Blog rund um Ernährung, Gesundheit und Langlebigkeit

In meinem Blog bekommt Ihr viele Informationen rund um das Thema Ernährung, Gesundheit, Lebensoptimierung und Gesundheitsberatung. Bitte beachtet, dass ich die meisten Gesundheitstipps zwar im Selbstversuch teste, derartige Anregungen jedoch niemals einen Arztbesuch ersetzen können. Bitte geht bei unklaren Beschwerden zum Arzt.

Neuroplastizität: Wie Dein Gehirn lernt und neue Wege bildet

Verschneiter Hügel mit häufig und selten genutzten Spuren als Sinnbild für Neuroplastizität

Stell Dir Dein Gehirn wie einen großen Schneehügel vor, auf den immer wieder frischer Schnee fällt. Jeden Tag fährst Du dort Deine Bahnen: beim Denken, Lernen, Erinnern und bei vielen kleinen Abläufen, die längst automatisch geworden sind.

Eine Strecke, die Du häufig benutzt, wird mit der Zeit deutlicher. Der Schnee wird festgefahren, die Spur leichter befahrbar. Wege, die Du kaum noch nimmst, werden dagegen langsam wieder zugeschneit. Sie verschwinden nicht unbedingt, sind aber schwerer zu finden.

Manchmal fällt ein Baum auf eine vertraute Strecke. Nach einem Schlaganfall, bei Multipler Sklerose oder durch eine andere Schädigung des Nervensystems können bisher genutzte Verbindungen gestört werden. Das Gehirn kann unter bestimmten Voraussetzungen andere Strecken stärker nutzen, Umleitungen ausbauen oder Aufgaben teilweise neu verteilen. Ob und wie gut das gelingt, lässt sich aus dem Prinzip allein jedoch nicht vorhersagen.[1]

Diese Fähigkeit zur Anpassung heißt Neuroplastizität oder neuronale Plastizität. Lernen und Erfahrung können messbare funktionelle und strukturelle Veränderungen im Gehirn begleiten. Das erwachsene Gehirn ist damit kein fertiger Bauplan, aber auch keine beliebig formbare Masse.[2]

Dieser Ratgeber erklärt, was sich bei Neuroplastizität tatsächlich verändert, wie aus Wiederholung eine stabile Spur wird und warum Plastizität nicht automatisch Heilung bedeutet. Am Ende wird auch klarer, welche Bedingungen Lernen und Anpassung unterstützen können.

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Darmgesundheit: Was einen gesunden Darm ausmacht

Ballaststoffreiche Lebensmittel als alltagstaugliche Grundlage für eine abwechslungsreiche Ernährung

Wer nach Darmgesundheit sucht, möchte meist etwas Konkretes wissen: Was ist gut für den Darm? Welche Ernährung unterstützt ihn? Wie lässt sich die Darmflora aufbauen? Und wann sind Tests oder Produkte sinnvoll?

Die kurze Antwort lautet: Eine abwechslungsreiche Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen, genügend Flüssigkeit, regelmäßige Bewegung, erholsamer Schlaf und ein zurückhaltender Umgang mit unnötigen Einschränkungen schaffen eine gute Grundlage. Doch bei Blähungen, Schmerzen, Durchfall, Verstopfung oder wiederkehrenden Unverträglichkeiten reicht diese allgemeine Antwort oft nicht mehr aus.

Darmgesundheit entsteht nicht an einer einzigen Stelle. Verdauung, Darmschleimhaut, Darmbarriere, Mikrobiom, Immunsystem und Nervensystem greifen ineinander. Diese Seite führt Dich durch das System – von der alltagstauglichen Basis bis zu der Frage, welche Ebene bei konkreten Beschwerden genauer betrachtet werden sollte.

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Fruktoseintoleranz: Was hinter einer Fruktosemalabsorption steckt

Fruktoseintoleranz im Alltag mit Obst, Saft und unterschiedlich verträglichen Portionen

Vielleicht verträgst Du ein paar Erdbeeren problemlos, bekommst nach einem großen Glas Apfelsaft aber einen Blähbauch. Vielleicht macht eine kleine Portion Obst gar nichts, während Smoothie, Honig oder Trockenfrüchte Bauchschmerzen und Durchfall auslösen. Und irgendwann steht die Frage im Raum: Habe ich eine Fruktoseintoleranz?

Hinter diesem Suchbegriff steckt meistens die intestinale Fruktosemalabsorption. Dabei wird eine bestimmte Menge Fruktose im Dünndarm nicht vollständig aufgenommen. Ein Teil gelangt weiter in den Dickdarm, wo Wasserbewegung und bakterielle Fermentation Beschwerden begünstigen können.

Wichtig ist die zweite Hälfte des Satzes: können. Eine unvollständige Aufnahme bedeutet nicht automatisch, dass Beschwerden entstehen. Die europäische Atemtest-Leitlinie trennt deshalb zwischen einer nachweisbaren Kohlenhydrat-Malabsorption und einer klinisch relevanten Intoleranz. Für die Einordnung gehören Messwert und zeitlich passende Symptome zusammen.[1]

Davon vollständig zu unterscheiden ist die hereditäre Fruktoseintoleranz, kurz HFI. Sie ist keine Variante einer empfindlichen Verdauung, sondern eine seltene angeborene Stoffwechselerkrankung. Beide Begriffe enthalten das Wort Fruktoseintoleranz, beschreiben aber biologisch völlig unterschiedliche Vorgänge.

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Dysbiose im Darm: Was eine gestörte Darmflora wirklich bedeutet

Darmmikrobiom als vielfältiges mikrobielles Ökosystem im menschlichen Darm

Eine „gestörte Darmflora“ klingt zunächst nach einem einfachen Problem: Einige erwünschte Darmbakterien fehlen, andere sind zu häufig vorhanden und das Gleichgewicht muss wiederhergestellt werden. Der wissenschaftliche Begriff dafür lautet häufig Dysbiose. Je genauer man hinschaut, desto schwieriger wird allerdings die Frage, welches Gleichgewicht damit eigentlich gemeint ist.

Menschen besitzen keine einheitliche Darmflora, die sich wie ein Normblutbild mit festen Sollwerten beschreiben ließe. Der aktuelle ISAPP-Konsensus zur Darmgesundheit berücksichtigt das Mikrobiom als einen Teil eines größeren funktionellen Systems, ohne eine bestimmte Bakterienzusammensetzung als universellen Normalzustand festzulegen.[1] Eine große Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 bezeichnet gerade den unscharfen Gebrauch des Begriffs „Dysbiose“ als Problem: Eine Veränderung gegenüber anderen Menschen oder einer Referenzgruppe erklärt noch nicht automatisch, ob das Mikrobiom funktionell gestört ist.[2]

Für die praktische Einordnung wird deshalb eine andere Frage interessanter: Wie reagiert das mikrobielle Ökosystem auf Veränderungen – und findet es anschließend wieder in einen stabilen funktionellen Zustand?

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Wassereinlagerungen: Ursachen, Ödeme und was wirklich dahintersteckt

Leicht geschwollene Knöchel und Füße nach einem warmen Tag

Am Morgen passen die Schuhe noch problemlos, am Abend spannen sie. Die Knöchel wirken dicker, ein Ring sitzt plötzlich enger oder die Beine fühlen sich nach einem heißen Tag schwer an. Solche Veränderungen werden meist als Wassereinlagerungen bezeichnet. Medizinisch spricht man von einem Ödem, wenn sich vermehrt Flüssigkeit im Zwischenraum des Gewebes ansammelt. Dahinter können harmlose Alltagssituationen stehen – aber auch Erkrankungen der Venen, des Lymphsystems, des Herzens, der Nieren oder anderer Organe.[1]

Der entscheidende Punkt wird dabei leicht übersehen: Eine Wassereinlagerung bedeutet nicht automatisch, dass der Körper insgesamt einfach „zu viel Wasser“ enthält. Häufig geht es darum, wo sich Flüssigkeit befindet, unter welchem Druck sie aus kleinsten Blutgefäßen austritt und ob sie anschließend ausreichend über Blut- und Lymphsystem abtransportiert werden kann.

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Graue Haare: Warum sie entstehen – und ob sie wieder Farbe bekommen können

Mann mit natürlich ergrauten Schläfen als sichtbares Zeichen des Älterwerdens

Meine ersten grauen Haare kamen schon in den Dreißigern. Vor allem an den Schläfen wurden sie irgendwann so deutlich, dass sich die Frage aufdrängte: Ist das einfach Genetik – oder erzählt ein früh ergrauendes Haar noch etwas anderes über das biologische Umfeld, in dem es wächst?

Heute ist diese Frage spannender als noch vor einigen Jahren. Graue Haare sind zwar eines der sichtbarsten Zeichen des Alterns. Der Haarfollikel ist aber kein passiver Fadenproduzent, der irgendwann nur noch „weiß“ kennt. Pigmentierung entsteht in einem lebenden Mini-Organ aus Stammzellen, Melanozyten, Enzymen, Signalwegen und einem lokalen Stoffwechselmilieu. Einige dieser Prozesse verändern sich mit dem Alter, andere können durch Genetik, Stress, Redoxbalance und die Versorgung mit Mikronährstoffen mitgeprägt werden.

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Braucht man im Leben einen Mentor? Wie Weiterentwicklung entsteht

Zwei Menschen im persönlichen Gespräch als Sinnbild für Erfahrung, Mentoring und Lernen im Leben

Rückblickend habe ich mir in verschiedenen Lebensphasen immer wieder Menschen gesucht, von denen ich etwas lernen konnte. Meist nicht bewusst mit dem Gedanken: „Das ist jetzt mein Mentor.“ Es waren eher Menschen, die etwas verstanden oder gelebt hatten, das ich selbst noch nicht konnte.

Dabei ging es selten um Wissen, das mir in einem Buch fehlte. Interessanter waren die Dinge dazwischen: Wie jemand mit einer schwierigen Entscheidung umgeht. Wie er eine Situation einschätzt. Wo er gelassen bleibt, obwohl ich längst reagiert hätte. Oder welche Fehler er schon gemacht hat und deshalb nicht noch einmal machen muss.

Braucht man deshalb im Leben einen Mentor? Zwingend nicht. Aber es gibt Entwicklungsphasen, in denen ein erfahrener Mensch etwas vermitteln kann, das Information allein nur schwer leistet. Besonders interessant wird diese Frage, wenn eine Veränderung bereits gelungen ist. Denn etwas zu erreichen und diesen neuen Zustand über Jahre zu erhalten, sind zwei verschiedene Aufgaben.

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Mineralstoffe: Mengenelemente, Spurenelemente und ihre Aufgaben

Mineralstoffreiche Lebensmittel als Überblick über Mengen- und Spurenelemente in der Ernährung

Calcium steckt zu einem großen Teil in Knochen und Zähnen, Kalium hält elektrische Konzentrationsunterschiede an Zellmembranen aufrecht, Eisen transportiert Sauerstoff und Selen wird Bestandteil spezialisierter Proteine: Unter dem Begriff „Mineralstoffe“ versammeln sich Nährstoffe mit sehr unterschiedlichen Aufgaben.

Gemeinsam ist ihnen, dass sie anorganische Nahrungsbestandteile sind. Anders als Vitamine können chemische Elemente vom menschlichen Stoffwechsel nicht selbst aufgebaut werden. Sie gelangen über Lebensmittel und Getränke in den Körper und werden dort je nach Element als Baustoff, Elektrolyt, Enzymbestandteil oder für andere physiologische Prozesse gebraucht.[1]

Mineralstoffe werden in Mengen- und Spurenelemente eingeteilt. Spurenelemente stehen also nicht neben den Mineralstoffen, sondern gehören dazu. Der Unterschied beschreibt vor allem die Größenordnung, in der der Körper sie benötigt – nicht ihre biologische Bedeutung.[2]

Dieser Ratgeber dient als Landkarte durch die Mineralstoffwelt. Er zeigt zuerst, welche Mengen- und Spurenelemente es gibt und was sie voneinander unterscheidet. Danach geht es um Aufgaben, Lebensmittel, Aufnahme, Referenzwerte, Mangel, Überversorgung und Nahrungsergänzung. Wo ein einzelner Mineralstoff mehr Tiefe braucht, führt der Weg direkt in den passenden Gesundheitsfundament-Ratgeber.

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Silizium: Was im Körper passiert – und was nicht belegt ist

Siliziumhaltige Lebensmittel wie Getreide und Gemüse neben einem Glas Wasser

Silizium begegnet einem in Gesundheitsratgebern fast immer in derselben Nachbarschaft: Haut, Haare, Nägel, Bindegewebe, Knochen und Gelenke. Wer weiterliest, stößt auf Kieselsäure, Kieselerde, „organisches Silizium“ und irgendwann häufig auf die Behauptung, Silizium könne Aluminium binden oder sogar aus dem Körper entfernen.

Die wissenschaftliche Ausgangslage ist ungewöhnlicher. Das Bundesinstitut für Risikobewertung verweist darauf, dass Silizium von der EFSA als nicht essenzieller Nährstoff eingestuft wurde. Eine spezifische biochemische Funktion beim Menschen ist bislang nicht eindeutig identifiziert, empfohlene Aufnahmemengen gibt es weder von der EFSA noch von den D-A-CH-Gesellschaften und bekannte Siliziummangelerscheinungen beim Menschen sind nicht etabliert.[1]

Gleichzeitig ist Silizium keineswegs unerforscht. Die EFSA hat unter anderem Zusammenhänge mit Kollagen und Bindegewebe, Knochen, Gelenken, Haut, Haaren und Nägeln sowie einen möglichen Schutz vor einer Aluminiumanreicherung im Gehirn bewertet. Für diese beantragten Wirkungen reichte die wissenschaftliche Evidenz nicht aus, um einen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zu bestätigen.[2] Im EU-Register werden entsprechende Silizium-Health-Claims als nicht autorisiert geführt.[3]

Das macht Silizium gerade interessant. Die entscheidende Frage lautet nicht nur: Wurde irgendwo eine Wirkung beobachtet? Sondern: Auf welcher Evidenzstufe wurde sie beobachtet – und was lässt sich daraus tatsächlich für den Menschen ableiten?

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Chrom: Was das Spurenelement im Körper wirklich macht

Chromhaltige Lebensmittel und ein Nahrungsergänzungsmittel im Alltag

Viele Menschen begegnen Chrom nicht im Zusammenhang mit einer ausgewogenen Ernährung, sondern über Begriffe wie Blutzucker, Diabetes, Heißhunger, Zimt oder Abnehmen. Das klingt zunächst nach einer klaren Wirkungskette: Chrom unterstützt Insulin, dadurch bleibt der Blutzucker stabil, der Appetit sinkt und das Gewicht gleich mit. So geradlinig ist die Datenlage jedoch nicht.

Die kurze Antwort auf die Frage „Was macht Chrom im Körper?“ lautet: Dreiwertiges Chrom, kurz Cr(III), wird mit der Wirkung von Insulin und dem Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen in Verbindung gebracht. Wie genau Chrom dabei biologisch wirkt und ob es für gesunde Menschen im strengen wissenschaftlichen Sinn essenziell ist, wird heute allerdings kontrovers beurteilt.[1][2]

Rechtlich sind in der Europäischen Union zwei Aussagen zugelassen: Chrom trägt zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen und zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei. Beide Aussagen beschreiben normale Körperfunktionen. Sie bedeuten nicht, dass ein Chrompräparat erhöhte Blutzuckerwerte senkt, Diabetes behandelt oder eine Gewichtsabnahme bewirkt.[3]

Dieser Ratgeber trennt deshalb drei Fragen, die bei Chrom oft ineinanderlaufen: Welche physiologische Rolle wird diskutiert? Was zeigen Studien mit Nahrungsergänzung? Und was ist daraus für Deinen nächsten Schritt tatsächlich ableitbar?

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