Laktobazillen und Bifidobakterien: Was sie unterscheidet und wie sie zusammenarbeiten

Laktobazillen und Bifidobakterien im Zusammenspiel des Darmmikrobioms

Laktobazillen und Bifidobakterien begegnen einem auf Joghurtbechern, in Probiotika, Mikrobiomanalysen und Ratgebern zur Darmflora. Oft werden beide Gruppen schlicht als „gute Darmbakterien“ zusammengefasst. Für eine erste Orientierung ist das bequem. Biologisch sagt es allerdings erstaunlich wenig darüber aus, wer diese Mikroorganismen eigentlich sind.

Laktobazillen und Bifidobakterien gehören nicht einmal zum selben großen Ast des bakteriellen Stammbaums. Sie unterscheiden sich in ihrer Abstammung, ihren bevorzugten Lebensräumen, ihrer Sauerstofftoleranz und darin, welche Kohlenhydrate sie verwerten können. Manche Vertreter gehören längerfristig zum menschlichen Mikrobiom, andere gelangen vor allem mit Lebensmitteln oder probiotischen Kulturen in den Darm und verschwinden anschließend wieder.

Interessant wird es dort, wo diese Unterschiede zusammenlaufen. Darmbakterien arbeiten nicht isoliert. Ein Stoffwechselprodukt des einen Mikroorganismus kann zur Nahrung eines anderen werden. Auch der Mensch selbst gestaltet diesen Lebensraum mit – über Ernährung, Alter, Verdauung, Schleimhaut und sogar genetische Faktoren wie FUT2. Wer Laktobazillen und Bifidobakterien verstehen möchte, sollte deshalb weniger nach einzelnen „guten Keimen“ fragen und stärker auf ihre ökologische Nische und ihr Zusammenspiel schauen.

Laktobazillen und Bifidobakterien im Vergleich nach Taxonomie, Lebensraum und Stoffwechsel

Was sind Laktobazillen und Bifidobakterien?

Laktobazillen und Bifidobakterien sind grampositive Bakterien, die Kohlenhydrate fermentieren können und dabei unter anderem organische Säuren bilden. Gemeinsam ist ihnen also ein Teil ihrer Stoffwechselstrategie. Ihre evolutionäre Abstammung ist dagegen deutlich verschieden.

MerkmalLaktobazillen im weiteren SinnBifidobakterien
Taxonomische EinordnungFamilie Lactobacillaceae, Ordnung LactobacillalesGattung Bifidobacterium, Familie Bifidobacteriaceae
Großer Stamm / PhylumBacillotaActinomycetota
Sauerstoffüberwiegend fermentativ; viele Arten sind aerotolerant oder kommen mit geringen Sauerstoffmengen zurechtstark anaerob geprägt; die Sauerstofftoleranz unterscheidet sich zwischen Arten und Stämmen
Typische Lebensräumeje nach Art unter anderem Mund, Verdauungstrakt, Genitalbereich und fermentierte Lebensmittelvor allem Darm; Zusammensetzung und Häufigkeit verändern sich deutlich mit Alter und Lebensphase
Typische Stoffwechselproduktevor allem Lactat; je nach Art und Fermentationsweg weitere Produktevor allem Acetat und Lactat; Zusammensetzung abhängig von Substrat und Stoffwechsellage
Dauerhaft im Darm?arts- und stammspezifisch; viele mit Lebensmitteln aufgenommene Vertreter sind vorübergehende Gästemehrere Arten gehören zur residenten Darmmikrobiota; zugeführte Stämme müssen dennoch nicht dauerhaft bleiben

Warum Bifidobakterien keine klassischen Lactobacillen sind

Der Begriff Milchsäurebakterien kann leicht den Eindruck erwecken, Bifidobakterien und Lactobacillen gehörten zu einer gemeinsamen engen Verwandtschaftsgruppe. Im Alltags- und Produktsprachgebrauch werden sie tatsächlich häufig gemeinsam so bezeichnet, weil beide bei der Fermentation Milchsäure beziehungsweise Lactat bilden können.

Taxonomisch sieht es anders aus. Die klassischen Milchsäurebakterien der Ordnung Lactobacillales gehören zum Stamm Bacillota. Bifidobakterien liegen mit den Bifidobacteriales im Stamm Actinomycetota auf einem deutlich anderen Ast des bakteriellen Stammbaums. Die Gemeinsamkeit liegt damit stärker im Stoffwechsel als in einer engen evolutionären Verwandtschaft.[1] [2]

Warum Lactobacillus heute oft anders heißt

Zusätzliche Verwirrung entstand 2020 durch eine große taxonomische Neuordnung. Die damalige Gattung Lactobacillus umfasste 261 sehr unterschiedliche Arten. Genomvergleiche zeigten, dass diese Sammelgruppe biologisch zu breit geworden war. Sie wurde deshalb in insgesamt 25 Gattungen neu gegliedert.[1]

Aus Lactobacillus rhamnosus wurde beispielsweise Lacticaseibacillus rhamnosus, aus Lactobacillus plantarum wurde Lactiplantibacillus plantarum und aus Lactobacillus reuteri Limosilactobacillus reuteri. Andere Namen wie Lactobacillus acidophilus blieben bestehen. Wer ältere Studien oder Produktangaben liest, begegnet deshalb häufig noch den früheren Bezeichnungen.

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Wo leben Laktobazillen und Bifidobakterien?

Ökologische Nischen von Laktobazillen und Bifidobakterien entlang des Verdauungstrakts

Die verbreitete Faustformel lautet häufig: Laktobazillen leben im Dünndarm, Bifidobakterien im Dickdarm. Ganz falsch ist der Gedanke nicht, als feste Zuordnung ist er aber zu grob. Der Verdauungstrakt besteht aus vielen ökologischen Nischen, und auch innerhalb einer Bakteriengruppe unterscheiden sich die Arten erheblich.

Laktobazillen beziehungsweise die heute auf mehrere Gattungen verteilten Lactobacillaceae kommen in sehr verschiedenen Lebensräumen vor. Dazu gehören fermentierte Lebensmittel ebenso wie Mundhöhle, Magen-Darm-Trakt und Genitalbereich. Bei Stuhlproben kommt ein weiteres Problem hinzu: Ein nachgewiesener Lactobacillus muss nicht automatisch ein dauerhaft im Dickdarm lebender Bewohner sein. Gerade Lactobacillaceae gelangen regelmäßig mit Nahrung und Fermenten in den Verdauungstrakt.[3]

Bifidobakterien sind wesentlich enger mit dem Darm verbunden. Verschiedene Arten können dort zur residenten Mikrobiota gehören, wobei sich das Artenspektrum im Laufe des Lebens verändert. Besonders ausgeprägt ist ihre Bedeutung im frühen Säuglingsmikrobiom; beim Erwachsenen finden sich andere Schwerpunkte. Im Dickdarm treffen viele dieser anaerob lebenden Organismen auf komplexe Kohlenhydrate, die ihnen als Substrate dienen können.[4]

Sauerstoff als ökologischer Filter

Für einen Mikroorganismus ist Sauerstoff keine Nebensache. Der obere Verdauungstrakt ist stärker mit Sauerstoff in Kontakt und zugleich von Magensäure, Verdauungsenzymen, Gallensäuren und schneller Passage geprägt. Richtung Dickdarm sinkt die Sauerstoffverfügbarkeit deutlich, während die mikrobielle Dichte zunimmt.

Viele Lactobacillaceae sind gegenüber Sauerstoff vergleichsweise tolerant oder können in mikroaerophilen Bedingungen bestehen, obwohl ihr Energiestoffwechsel stark auf Fermentation beruht. Bifidobakterien sind stärker an anaerobe Bedingungen angepasst. Wie empfindlich ein konkreter Organismus auf Sauerstoff reagiert, bleibt allerdings eine Frage von Art und Stamm und lässt sich nicht sinnvoll auf eine komplette Gattung mit einem einzigen Etikett reduzieren.[3] [4]

Dünndarm und Dickdarm sind keine austauschbaren Lebensräume

Der Dünndarm ist ein dynamischer Ort. Verdauungssäfte treffen auf Speisebrei, Nährstoffe werden aufgenommen und der Darminhalt wird kontinuierlich weitertransportiert. Der Dickdarm arbeitet langsamer. Dort kommen viele Bestandteile an, die zuvor nicht vollständig verdaut oder aufgenommen wurden, und treffen auf eine wesentlich dichtere anaerobe Gemeinschaft.

Damit erklärt sich ein Teil der unterschiedlichen Besiedlung bereits aus der Umgebung. Nahrung, Sauerstoff, pH-Wert, Gallensäuren, Transitzeit, Schleimhaut und vorhandene Konkurrenz wirken wie ökologische Filter. Ein Bakterium kann nur dort längerfristig bestehen, wo seine Anforderungen zu dieser Nische passen.

Die Unterschiede zwischen Dünn- und Dickdarm reichen allerdings weit über Laktobazillen und Bifidobakterien hinaus. Wie sich die mikrobielle Besiedlung entlang des gesamten Verdauungstrakts verändert, ist deshalb ein eigenes Thema und würde diesen Ratgeber unnötig vom eigentlichen Weg abbringen.

Resident, Kommensale oder nur auf der Durchreise?

Bei Darmbakterien werden mehrere Begriffe häufig vermischt. Kommensal beschreibt zunächst die Beziehung eines Mikroorganismus zum Wirt. Resident oder autochthon bedeutet dagegen, dass eine Population längerfristig zu einem Lebensraum gehört. Ein allochthoner oder transienter Organismus kommt von außen hinzu und verschwindet nach einiger Zeit wieder. Diese Kategorien beantworten also unterschiedliche Fragen.

Das ist gerade bei Lactobacillaceae wichtig. Viele Vertreter gelangen regelmäßig mit fermentierten Lebensmitteln in den Verdauungstrakt. Sie können dort nachweisbar sein, ohne dauerhaft Bestandteil der residenten Darmgemeinschaft zu werden. Umgekehrt gibt es auch wirtsangepasste Lactobacillaceae, die längerfristig bestimmte menschliche Nischen besiedeln können.[3]

Auch bei zugeführten Bifidobakterien ist dauerhafte Ansiedlung keineswegs garantiert. Das zeigt eine Humanstudie mit dem Stamm Bifidobacterium longum AH1206 besonders anschaulich: Nach oraler Einnahme blieb dieser Stamm bei rund 30 Prozent der untersuchten Personen mindestens sechs Monate nachweisbar. Ob das gelang, hing unter anderem davon ab, welche B. longum-Populationen und Kohlenhydrat-Nischen vorher bereits vorhanden waren.[5] Das Ergebnis ist kein allgemeiner Prozentsatz für Bifidobakterien, sondern ein gutes Beispiel dafür, wie individuell Kolonisation sein kann.

Eine weitere Humanstudie zeigte, dass selbst der Nachweis zugeführter Kulturen im Stuhl nicht zuverlässig erkennen ließ, ob dieselben Organismen auch die Schleimhaut besiedelten. Die Kolonisationsmuster waren personen-, darmregions- und stammspezifisch.[6]

Auch der Begriff magensaftresistent sollte deshalb nicht mit dauerhafter Ansiedlung verwechselt werden. Magensäure und Gallensäuren zu überstehen ist zunächst eine Eintrittshürde. Danach wartet bereits die nächste: ein besetztes Ökosystem mit vorhandenen Bewohnern, Nahrungsnischen und Konkurrenz. Ein Bakterium kann den Darm lebend passieren und dort vorübergehend aktiv sein, ohne zum dauerhaften Mitbewohner zu werden.

Wovon leben Laktobazillen und Bifidobakterien?

Die Frage, welche Bakterien im Darm vorkommen, führt schnell zur nächsten: Was finden sie dort eigentlich zu essen? Viele Vertreter beider Gruppen sind auf Kohlenhydrate spezialisiert. Welche davon genutzt werden können, hängt jedoch von der enzymatischen Ausstattung der jeweiligen Art und häufig sogar des einzelnen Stammes ab.

Damit wird Ernährung zur ökologischen Größe. Ein Kohlenhydrat, das im Dünndarm vollständig verdaut und aufgenommen wird, erreicht die Mikroorganismen im Dickdarm kaum. Andere Strukturen passieren den Dünndarm weitgehend unverdaut und werden dort zur Ressource für jene Organismen, die über die passenden Enzyme verfügen.

Bifidobakterien und ihre Kohlenhydrat-Spezialitäten

Bifidobakterien gelten als stark saccharolytisch: Sie gewinnen einen großen Teil ihrer Energie aus Kohlenhydraten. Je nach Art können dazu Oligosaccharide, pflanzliche Kohlenhydrate und Glykane des Wirts gehören. Beim Abbau nutzen sie einen charakteristischen Stoffwechselweg, den sogenannten Bifid-Shunt. Dabei entstehen vor allem Acetat und Lactat; das genaue Verhältnis verändert sich mit Substrat und Wachstumsbedingungen.[4]

Wie spezialisiert einzelne Arten sein können, zeigt der Säuglingsdarm. Humane Milch-Oligosaccharide, kurz HMOs, werden vom Säugling selbst kaum verdaut und erreichen deshalb den distalen Darm. Dort besitzen insbesondere bestimmte infant-assoziierte Bifidobakterien die enzymatische Ausstattung, um solche komplexen Zucker zu nutzen.

Bifidobacterium longum subsp. infantis verfügt beispielsweise über ein breites Repertoire zur Aufnahme und intrazellulären Verarbeitung verschiedener HMOs. B. bifidum verfolgt teilweise eine andere Strategie und spaltet komplexe Glykane außerhalb der Zelle. Dabei können kleinere Zuckerfragmente entstehen, die anschließend auch anderen Mikroorganismen zur Verfügung stehen. B. breve wiederum besitzt ein anderes, stammspezifisches Nutzungsmuster.[7]

Schon innerhalb einer einzigen Gattung gibt es also keine universelle „Bifido-Nahrung“. Die vorhandenen Gene und Enzyme entscheiden mit, welche ökologische Nische eine Art besetzen kann.

Laktobazillen sind metabolisch sehr unterschiedlich

Auch Lactobacillaceae nutzen zahlreiche Kohlenhydrate, sind aber ökologisch breiter aufgestellt. Manche Arten sind stark an Wirte angepasst, andere begegnen uns häufig auf Pflanzen oder in fermentierten Lebensmitteln. Entsprechend unterschiedlich fällt auch ihre Ausstattung für den Kohlenhydratstoffwechsel aus.

Ein Teil vergärt Zucker überwiegend zu Lactat. Andere Arten bilden abhängig vom Fermentationsweg zusätzlich Acetat, Ethanol oder Kohlendioxid. Der alte Sammelbegriff Lactobacillus verdeckte damit eine erhebliche funktionelle Vielfalt – einer der Gründe, warum die taxonomische Neuordnung biologisch sinnvoll war.[1] [3]

Cross-Feeding – wenn Bakterien voneinander leben

Cross-Feeding im Darm zwischen Bifidobakterien, Laktobazillen und anderen Darmbakterien

Bis hierhin könnte man Laktobazillen und Bifidobakterien noch als einzelne Organismen betrachten, die sich lediglich ihre Nahrung suchen. Im Darm endet die Geschichte dort aber nicht. Mikroorganismen verändern ihre Umgebung, indem sie Substrate abbauen und Stoffwechselprodukte abgeben. Andere Organismen können genau diese Produkte weiterverwenden.

Dieses Prinzip heißt Cross-Feeding. Vereinfacht lässt sich eine mögliche Nahrungskette so darstellen:

fermentierbares Kohlenhydrat → Bifidobakterium → Acetat und Lactat → andere anaerobe Darmbakterien → unter passenden Bedingungen Butyrat

Bifidobakterien müssen Butyrat also nicht selbst in größeren Mengen herstellen, um Teil eines butyratbildenden Netzwerks zu sein. Bestimmte Butyratproduzenten können Acetat oder Lactat aus dem Stoffwechsel anderer Organismen nutzen und daraus weitere Metabolite bilden. Welche Wege tatsächlich ablaufen, hängt vom vorhandenen Substrat und von den beteiligten Partnern ab.[8]

Cross-Feeding beschränkt sich zudem nicht auf kurzkettige Fettsäuren. Mikroorganismen können sich Kohlenhydratfragmente, Aminosäuren, Vitamine, Cofaktoren und weitere Stoffwechselprodukte gegenseitig zur Verfügung stellen. Dadurch entsteht aus vielen einzelnen Arten ein mikrobielles Nahrungsnetz.

Bis hierhin reicht für das Grundverständnis

Ein einzelner Bakterienname erzählt nur einen Teil der Geschichte. Entscheidend ist auch, welche Substrate ein Organismus verwerten kann, welche Stoffe dabei entstehen und welche anderen Mikroorganismen diese Produkte anschließend nutzen. Das Mikrobiom funktioniert als Stoffwechselgemeinschaft.

Welche Arten sollte man kennen?

Eine allgemeingültige Rangliste der „wichtigsten“ Laktobazillen oder Bifidobakterien gibt es nicht. Eine Art, die im Säuglingsdarm besonders relevant ist, muss beim Erwachsenen nicht dieselbe Stellung besitzen. Ein typischer Bewohner der Vaginalschleimhaut ist wiederum nach ganz anderen Kriterien interessant als ein Organismus aus einem Pflanzenferment.

Einige Vertreter begegnen einem in Forschung, Diagnostik und Produkten allerdings besonders häufig. Die folgenden Tabellen sind deshalb keine Bestenliste, sondern eine Orientierung.

Häufig diskutierte Bifidobakterien

ArtTypischer KontextWarum sie interessant ist
Bifidobacterium longum subsp. longummenschlicher Darm über verschiedene Lebensphasenbesitzt ein breites Repertoire zur Nutzung verschiedener Kohlenhydrate und gehört zu den häufig untersuchten humanen Bifidobakterien
Bifidobacterium longum subsp. infantisSäuglingsdarmbesonders gut an die Nutzung verschiedener humaner Milch-Oligosaccharide angepasst
Bifidobacterium bifidumSäuglings- und menschlicher Darmkann bestimmte komplexe Wirts- und Milch-Glykane extrazellulär abbauen und dadurch Substrate für andere Mikroorganismen freisetzen
Bifidobacterium brevehäufig im frühen Darmmikrobiomnutzt je nach Stamm verschiedene Oligosaccharide und ist gut untersucht im Zusammenhang mit der frühen mikrobiellen Besiedlung
Bifidobacterium adolescentishäufiger im Darm älterer Kinder und Erwachsenerwird besonders im Zusammenhang mit der Verwertung pflanzlicher Kohlenhydrate und erwachsenen Darmgemeinschaften untersucht

Häufig diskutierte Lactobacillaceae

ArtFrühere Bezeichnung, falls geändertTypischer Kontext
Lactobacillus acidophilusunveränderthumaner Verdauungstrakt und häufig verwendete Kultur in Lebensmitteln oder probiotischen Präparaten
Lacticaseibacillus rhamnosusLactobacillus rhamnosushumanassoziierte Stämme sowie zahlreiche Forschungs- und Probiotika-Kontexte
Lactiplantibacillus plantarumLactobacillus plantarumPflanzen, fermentierte Lebensmittel und vorübergehender Nachweis im Verdauungstrakt
Limosilactobacillus reuteriLactobacillus reuteriverschiedene wirtsangepasste Linien im Verdauungstrakt von Menschen und Tieren
Lactobacillus crispatusunverändertbesonders charakteristischer Vertreter bestimmter vaginaler Mikrobiota; ein gutes Beispiel dafür, dass „Laktobazillus“ nicht automatisch „Darmbakterium“ bedeutet

Bei allen diesen Namen gilt: Die Art ist noch nicht das Ende der biologischen Auflösung. Zwei Stämme derselben Art können unterschiedliche Gene, Stoffwechselmöglichkeiten, Anheftungseigenschaften und Stabilität besitzen. Darauf kommen wir gleich noch zurück.

Warum hat nicht jeder gleich viele Bifidobakterien?

Wenn Mikrobiomanalysen zweier Menschen unterschiedliche Mengen an Bifidobakterien zeigen, liegt das nicht an einem einzigen Faktor. Alter, Ernährung, Medikamente, Antibiotika, Transitzeit, vorhandene Konkurrenz und frühere mikrobielle Besiedlung verändern die ökologische Ausgangslage.

Besonders interessant ist ein Faktor, der sich durch Ernährung allein nicht erklären lässt: Der Wirt gestaltet seinen mikrobiellen Lebensraum selbst mit. Schleimhaut, Immunfaktoren und Glykane sind Teil der Umgebung, in der Darmbakterien leben. Einige dieser Eigenschaften werden durch menschliche Gene beeinflusst.

FUT2 – wenn die Wirtsgenetik die mikrobielle Nische mitgestaltet

Ein besonders anschauliches Beispiel ist das Gen FUT2. Es codiert die Fucosyltransferase 2, ein Enzym, das an der Bildung bestimmter fucosylierter Zuckerstrukturen auf Schleimhäuten und in Körpersekreten beteiligt ist. Menschen mit funktioneller FUT2-Aktivität werden als Secretors bezeichnet. Bei sogenannten Non-Secretors führen bestimmte Varianten dazu, dass entsprechende ABH- beziehungsweise Lewis-assoziierte Zuckerstrukturen in Sekreten nicht in gleicher Weise exprimiert werden.

Für Bakterien ist das relevant, weil Schleim nicht bloß eine Wand zwischen Darm und Körper bildet. Seine Glykane können Teil einer mikrobiellen Nische sein: als Andockstruktur, als Substrat oder indirekt über Wechselwirkungen mit anderen Organismen.

Eine Humanstudie mit 71 gesunden Erwachsenen, darunter 14 Non-Secretors, fand deutliche Unterschiede in der Bifidobakterien-Zusammensetzung. Bei den Non-Secretors waren Diversität und Artenreichtum der untersuchten Bifidobakterien geringer; auch bestimmte Vertreter aus den Gruppen um B. bifidum, B. adolescentis und B. catenulatum/pseudocatenulatum wurden seltener nachgewiesen.[9]

Das ist ein wichtiger mechanistischer Hinweis, aber keine genetische Schicksalsformel. Die Studie war vergleichsweise klein, und FUT2 ist nur einer von vielen Einflüssen. Ein Non-Secretor-Status erlaubt deshalb weder die Vorhersage eines individuellen Mikrobioms noch die Diagnose eines „Bifidobakterien-Mangels“. Er zeigt vielmehr, dass der Mensch das Habitat seiner Mikroorganismen biochemisch mitgestaltet.

LCT – ein zweites Beispiel für Genetik, Ernährung und Mikrobiom

Ein anderes Muster zeigt der LCT-Lokus, der mit der Laktasepersistenz verbunden ist. In einer großen Analyse des MiBioGen-Konsortiums mit 18.340 Personen aus 24 Kohorten war dieser Bereich das stärkste studienweite genetische Signal für Unterschiede in der Darmmikrobiota. Die Variante zeigte eine altersabhängige Beziehung zur Häufigkeit von Bifidobacterium.[10]

FUT2 und LCT illustrieren damit zwei verschiedene Wege. Bei FUT2 geht es unmittelbar um die chemische Ausstattung von Schleimhäuten und Sekreten. Beim LCT-Lokus treffen Wirtsgenetik, Laktoseverwertung und Ernährungsgewohnheiten aufeinander. Das Mikrobiom liegt genau an dieser Schnittstelle zwischen genetischer Ausstattung und Umwelt.

Kann man einen Bifidobakterien-Mangel haben?

Der Begriff Bifidobakterien-Mangel klingt zunächst so eindeutig wie Eisenmangel oder Vitamin-B12-Mangel. Genau diese Analogie ist problematisch. Für Bifidobakterien gibt es keinen allgemein anerkannten klinischen Grenzwert, unterhalb dessen eine Mangelerkrankung diagnostiziert wird.

Eine Stuhluntersuchung kann zeigen, dass bestimmte Bifidobakterien in einer Probe relativ selten oder mit einer Methode nicht nachweisbar waren. Daraus folgt noch nicht automatisch, dass dem gesamten Darm diese Organismen „fehlen“. Stuhl bildet vor allem luminale und ausgeschiedene mikrobielle Gemeinschaften ab. Schleimhautnahe Populationen und andere Darmabschnitte können davon abweichen. Hinzu kommen Unterschiede zwischen Probenentnahme, Transport, Sequenzierungs- oder Kulturverfahren und den verwendeten Referenzpopulationen.

Auch die wissenschaftliche Einordnung kommerzieller Mikrobiomtests ist derzeit zurückhaltend. Ein internationaler Konsensus von 2025 betont, dass die klinische Nutzbarkeit vieler solcher Untersuchungen noch begrenzt ist und dass für zahlreiche gemessene mikrobielle Muster keine standardisierten, unmittelbar handlungsleitenden Zielbereiche existieren.[11]

Das gilt auch für die häufig gesuchte Frage nach typischen „Symptomen eines Bifidobakterien-Mangels“. Eine Liste aus Blähungen, Müdigkeit, Infektanfälligkeit oder anderen unspezifischen Beschwerden würde eine diagnostische Genauigkeit vortäuschen, die aus einem einzelnen Bakterienwert nicht abgeleitet werden kann.

Ein niedriger Messwert ist noch keine Mangeldiagnose

Wenn eine Mikrobiomanalyse wenige Bifidobakterien ausweist, sind zunächst Methode, Referenzbereich, relative oder absolute Häufigkeit, Ernährung, Alter, Medikamente, Transit und das übrige Mikrobiom interessant. Der Befund beschreibt eine Probe. Er diagnostiziert nicht automatisch eine Ursache oder Erkrankung.

Gattung, Art und Stamm – warum der letzte Teil des Namens zählt

Auf Probiotika finden sich oft lange Bakteriennamen. Diese Bezeichnungen sind keine akademische Dekoration. Sie zeigen, wie präzise ein Mikroorganismus identifiziert wurde.

Am Beispiel von Lacticaseibacillus rhamnosus GG:

  • Gattung: Lacticaseibacillus
  • Art: Lacticaseibacillus rhamnosus
  • Stamm: Lacticaseibacillus rhamnosus GG

Der wissenschaftliche Begriff Probiotikum ist an mehr gebunden als die bloße Anwesenheit eines lebenden Bakteriums. Die international gebräuchliche Definition beschreibt lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge verabreicht einen gesundheitlichen Nutzen für den Wirt vermitteln. Eine beliebige kommensale Darmbakterie oder irgendeine lebende Kultur in einem Lebensmittel ist damit nicht automatisch ein Probiotikum.[12]

Bei konkreten Wirkungen wird die Stamm-Ebene besonders wichtig. Systematische Auswertungen zeigen, dass Ergebnisse aus Studien mit einem definierten probiotischen Stamm nicht ohne Weiteres auf andere Stämme derselben Art übertragen werden sollten.[13] Die Bezeichnung L. rhamnosus allein sagt deshalb noch nicht, dass jeder Stamm dieselben Eigenschaften besitzt wie der bekannte Stamm GG.

Sind 20 Bakterienstämme besser als drei?

Die Zahl auf dem Etikett ist zunächst eine Zahl. Ein Produkt mit 20 oder 30 Stämmen ist nicht automatisch besser untersucht oder funktionell sinnvoller als eines mit wenigen ausgewählten Kulturen. Entscheidend ist, welche Stämme enthalten sind, in welcher Menge sie vorliegen, ob sie bis zum vorgesehenen Einsatzzeitpunkt lebensfähig bleiben und welche Daten für genau diese Stämme beziehungsweise Kombination vorliegen.

Auch mehr Vielfalt in einer Kapsel ist nicht dasselbe wie mehr Vielfalt im residenten Mikrobiom. Ein vorübergehend zugeführter Organismus kann den Darm passieren, ohne sich dauerhaft anzusiedeln. Die Zahl der Kulturen auf einem Präparat und die langfristige Zusammensetzung des eigenen Mikrobioms sind zwei verschiedene Ebenen.

Wer sich genauer mit dieser Unterscheidung beschäftigen möchte, findet die begriffliche Einordnung im Gesundheitsfundament-Glossar zu Probiotika.

Wo kommen Laktobazillen und Bifidobakterien in Lebensmitteln vor?

Lactobacillaceae sind typische Akteure vieler Fermentationen. Je nach Lebensmittel und Herstellungsverfahren finden sich unterschiedliche Arten. Bei klassischem Joghurt gehören beispielsweise Lactobacillus delbrueckii subsp. bulgaricus und Streptococcus thermophilus zu den charakteristischen Starterkulturen. In pflanzlichen Fermenten wie Sauerkraut oder Kimchi können im Verlauf der Fermentation unter anderem verschiedene Lactobacillaceae auftreten.

Bifidobakterien sind dagegen nicht automatisch typische Bewohner jedes fermentierten Lebensmittels. Bestimmte Stämme werden beispielsweise fermentierten Milchprodukten gezielt zugesetzt. Ein Joghurt, Sauerkraut oder Kombucha enthält deshalb nicht allein aufgrund seiner Fermentation automatisch relevante Mengen an Bifidobakterien.

Noch wichtiger ist eine begriffliche Trennung: fermentiert bedeutet nicht automatisch probiotisch. Manche fermentierten Lebensmittel enthalten am Ende lebende Mikroorganismen, andere werden nach der Fermentation erhitzt oder anderweitig behandelt. Selbst vorhandene lebende Kulturen erfüllen nicht automatisch die wissenschaftliche Definition eines Probiotikums, für die ein gesundheitlicher Nutzen der konkret verwendeten Mikroorganismen belegt sein muss.[14]

Wie Joghurt, Sauerkraut, Kimchi, Sauerteig, Wasserkefir und Kombucha mikrobiologisch entstehen, erklären wir ausführlicher im Ratgeber Fermentierte Lebensmittel selbst herstellen.

Wie kannst Du jetzt sinnvoll weiterdenken?

Laktobazillen und Bifidobakterien lassen sich besser einordnen, wenn man sie nicht als isolierte „gute Keime“ betrachtet. Entscheidend sind Nische, Substrat, Stoffwechsel und Nachbarschaft. Daraus ergeben sich verschiedene sinnvolle Vertiefungen – je nachdem, welche Frage Dich hierher geführt hat.

Fazit – zwei Bakteriengruppen, viele verschiedene Rollen

Laktobazillen und Bifidobakterien werden oft gemeinsam genannt, biologisch sind sie jedoch weit mehr als zwei Varianten derselben „guten Darmbakterien“. Sie gehören zu verschiedenen evolutionären Linien, bevorzugen unterschiedliche ökologische Nischen und besitzen arts- und stammspezifische Fähigkeiten zur Verwertung von Kohlenhydraten.

Für ihre Bedeutung reicht deshalb die Frage „Wie viele davon habe ich?“ nicht aus. Ein Bakterium kann resident oder nur vorübergehend anwesend sein. Es kann Substrate nutzen, die anderen fehlen, und Metabolite erzeugen, von denen wiederum Nachbarorganismen leben. Cross-Feeding macht aus einzelnen Bakteriennamen ein Stoffwechselnetzwerk.

Auch der Mensch steht diesem Netzwerk nicht einfach gegenüber. Ernährung, Alter, Medikamente, Darmpassage, Schleimhaut und genetische Faktoren wie FUT2 oder LCT gestalten die Bedingungen mit. Wer diese Ebene berücksichtigt, kommt der Biologie des Mikrobioms näher als mit einer einfachen Liste erwünschter und unerwünschter Keime.

FAQ – häufige Fragen zu Laktobazillen und Bifidobakterien

Was ist der Unterschied zwischen Laktobazillen und Bifidobakterien?

Laktobazillen und Bifidobakterien sind taxonomisch deutlich verschiedene Bakteriengruppen. Lactobacillaceae gehören zum Stamm Bacillota, Bifidobakterien zum Stamm Actinomycetota. Sie unterscheiden sich außerdem in ihren typischen Lebensräumen, ihrer Sauerstofftoleranz, ihrem Kohlenhydratstoffwechsel und den von ihnen gebildeten Stoffwechselprodukten.[1] [3] [4]

Sind Bifidobakterien Milchsäurebakterien?

Im Alltag werden Bifidobakterien häufig gemeinsam mit Lactobacillen als Milchsäurebakterien bezeichnet, weil sie bei der Fermentation unter anderem Lactat bilden. Taxonomisch gehören sie jedoch nicht zu den klassischen Milchsäurebakterien der Ordnung Lactobacillales, sondern zur deutlich entfernten Linie der Bifidobacteriales innerhalb der Actinomycetota.[1] [2]

Leben Laktobazillen im Dünndarm und Bifidobakterien im Dickdarm?

Diese Zuordnung ist als grobe Faustregel zu einfach. Verschiedene Lactobacillaceae kommen je nach Art in unterschiedlichen Körperregionen, Lebensmitteln und Darmabschnitten vor. Bifidobakterien sind stärker mit dem anaeroben Darmmilieu und besonders dem Dickdarm verbunden. Welche Arten sich an einem Ort halten können, hängt unter anderem von Sauerstoff, pH-Wert, Gallensäuren, Transit, Nahrung und vorhandener Konkurrenz ab.[3] [4]

Müssen probiotische Bakterien dauerhaft im Darm bleiben?

Nein. Viele zugeführte Bakterienstämme sind nur vorübergehend nachweisbar. Sie können den Verdauungstrakt passieren und währenddessen mit vorhandenen Mikroorganismen und dem Darmmilieu interagieren. Dauerhafte Kolonisation und vorübergehende biologische Aktivität sind zwei unterschiedliche Eigenschaften.[5] [6]

Welche Symptome verursacht ein Mangel an Bifidobakterien?

Ein allgemein anerkannter klinischer „Bifidobakterien-Mangel“ mit definiertem Grenzwert und typischer Symptomliste existiert nicht. Eine geringe relative Häufigkeit in einer Stuhlprobe kann wissenschaftlich interessant sein, lässt aber für sich allein keine Ursache oder Erkrankung diagnostizieren. Mikrobiomwerte müssen im Zusammenhang mit Untersuchungsmethode, Referenzpopulation und klinischem Kontext betrachtet werden.[11]

Welche Lebensmittel enthalten Laktobazillen und Bifidobakterien?

Verschiedene Lactobacillaceae kommen in fermentierten Lebensmitteln wie Joghurt, Sauerkraut oder Kimchi vor, wobei die Zusammensetzung vom jeweiligen Fermentationsverfahren abhängt. Bifidobakterien werden bestimmten fermentierten Milchprodukten gezielt zugesetzt, sind aber nicht automatisch Bestandteil jedes Ferments. Fermentiert bedeutet außerdem nicht zwangsläufig, dass das fertige Lebensmittel noch lebende Mikroorganismen enthält.[3] [14]

Warum ist bei Probiotika der Bakterienstamm wichtig?

Stämme derselben Bakterienart können sich genetisch und funktionell unterscheiden. Ergebnisse einer Untersuchung mit einem genau definierten Stamm lassen sich deshalb nicht automatisch auf sämtliche Stämme derselben Art übertragen. Die reine Zahl verschiedener Kulturen auf einem Produkt sagt ebenfalls nichts darüber aus, wie gut genau diese Stämme oder ihre Kombination untersucht sind.[12] [13]

Wissenschaftliche Quellen

  1. Zheng J, Wittouck S, Salvetti E et al. A taxonomic note on the genus Lactobacillus: Description of 23 novel genera, emended description of the genus Lactobacillus Beijerinck 1901, and union of Lactobacillaceae and Leuconostocaceae. Int J Syst Evol Microbiol. 2020;70:2782–2858. DOI: 10.1099/ijsem.0.004107.
  2. National Center for Biotechnology Information (NCBI). Taxonomy Browser: Lactobacillaceae, Taxonomy ID 33958; Bifidobacteriaceae, Taxonomy ID 31953. Aktuelle taxonomische Linien, abgerufen am 02.09.2026.
  3. De Filippis F, Pasolli E, Ercolini D. The food-gut axis: lactic acid bacteria and their link to food, the gut microbiome and human health. FEMS Microbiol Rev. 2020;44(4):454–489. DOI: 10.1093/femsre/fuaa015.
  4. Rivière A, Selak M, Lantin D, Leroy F, De Vuyst L. Bifidobacteria and Butyrate-Producing Colon Bacteria: Importance and Strategies for Their Stimulation in the Human Gut. Front Microbiol. 2016;7:979. DOI: 10.3389/fmicb.2016.00979.
  5. Maldonado-Gómez MX, Martínez I, Bottacini F et al. Stable Engraftment of Bifidobacterium longum AH1206 in the Human Gut Depends on Individualized Features of the Resident Microbiome. Cell Host Microbe. 2016;20(4):515–526. DOI: 10.1016/j.chom.2016.09.001.
  6. Zmora N, Zilberman-Schapira G, Suez J et al. Personalized Gut Mucosal Colonization Resistance to Empiric Probiotics Is Associated with Unique Host and Microbiome Features. Cell. 2018;174(6):1388–1405.e21. DOI: 10.1016/j.cell.2018.08.041.
  7. Kiely LJ, Busca K, Lane JA, van Sinderen D, Hickey RM. Molecular strategies for the utilisation of human milk oligosaccharides by infant gut-associated bacteria. FEMS Microbiol Rev. 2023;47(6):fuad056. DOI: 10.1093/femsre/fuad056.
  8. Culp EJ, Goodman AL. Cross-feeding in the gut microbiome: Ecology and mechanisms. Cell Host Microbe. 2023;31(4):485–499. DOI: 10.1016/j.chom.2023.03.016.
  9. Wacklin P, Mäkivuokko H, Alakulppi N et al. Secretor Genotype (FUT2 gene) Is Strongly Associated with the Composition of Bifidobacteria in the Human Intestine. PLoS One. 2011;6(5):e20113. DOI: 10.1371/journal.pone.0020113.
  10. Kurilshikov A, Medina-Gomez C, Bacigalupe R et al. Large-scale association analyses identify host factors influencing human gut microbiome composition. Nat Genet. 2021;53:156–165. DOI: 10.1038/s41588-020-00763-1.
  11. Porcari S, Mullish BH, Asnicar F et al. International consensus statement on microbiome testing in clinical practice. Lancet Gastroenterol Hepatol. 2025;10(2):154–167. DOI: 10.1016/S2468-1253(24)00311-X.
  12. Hill C, Guarner F, Reid G et al. The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics consensus statement on the scope and appropriate use of the term probiotic. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2014;11(8):506–514. DOI: 10.1038/nrgastro.2014.66.
  13. McFarland LV, Evans CT, Goldstein EJC. Strain-Specificity and Disease-Specificity of Probiotic Efficacy: A Systematic Review and Meta-Analysis. Front Med. 2018;5:124. DOI: 10.3389/fmed.2018.00124.
  14. Marco ML, Sanders ME, Gänzle M et al. The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics consensus statement on fermented foods. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2021;18:196–208. DOI: 10.1038/s41575-020-00390-5.

Weiterführende Ratgeber auf Gesundheitsfundament

Abgelegt unter: bifidobakterien , cross-feeding , Darmbakterien , Darmgesundheit , fut2 , laktobazillen , Mikrobiom , Probiotika

Über Jann Glasmachers

Mein Name ist Jann Glasmachers, ich bin Inhaber des Gesundheitsfundaments und habe eine abgeschlossene Ausbildung zum Heilpraktiker und holistischen Gesundheits-, Vitalkost- und Lebensberater. Ich blogge mit Leidenschaft, liebe Mikronährstoffe und interessiere mich sehr für die Gesetzmässigkeiten des Lebens und die Geheimnisse der Gesundheit. Nach langjähriger Krankheit habe ich mich auf den Weg gemacht das Puzzle der Gesundheit für mich zusammenzusetzen. Hierbei tun sich jeden Tag neue Erkenntnisse auf. Die Grundformel scheint jedoch universell gültig zu sein. Was sich dahinter verbirgt, lässt sich in dem Gesundheitsfundament nachlesen.

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