutlich sank. Als Maß verwendeten die Forscher vor allem die Siliziumausscheidung im Urin nach der Einnahme.[5]

Das erklärt, warum eine hohe Siliziummenge auf dem Etikett nicht zwangsläufig bedeutet, dass davon auch entsprechend viel in den Blutkreislauf gelangt.

Bis hierhin reicht für das Grundverständnis

„Silizium“ ist ernährungsphysiologisch kein einheitlicher Stoff. Entscheidend ist, in welcher Verbindung und Löslichkeit es vorliegt. Eine besser aufnehmbare Form beantwortet zunächst die Frage der Bioverfügbarkeit – noch nicht die Frage nach einer gesundheitlichen Wirkung.

Mit dieser Trennung lässt sich auch besser verstehen, warum Studien zu Silizium zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen können und weshalb Kieselsäure, Kieselerde und Siliziumdioxid nicht beliebig gegeneinander austauschbar sind.

Wo kommt Silizium im menschlichen Körper vor?

Ein großer Teil der Siliziumgeschichte beginnt mit einer einfachen Beobachtung: Silizium lässt sich im biologischen System nachweisen. Daraus entstand früh die Frage, ob bestimmte Gewebe Silizium gezielt nutzen.

Hier lohnt sich bereits die erste Kantenprüfung. Häufig liest man, Silizium sei ein „wichtiger Bestandteil“ von Haut, Haaren, Nägeln, Bindegewebe, Knochen und Gelenken. Diese Formulierung klingt eindeutiger, als die Datenlage ist.

In einer häufig zitierten Übersicht zur Siliziumforschung werden höhere Konzentrationen in Knochen und verschiedenen Bindegeweben beschrieben. Die detaillierte Gewebeverteilung stammt jedoch zu einem erheblichen Teil aus Tierexperimenten. Der Autor weist ausdrücklich darauf hin, dass für Menschen eine ähnliche Verteilung angenommen wird, aber nicht entsprechend umfassend untersucht wurde.[6] Für menschliches Haar ist Silizium beispielsweise analytisch nachweisbar; eine Interventionsstudie nennt Konzentrationen im Bereich von etwa 1 bis 10 ppm.[7]

Damit ist die Aussage „Silizium kommt dort vor“ grundsätzlich etwas anderes als „dieses Gewebe benötigt Silizium zwingend für eine definierte Funktion“. Genau an dieser Stelle werden in vielen populären Erklärungen zwei Evidenzstufen miteinander verschmolzen.

Warum wird Silizium mit Kollagen, Bindegewebe und Knochen verbunden?

Die biologische Idee hinter diesen Zusammenhängen stammt vor allem aus Zell- und Tiermodellen. Dort wurde Silizium im Zusammenhang mit der organischen Matrix von Knochen und Bindegewebe untersucht. Diskutiert werden insbesondere Beziehungen zu Kollagen, Proteoglykanen und Glycosaminoglykanen sowie zu frühen Phasen der Knochenmineralisation.[6]

Das ist biologisch plausibel, aber noch kein Wirksamkeitsnachweis. Ein Stoff kann an einer Struktur vorkommen oder einen Zellprozess beeinflussen, ohne dass eine zusätzliche Aufnahme über die normale Ernährung hinaus diesen Prozess beim Menschen verbessert.

EvidenzebeneWas lässt sich sagen?Was folgt daraus noch nicht?
VorkommenSilizium lässt sich in biologischen Proben und Geweben nachweisen.Dass es dort essenziell ist.
Zell- und TiermodellZusammenhänge mit Matrix, Kollagen oder Mineralisation können untersucht werden.Dass eine Nahrungsergänzung beim Menschen denselben Effekt erzeugt.
BeobachtungsstudieEine höhere Siliziumzufuhr kann mit einem Messwert zusammenhängen.Dass Silizium die Ursache dieses Unterschieds ist.
InterventionsstudieEine definierte Siliziumform kann gegen Placebo getestet werden.Dass ein einzelnes positives Ergebnis für alle Menschen und alle Siliziumformen gilt.
GesamtevidenzMehrere Untersuchungen werden gemeinsam bewertet.Erst hier lässt sich beurteilen, ob eine allgemeine Wirkaussage wirklich trägt.

Gerade bei Silizium erklärt diese Treppe einen scheinbaren Widerspruch: Es existieren interessante Einzelbefunde, während eine allgemein anerkannte physiologische Funktion und entsprechende zugelassene Health Claims trotzdem fehlen.

Was zeigen Studien beim Menschen?

Die Humanforschung ist nicht leer. Sie ist aber deutlich schmaler, als es die Vielzahl der Siliziumversprechen vermuten lässt.

Eine der größeren Beobachtungsstudien stammt aus der Framingham Offspring Cohort. Bei 2.847 Männern und Frauen wurde die geschätzte Siliziumaufnahme mit der Knochenmineraldichte verglichen. Eine höhere Aufnahme war bei Männern und prämenopausalen Frauen mit einer höheren Knochendichte an mehreren Hüftmessstellen verbunden. Bei postmenopausalen Frauen zeigte sich dieser Zusammenhang nicht entsprechend, und an der Lendenwirbelsäule war das Bild ebenfalls nicht einheitlich.[8]

Die Studie zeigt damit einen Zusammenhang. Sie zeigt nicht, dass Silizium die höhere Knochendichte verursacht hat. Menschen mit unterschiedlicher Siliziumaufnahme unterscheiden sich zugleich in Ernährungsweise und vielen weiteren Faktoren.

Haut, Haare und Nägel

Auch die bekannten Beauty-Themen wurden tatsächlich in Humanstudien untersucht.

In einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie erhielten 50 Frauen mit lichtgeschädigter Gesichtshaut über 20 Wochen entweder Cholin-stabilisierte Orthokieselsäure mit 10 mg Silizium pro Tag oder Placebo. Bei einzelnen objektiv gemessenen Hautparametern zeigten sich Unterschiede zwischen den Gruppen. Die Teilnehmerinnen bewerteten außerdem die Brüchigkeit von Haaren und Nägeln; auch hier wurden Veränderungen berichtet.[9]

Eine zweite randomisierte Studie untersuchte 48 Frauen mit feinem Haar über neun Monate. Wieder wurden 10 mg Silizium pro Tag als Cholin-stabilisierte Orthokieselsäure mit Placebo verglichen. Einige mechanische Eigenschaften der Haare und die Haarquerschnittsfläche entwickelten sich zwischen den Gruppen unterschiedlich.[7]

Das sind interessante Signale. Beide Untersuchungen betrachteten jedoch kleine, eng definierte Gruppen und eine bestimmte Siliziumverbindung. Aus solchen Studien lässt sich nicht ableiten, dass jede Form von Silizium oder Kieselerde allgemein „für schöne Haut, kräftige Haare und feste Nägel“ sorgt.

Knochen und Knochenstoffwechsel

Auch für den Knochen gibt es Interventionsdaten. In einer zwölfmonatigen randomisierten Studie wurden 184 Frauen mit niedriger Knochenmineraldichte verschiedenen Gruppen zugeteilt; 136 beendeten die Untersuchung. Alle erhielten Calcium und Vitamin D, zusätzlich wurden unterschiedliche Mengen Cholin-stabilisierter Orthokieselsäure oder Placebo gegeben.[10]

Bei einem Marker der Kollagenbildung im Knochen, PINP, zeigten sich nach zwölf Monaten bei einzelnen Siliziumdosierungen signifikante Unterschiede gegenüber Placebo. Für die Knochenmineraldichte insgesamt ergab sich dagegen kein entsprechend klarer Haupteffekt. Ein positiver Befund am Oberschenkelhals stammte aus einer nachträglichen Untergruppenanalyse.[10]

Das Beispiel zeigt den Unterschied zwischen Biomarker und klinisch robuster Wirkung besonders gut. Ein veränderter Knochenmarker ist interessant. Er beweist noch nicht, dass Knochen langfristig stabiler werden oder das Frakturrisiko sinkt.

„Untersucht“ ist nicht dasselbe wie „nachgewiesen“

Bei Silizium gibt es experimentelle Hinweise, Beobachtungsdaten und einzelne kontrollierte Humanstudien. Die EFSA bewertete die Gesamtevidenz für Kollagen und Bindegewebe, Knochen, Gelenke, Haut, Haare und Nägel dennoch als nicht ausreichend für die beantragten Ursache-Wirkungs-Aussagen. Entsprechende Silizium-Health-Claims sind im EU-Register nicht autorisiert.[2][3]

Die Einzelstudien werden dadurch nicht „falsch“. Ihre Aussage bleibt nur enger als die daraus häufig abgeleitete Werbebotschaft.

Silizium und Aluminium: Was steckt hinter dieser Geschichte?

Evidenzstufen zur untersuchten Wechselwirkung zwischen Siliziumverbindungen und Aluminiumaufnahme beziehungsweise Ausscheidung

Die Behauptung, Silizium könne Aluminium „binden“, ist nicht vollständig aus der Luft gegriffen. Bestimmte Kieselsäureformen können chemisch mit Aluminium interagieren. Spannend wird die Geschichte dort, wo dieser Mechanismus beim Menschen experimentell untersucht wurde.

Problematisch ist erst der große Sprung danach. Aus einer chemischen Wechselwirkung wird im Internet schnell „Aluminium ausleiten“, daraus „entgiften“ und schließlich ein Schutz von Gehirn oder Psyche. Diese Schlusskette ist wissenschaftlich nicht geschlossen.

Was wurde in Humanexperimenten beobachtet?

Eine kleine Studie aus dem Jahr 2000 zeigt besonders gut, warum man schon bei der Form genau hinschauen muss. Drei gesunde Personen nahmen markiertes Aluminium einmal allein, einmal zusammen mit oligomerer Kieselsäure und einmal zusammen mit monomerer Kieselsäure ein. Die oligomere Form verringerte unter diesen Versuchsbedingungen die gemessene Aluminiumverfügbarkeit um 67 Prozent. Die monomere Kieselsäure zeigte diesen Effekt nicht.[11]

Gleichzeitig wurde die monomere Form selbst wesentlich besser aufgenommen und anschließend über den Urin ausgeschieden, während die oligomere Form kaum aufgenommen wurde.[11] Schon diese kleine Untersuchung widerspricht der einfachen Vorstellung, jede gut verfügbare Siliziumform müsse Aluminium im Körper auf dieselbe Weise „binden“.

Ein früheres Experiment mit fünf gesunden Freiwilligen hatte ebenfalls gezeigt, dass gelöstes Silizium die gastrointestinale Verfügbarkeit von oral aufgenommenem Aluminium beeinflussen kann. In Anwesenheit von gelöstem Silizium lag die maximale Konzentration des verwendeten Aluminium-Tracers im Plasma deutlich niedriger als ohne Silizium.[12]

Eine weitere Humanuntersuchung betrachtete die Ausscheidung. Nach Einnahme von Monokieselsäure stieg neben der Siliziumausscheidung auch die renale Aluminiumausscheidung an. Die Autoren diskutierten eine mögliche Wechselwirkung im Bereich der Niere beziehungsweise des Urins.[13]

Drei Studien können damit unterschiedliche Teile derselben Geschichte beschreiben: chemische Affinität, Aufnahme aus dem Darm und Ausscheidung über die Niere. Keine dieser Größen ist für sich ein klinischer Gesundheitsendpunkt.

Was folgt daraus für Gehirn und Psyche?

Sehr viel weniger, als die Begriffe „Aluminium binden“ oder „Aluminium ausleiten“ vermuten lassen.

Um einen Schutz des Gehirns nachzuweisen, müsste gezeigt werden, dass eine definierte Siliziumzufuhr tatsächlich eine relevante Aluminiumbelastung im menschlichen Gehirn verändert und daraus ein belastbarer gesundheitlicher Vorteil entsteht. Eine verringerte Aufnahme in einem kleinen Tracerexperiment oder eine veränderte Ausscheidung im Urin beantwortet diese Frage nicht.

Genau ein solcher Zusammenhang wurde als Health Claim bewertet. Die beantragte Aussage, Silizium schütze das Gehirn beziehungsweise reduziere eine Aluminiumanreicherung im Gehirn, wurde von der EFSA wissenschaftlich nicht bestätigt und ist im EU-Register nicht autorisiert.[2][3]

Mehr Ausscheidung ist noch keine „Entgiftung“

Wenn sich nach einer Intervention die Aluminiumaufnahme oder Aluminiumausscheidung verändert, ist zunächst ein pharmakokinetischer Vorgang gemessen worden. Daraus folgt weder automatisch eine geringere Belastung eines bestimmten Organs noch eine Verbesserung von Gedächtnis, Stimmung oder einer neurologischen Erkrankung.

Damit erklärt sich auch, warum Silizium bei Suchanfragen zu Gehirn und Psyche auftaucht, ohne dass daraus eine etablierte „Siliziumwirkung auf die Psyche“ entsteht. Der Weg führt über die Aluminiumhypothese – nicht über eine nachgewiesene psychologische Funktion von Silizium.

Welche Lebensmittel enthalten Silizium?

Silizium ist Bestandteil der normalen Ernährung und kommt sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln vor. Besonders relevant können pflanzliche Lebensmittel und Getränke sein. Häufig genannt werden Getreide und Getreideprodukte, verschiedene Gemüsearten sowie Wasser und andere Getränke.

Wie stark einzelne Lebensmittel beitragen, hängt allerdings von Ernährungsweise, Herkunft und Siliziumform ab. In zwei amerikanischen Kohorten lag die geschätzte mittlere Siliziumzufuhr beispielsweise bei Männern bei rund 30 beziehungsweise 33 mg pro Tag und bei Frauen bei rund 24 beziehungsweise 25 mg pro Tag. Die wichtigsten Quellen waren in diesen Datensätzen unter anderem bestimmte Getränke, Obst und Gemüse.[14]

Das BfR nennt unter Bezug auf die EFSA für übliche Ernährungsweisen eine Größenordnung von etwa 20 bis 50 mg Silizium pro Tag.[1] Diese Spanne ist keine Zufuhrempfehlung. Sie beschreibt geschätzte Mengen, die über normale Lebensmittel aufgenommen werden.

LebensmittelgruppeBeispieleWas bei Silizium besonders ist
Getreide und Getreideproduktez. B. Hafer, Gerste und verschiedene Vollkornproduktekönnen relevante Mengen liefern; Verarbeitung und Pflanzenanteil beeinflussen den Gehalt
Gemüse und Hülsenfrüchtez. B. grüne Bohnen und weitere pflanzliche LebensmittelSiliziummenge und tatsächliche Aufnahme können deutlich voneinander abweichen
Obstje nach Sorte unterschiedliche Beiträgeder Gesamtgehalt ist kein direkter Bioverfügbarkeitswert
Trinkwasser und GetränkeWasser mit gelösten Siliziumverbindungengelöste monomere Formen können vergleichsweise gut verfügbar sein

Auch Bier fiel in älteren Ernährungsstudien als Siliziumquelle auf. Das ist analytisch interessant, aber selbstverständlich kein Grund, Alkohol zur Siliziumversorgung zu verwenden. Die wissenschaftlich relevante Information steckt in der dort gut löslichen Siliziumform, nicht im Alkohol.

Warum sagt der Siliziumgehalt nicht alles über die Aufnahme?

Die Vergleichsstudie verschiedener Lebensmittel und Präparate liefert dafür ein anschauliches Beispiel. Gekochte grüne Bohnen enthielten in der Untersuchung weniger Silizium als andere getestete Quellen, stellten aber einen relativ gut verfügbaren Anteil bereit. Bei stark polymerisierten beziehungsweise partikulären Quellen konnte trotz hoher Gesamtmenge nur wenig aufgenommenes Silizium nachgewiesen werden.[5]

Für Lebensmittel bedeutet das: Eine Rangliste nach Milligramm Silizium allein erzählt nur die halbe Geschichte. Menge, Löslichkeit und chemische Form gehören zusammen.

Gibt es einen Siliziumbedarf oder Siliziummangel?

Hier unterscheidet sich Silizium deutlich von klassischen essenziellen Spurenelementen wie Eisen, Zink, Selen oder Mangan.

Für Silizium existiert keine offiziell empfohlene tägliche Zufuhr. Das BfR verweist darauf, dass weder EFSA noch D-A-CH-Gesellschaften einen entsprechenden Referenzwert angeben. Die häufig genannten 20 bis 50 mg pro Tag dürfen daher nicht zu einem „Tagesbedarf“ umgedeutet werden.[1]

Ebenso ist beim Menschen kein klar definiertes Siliziummangelsyndrom etabliert.[1] Listen mit angeblichen Mangelsymptomen wie Haarausfall, brüchigen Nägeln, schwachem Bindegewebe, Gelenkbeschwerden oder Osteoporose gehen damit weiter, als die wissenschaftliche Einordnung trägt.

Alle diese Beschwerden beziehungsweise Befunde besitzen zahlreiche mögliche Ursachen. Ihr Auftreten beweist keinen Siliziummangel.

Wer sich fragt, warum bei anderen Mineralstoffen konkrete Tageswerte existieren und bei Silizium nicht, findet die verschiedenen Bezugsgrößen im Ratgeber Referenzwerte für Vitamine und Mineralstoffe ausführlicher erklärt.

Kann man einen Siliziummangel im Labor messen?

Silizium lässt sich analytisch messen. Serum- und Urinwerte werden in Studien regelmäßig verwendet, beispielsweise um zu untersuchen, ob und wie schnell eine bestimmte Verbindung aufgenommen und wieder ausgeschieden wird.[5][14]

Das macht einen Wert jedoch noch nicht zu einem etablierten Marker für einen individuellen Ernährungsstatus. Ohne definierten Bedarf, anerkanntes Mangelsyndrom und validierten Grenzwert lässt sich aus einem einzelnen Serum- oder Urinwert nicht einfach ableiten: „Du hast zu wenig Silizium und solltest supplementieren.“

Messbar und diagnostisch interpretierbar sind zwei verschiedene Dinge.

Kieselsäure, Kieselerde und „organisches Silizium“ in Nahrungsergänzungsmitteln

Die Produktwelt verwendet dieselben Begriffe, die wir am Anfang getrennt haben. Jetzt wird diese Unterscheidung praktisch.

Nach der europäischen Nahrungsergänzungsmittel-Richtlinie gehören unter anderem Siliziumdioxid, Kieselsäure in Gelform, Cholin-stabilisierte Orthokieselsäure und Monomethylsilantriol zu den vorgesehenen Siliziumquellen.[4]

Die Bezeichnung „organisches Silizium“ verdient dabei besondere Aufmerksamkeit. Im regulatorischen Zusammenhang bezeichnet sie Monomethylsilantriol, also eine konkrete organische Siliziumverbindung. „Organisch“ ist hier eine chemische Einordnung und kein automatisches Qualitätsurteil.

Aus dem Wort lässt sich weder ableiten, dass ein Präparat natürlicher sei, noch dass es für den Menschen grundsätzlich besser verträglich oder gesundheitlich wirksamer wäre. Auch eine regulatorisch zugelassene Siliziumquelle besitzt dadurch keinen Wirksamkeitsnachweis für Haut, Haare, Nägel, Knochen oder Bindegewebe.

Ist besser aufnehmbares Silizium automatisch wirksamer?

Nein. Die Bioverfügbarkeitsstudien zeigen überzeugend, dass unterschiedliche Siliziumverbindungen sehr unterschiedlich aufgenommen werden können.[5]

Eine besser aufgenommene Verbindung erzeugt zunächst mehr verfügbares Silizium im Organismus beziehungsweise eine stärkere messbare Ausscheidung. Damit ist eine pharmakokinetische Frage beantwortet.

Für einen gesundheitlichen Vorteil braucht es einen weiteren Nachweis:

bessere Aufnahme → relevante biologische Veränderung → reproduzierbarer gesundheitlicher Nutzen.

Jeder Pfeil in dieser Kette benötigt eigene Evidenz. Die bessere Bioverfügbarkeit allein schließt die Kette nicht.

Wie sich solche Angaben auch bei anderen Nahrungsergänzungsmitteln einordnen lassen, erklären wir im Ratgeber Nahrungsergänzungsmittel auswählen: Worauf es ankommt.

Wie lässt sich die Sicherheit einordnen?

Auch bei der Sicherheit fehlt eine einfache Zahl. Die EFSA konnte wegen unzureichender Daten keinen klassischen Tolerable Upper Intake Level (UL) für Silizium ableiten. Übliche Nahrungszufuhren im Bereich von etwa 20 bis 50 mg pro Tag wurden als gesundheitlich unbedenklich angesehen.[1]

Kein UL bedeutet allerdings nicht „nach oben unbegrenzt sicher“. Das BfR hat für Nahrungsergänzungsmittel verbindungsspezifische Höchstmengenvorschläge erarbeitet. Die Werte beziehen sich jeweils auf die Siliziummenge pro Tagesverzehrempfehlung eines Produkts.[1]

SiliziumquelleBfR-Höchstmengenvorschlag
Siliziumdioxid350 mg Silizium
Kieselsäure / Silicagel100 mg Silizium
Cholin-stabilisierte Orthokieselsäure10 mg Silizium
Monomethylsilantriol10 mg Silizium

Diese Zahlen sind weder Tagesbedarfswerte noch Dosierungsempfehlungen. Sie sind wissenschaftlich abgeleitete Höchstmengenvorschläge des BfR für bestimmte Siliziumquellen in Nahrungsergänzungsmitteln und keine pauschal gesetzlich vorgeschriebenen deutschen Höchstmengen.[1]

Auch die großen Unterschiede zwischen 350, 100 und 10 mg sind kein Qualitätsranking. Die jeweilige Verbindung, ihre Aufnahme und die verfügbare Sicherheitsdatenbasis unterscheiden sich.

Welche Silizium-Frage passt zu welcher Situation?

AusgangsfrageSinnvolle erste EinordnungWas daraus folgt
Ich möchte wissen, was Silizium im Körper macht.Silizium wird aufgenommen und biologisch untersucht. Eine eindeutig definierte essenzielle Funktion beim Menschen ist bislang nicht etabliert.Vorkommen, Mechanismus und nachgewiesene Wirkung getrennt betrachten.
Ich interessiere mich für Haut, Haare oder Nägel.Es gibt einzelne kontrollierte Humanstudien mit Cholin-stabilisierter Orthokieselsäure, die interessante Veränderungen zeigten.[7][9]Die Daten reichen nicht für einen allgemein zugelassenen Silizium-Health-Claim.[2][3]
Ich habe gelesen, Silizium sei wichtig für Knochen.Tierdaten, Beobachtungsstudien und einzelne Humaninterventionen liefern Hinweise, aber kein geschlossenes Wirkmodell beim Menschen.[6][8][10]Assoziationen und Biomarker nicht mit nachgewiesenem Frakturschutz gleichsetzen.
Ich möchte Aluminium „ausleiten“.Bestimmte Siliziumformen können Aluminiumaufnahme beziehungsweise -ausscheidung beeinflussen.[11][12][13]Daraus folgt kein belegter Detox- oder Gehirnschutz.
Ich suche nach Siliziummangel-Symptomen.Ein klinisch definiertes Mangelsyndrom beim Menschen ist nicht etabliert.[1]Unspezifische Beschwerden nicht automatisch einem Siliziummangel zuordnen.
Ich sehe auf einem Präparat „organisches Silizium“.Damit kann eine konkrete chemische Verbindung wie Monomethylsilantriol gemeint sein.„Organisch“ nicht automatisch mit besser oder wirksamer gleichsetzen.
Ich möchte zwei Siliziumformen vergleichen.Verbindung und Bioverfügbarkeit können sich deutlich unterscheiden.Eine bessere Aufnahme beantwortet noch nicht die Frage nach einem gesundheitlichen Zusatznutzen.

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Nächster Schritt: Nährstoffwerte und Evidenz besser einordnen

Fazit: Zwischen Vorkommen und Wirkung liegen mehrere Schritte

Silizium ist kein Stoff, über den wir nichts wissen. Es kommt über Nahrung und Wasser in den Körper, unterschiedliche Siliziumverbindungen werden unterschiedlich gut aufgenommen und zahlreiche experimentelle Arbeiten beschäftigen sich mit Bindegewebe, Kollagen, Knochen und anderen biologischen Strukturen.

Auch beim Menschen existieren interessante Befunde. Beobachtungsstudien fanden Zusammenhänge mit der Knochenmineraldichte. Kleine kontrollierte Studien untersuchten Haut, Haare, Nägel und Marker des Knochenstoffwechsels. Experimente zur Aluminiumaufnahme und -ausscheidung zeigen zudem, dass bestimmte Siliziumverbindungen tatsächlich mit Aluminium interagieren können.

Der entscheidende Schritt bleibt trotzdem offen. Aus diesen Befunden ist bislang weder eine eindeutig essenzielle Funktion beim Menschen noch ein definierter Tagesbedarf oder ein klinisches Siliziummangelsyndrom entstanden. Auch die bekannten Wirkversprechen zu Kollagen, Bindegewebe, Knochen, Gelenken, Haut, Haaren, Nägeln und Aluminiumanreicherung im Gehirn wurden von der EFSA nicht als ausreichend belegt bewertet.[1][2][3]

Silizium zeigt damit besonders schön, warum wissenschaftliche Einordnung mehr braucht als eine plausible Geschichte. Vorkommen, Mechanismus, Aufnahme, Biomarker und gesundheitlicher Nutzen sind verschiedene Erkenntnisstufen. Wer sie auseinanderhält, versteht Silizium besser als mit jeder langen Liste angeblicher Wirkungen.

FAQ – Häufige Fragen zu Silizium

Was macht Silizium im Körper?

Silizium wird über Lebensmittel und Wasser aufgenommen und lässt sich biologisch nachweisen. Es wird unter anderem im Zusammenhang mit Bindegewebe und Knochen untersucht. Eine eindeutig definierte essenzielle biochemische Funktion beim Menschen ist bislang jedoch nicht etabliert.[1][6]

Sind Silizium und Kieselsäure das Gleiche?

Nein. Silizium ist das chemische Element Si. Kieselsäuren sind Siliziumverbindungen; Orthokieselsäure ist eine kleine gelöste Form davon. Siliziumdioxid und Kieselerde sind wiederum andere Begriffe beziehungsweise Stoffformen. Die chemische Form beeinflusst unter anderem die Löslichkeit und Aufnahme.[4][5]

Ist Silizium gut für Haut, Haare und Nägel?

Einzelne kleine placebokontrollierte Studien mit Cholin-stabilisierter Orthokieselsäure fanden Veränderungen bestimmter Haut- und Haareigenschaften.[7][9] Die EFSA bewertete die Gesamtevidenz für entsprechende allgemeine Siliziumwirkungen jedoch als nicht ausreichend; passende Health Claims sind nicht autorisiert.[2][3]

Kann Silizium Aluminium binden?

Bestimmte Kieselsäureformen können chemisch mit Aluminium interagieren. Kleine Humanexperimente zeigten Veränderungen der Aluminiumaufnahme beziehungsweise -ausscheidung.[11][12][13] Daraus lässt sich jedoch keine allgemeine „Aluminiumausleitung“ oder ein nachgewiesener Schutz des Gehirns ableiten.[2][3]

Hat Silizium eine Wirkung auf Gehirn oder Psyche?

Eine eigenständige gesicherte Wirkung von Silizium auf die Psyche ist nicht etabliert. Der häufige Zusammenhang mit dem Gehirn stammt vor allem aus Forschung zur möglichen Wechselwirkung zwischen Siliziumverbindungen und Aluminium. Ein beantragter Health Claim zum Schutz vor Aluminiumanreicherung im Gehirn wurde wissenschaftlich nicht bestätigt.[2][3]

Gibt es einen Siliziummangel?

Beim Menschen ist kein klar definiertes Siliziummangelsyndrom bekannt. Entsprechend gibt es auch keine etablierte Liste diagnostischer Mangelsymptome und keinen allgemein anerkannten Laborgrenzwert, mit dem ein ernährungsbedingter Siliziummangel routinemäßig festgestellt wird.[1]

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Silizium?

Ein offiziell festgelegter Tagesbedarf existiert nicht. Die häufig genannten 20 bis 50 mg Silizium pro Tag beschreiben eine Größenordnung üblicher Aufnahmen über die Ernährung und sind keine Zufuhrempfehlung.[1]

Kann man zu viel Silizium einnehmen?

Die EFSA konnte wegen unzureichender Daten keinen allgemeinen UL für Silizium ableiten. Das bedeutet nicht, dass beliebig hohe Mengen als sicher gelten. Das BfR nennt abhängig von der verwendeten Siliziumverbindung unterschiedliche Höchstmengenvorschläge für Nahrungsergänzungsmittel.[1]

Wissenschaftliche und rechtliche Quellen

  • [1] Bundesinstitut für Risikobewertung. Höchstmengenvorschläge für Silizium in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln. 15.03.2021; weiterhin in der aktualisierten BfR-Gesamtübersicht zu Höchstmengenvorschlägen geführt. Einordnung zu Essentialität, Referenzwerten, Mangel, üblicher Zufuhr, UL und verbindungsspezifischen Höchstmengenvorschlägen.
  • [2] EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies (NDA). Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to silicon and protection against aluminium accumulation in the brain, cardiovascular health, collagen and connective tissue, bone, joints, skin, hair and nails. EFSA Journal. 2011;9(6):2259. DOI: 10.2903/j.efsa.2011.2259.
  • [3] Europäische Kommission. EU Register of Nutrition and Health Claims. Einträge zu Silizium beziehungsweise stabilisierter Orthokieselsäure; unter anderem nicht autorisierte Claims zu Kollagen und Bindegewebe, Haut, Haaren, Nägeln und Schutz vor Aluminiumanreicherung im Gehirn. Aktueller EU-Registerstatus, abgerufen 2026.
  • [4] Richtlinie 2002/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über Nahrungsergänzungsmittel, Anhänge I und II, konsolidierte Fassung. Als Siliziumquellen unter anderem Cholin-stabilisierte Orthokieselsäure, Siliziumdioxid, Kieselsäure in Gelform und organisches Silizium als Monomethylsilantriol.
  • [5] Sripanyakorn S, Jugdaohsingh R, Dissayabutr W, Anderson SHC, Thompson RPH, Powell JJ. The comparative absorption of silicon from different foods and food supplements. British Journal of Nutrition. 2009;102(6):825–834. DOI: 10.1017/S0007114509311757.
  • [6] Jugdaohsingh R. Silicon and bone health. Journal of Nutrition, Health & Aging. 2007;11(2):99–110. PMID: 17435952.
  • [7] Wickett RR, Kossmann E, Barel A, Demeester N, Clarys P, Vanden Berghe D, Calomme M. Effect of oral intake of choline-stabilized orthosilicic acid on hair tensile strength and morphology in women with fine hair. Archives of Dermatological Research. 2007;299(10):499–505. DOI: 10.1007/s00403-007-0796-z.
  • [8] Jugdaohsingh R, Tucker KL, Qiao N, Cupples LA, Kiel DP, Powell JJ. Dietary silicon intake is positively associated with bone mineral density in men and premenopausal women of the Framingham Offspring cohort. Journal of Bone and Mineral Research. 2004;19(2):297–307. DOI: 10.1359/JBMR.0301225.
  • [9] Barel A, Calomme M, Timchenko A, De Paepe K, Demeester N, Rogiers V, Clarys P, Vanden Berghe D. Effect of oral intake of choline-stabilized orthosilicic acid on skin, nails and hair in women with photodamaged skin. Archives of Dermatological Research. 2005;297:147–153. DOI: 10.1007/s00403-005-0584-6.
  • [10] Spector TD, Calomme MR, Anderson SHC, Clement G, Bevan L, Demeester N, Swaminathan R, Jugdaohsingh R, Vanden Berghe DA, Powell JJ. Choline-stabilized orthosilicic acid supplementation as an adjunct to calcium/vitamin D3 stimulates markers of bone formation in osteopenic females: a randomized, placebo-controlled trial. BMC Musculoskeletal Disorders. 2008;9:85. DOI: 10.1186/1471-2474-9-85.
  • [11] Jugdaohsingh R, Reffitt DM, Oldham C, Day JP, Fifield LK, Thompson RPH, Powell JJ. Oligomeric but not monomeric silica prevents aluminum absorption in humans. American Journal of Clinical Nutrition. 2000;71(4):944–949. DOI: 10.1093/ajcn/71.4.944.
  • [12] Edwardson JA, Moore PB, Ferrier IN, Lilley JS, Newton GW, Barker J, Templar J, Day JP. Effect of silicon on gastrointestinal absorption of aluminium. Lancet. 1993;342(8865):211–212. DOI: 10.1016/0140-6736(93)92301-9.
  • [13] Bellia JP, Birchall JD, Roberts NB. The role of silicic acid in the renal excretion of aluminium. Annals of Clinical and Laboratory Science. 1996;26(3):227–233. PMID: 8726215.
  • [14] Jugdaohsingh R, Anderson SHC, Tucker KL, Elliott H, Kiel DP, Thompson RPH, Powell JJ. Dietary silicon intake and absorption. American Journal of Clinical Nutrition. 2002;75(5):887–893. DOI: 10.1093/ajcn/75.5.887.

Weiterführende Ratgeber auf Gesundheitsfundament

Abgelegt unter: Kieselerde , Kieselsäure , Mineralstoffe , Silizium , silizium aluminium , silizium bioverfügbarkeit , silizium lebensmittel , silizium mangel , silizium wirkung , Spurenelemente

Über Jann Glasmachers

Mein Name ist Jann Glasmachers. Ich bin Gründer und Inhaber des Gesundheitsfundaments und habe Ausbildungen zum Heilpraktiker sowie zum holistischen Gesundheits-, Vitalkost- und Lebensberater absolviert. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Ernährungswissenschaft, Mikronährstoffen und den biologischen Zusammenhängen von Gesundheit und Krankheit. Meine Ratgeber entstehen durch die systematische Auswertung wissenschaftlicher Studien, Fachliteratur und medizinischer Leitlinien. Dabei ist mir besonders wichtig, zwischen gesicherten Erkenntnissen, biologisch plausiblen Mechanismen und offenen Forschungsfragen zu unterscheiden. Mein Ziel: Gesundheit so lange erklären, bis Verständnis entsteht.

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