Was ist HPU? Symptome, Ursachen und Behandlung erklärt

Kurz erklärt: HPU steht für Hämopyrrollaktamurie. Gemeint ist eine beschriebene Störung im Häm-Stoffwechsel, bei der vermehrt Pyrrolverbindungen über den Urin ausgeschieden werden sollen. Diskutiert wird dabei vor allem ein möglicher Mehrbedarf an Vitamin B6, Zink und Mangan. Häufig genannte Beschwerden sind Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, Stimmungsschwankungen und hormonelle Beschwerden.
Da diese Beschwerden sehr unspezifisch sind, bleibt HPU oft lange unentdeckt oder wird mit anderen Themen wie Stress, Nährstoffmängeln, Schilddrüse, Eisenmangel oder hormonellen Beschwerden verwechselt. In diesem Artikel erfährst Du, was hinter HPU steckt, welche Symptome möglich sind, wie ein Test funktioniert und welche Behandlungsansätze diskutiert werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Was ist HPU?
- 2. HPU, KPU und Pyrrolurie: Wo liegt der Unterschied?
- 3. Welche Symptome können bei HPU auftreten?
- 4. HPU bei Frauen: Zyklus, PMS und Menstruation
- 5. Entstehung und mögliche Ursachen der HPU
- 6. Wie wird HPU getestet?
- 7. Behandlung: Nährstoffe, Ernährung und Lebensstil
- 8. Ist HPU wissenschaftlich anerkannt?
- 9. Häufige Fragen zu HPU
- 10. Fazit: HPU ernst nehmen und Beschwerden abklären lassen
- Quellen
1. Was ist HPU?

HPU ist die Abkürzung für Hämopyrrollaktamurie. Im Mittelpunkt steht der sogenannte Häm-Stoffwechsel. Häm ist ein wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und spielt eine zentrale Rolle beim Sauerstofftransport. Außerdem ist Häm an verschiedenen enzymatischen Prozessen beteiligt, unter anderem in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen.
Bei HPU wird beschrieben, dass es im Rahmen des Häm-Stoffwechsels zu einer vermehrten Bildung und Ausscheidung bestimmter Pyrrolverbindungen kommen kann. Diese Verbindungen sollen über den Urin ausgeschieden werden und dabei Mikronährstoffe wie Vitamin B6, Zink und Mangan binden. Dadurch kann ein erhöhter Bedarf an diesen Nährstoffen entstehen.
Ausscheidung von Pyrrolen im Urin
Pyrrole sind chemische Verbindungen, die im Zusammenhang mit dem Häm-Stoffwechsel diskutiert werden. Bei HPU soll es zu einer erhöhten Ausscheidung von Pyrrolverbindungen, insbesondere Hämopyrrollaktam-Komplexen, über den Urin kommen. Diese Ausscheidung kann mit speziellen Urintests untersucht werden.
Verlust von Vitamin B6, Zink und Mangan
Ein zentraler Punkt bei HPU ist der mögliche Verlust oder Mehrbedarf an bestimmten Mikronährstoffen. Besonders häufig genannt werden:
- Vitamin B6, insbesondere in aktiver Form als Pyridoxal-5-Phosphat (P-5-P)
- Zink
- Mangan
Diese Mikronährstoffe sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Vitamin B6 und Zink spielen zum Beispiel eine Rolle im Nervensystem, im Immunsystem, bei der Hormonregulation und bei vielen enzymatischen Reaktionen. Ein Mangel oder erhöhter Bedarf kann daher unterschiedliche Beschwerden begünstigen.
2. HPU, KPU und Pyrrolurie: Wo liegt der Unterschied?
Die Begriffe HPU, KPU und Pyrrolurie werden häufig ähnlich verwendet. Dennoch gibt es Unterschiede in der Bedeutung:
- HPU (Hämopyrrollaktamurie): Beschreibt eine Störung, bei der Hämopyrrollaktam-Komplexe über den Urin ausgeschieden werden sollen. Im Fokus stehen der Häm-Stoffwechsel und ein möglicher Mehrbedarf an Vitamin B6, Zink und Mangan.
- KPU (Kryptopyrrolurie): Bezeichnet eine erhöhte Ausscheidung von Kryptopyrrolen im Urin. Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit ähnlichen Beschwerden verwendet.
- Pyrrolurie: Ist ein allgemeinerer Begriff für die erhöhte Ausscheidung von Pyrrolverbindungen über den Urin.
In der Praxis überschneiden sich diese Begriffe häufig. Wichtig ist deshalb weniger der Begriff selbst, sondern eine sorgfältige Betrachtung der Beschwerden, Laborwerte, Nährstoffversorgung und möglicher Begleiterkrankungen.
3. Welche Symptome können bei HPU auftreten?
Die möglichen Symptome einer HPU sind sehr unterschiedlich und nicht spezifisch. Das bedeutet: Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder innere Unruhe können viele Ursachen haben. Dennoch berichten Betroffene mit HPU-Verdacht häufig über wiederkehrende körperliche, psychische und neurologische Beschwerden.
Häufig genannte körperliche Symptome
- Chronische Müdigkeit: Betroffene fühlen sich oft erschöpft, auch nach ausreichend Schlaf.
- Erschöpfung und Leistungsknick: Alltag, Sport oder Arbeit werden schneller als belastend empfunden.
- Kopfschmerzen oder Migräne: Manche Betroffene berichten über wiederkehrende Kopfschmerzen.
- Verdauungsbeschwerden: Blähungen, Unverträglichkeiten oder wechselnde Verdauung können begleitend auftreten.
- Blasse Haut und Augenringe: Diese Merkmale werden häufig beschrieben, sind aber nicht beweisend für HPU.
- Weiße Flecken auf den Nägeln: Sie können mit einem Zinkmangel in Verbindung stehen, haben aber auch andere mögliche Ursachen.
Psychische und neurologische Symptome
- Konzentrationsprobleme: Schwierigkeiten, fokussiert zu bleiben oder klare Gedanken zu fassen.
- Innere Unruhe: Nervosität, Reizbarkeit oder ein Gefühl ständiger Anspannung.
- Stimmungsschwankungen: Betroffene berichten teils über depressive Verstimmungen oder emotionale Instabilität.
- Schlafprobleme: Ein- und Durchschlafstörungen können die Erschöpfung zusätzlich verstärken.
- Reizüberflutung: Geräusche, Licht oder Stresssituationen werden teils intensiver wahrgenommen.
Da diese Symptome auch bei Schilddrüsenproblemen, Eisenmangel, Vitamin-D-Mangel, chronischem Stress, Depressionen, Angststörungen, Histaminintoleranz oder anderen Erkrankungen auftreten können, ist eine gründliche Abklärung besonders wichtig.
4. HPU bei Frauen: Zyklus, PMS und Menstruation
HPU wird besonders häufig im Zusammenhang mit Beschwerden bei Frauen diskutiert. Viele Betroffene berichten, dass sich ihre Symptome rund um den Zyklus verändern oder vor der Menstruation verstärken. Typische Beschwerden können stärkere Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Schlafprobleme oder ein ausgeprägtes prämenstruelles Syndrom (PMS) sein.
Ein möglicher Erklärungsansatz ist, dass hormonelle Schwankungen den Stoffwechsel, das Nervensystem und den Bedarf an Mikronährstoffen beeinflussen können. Besonders Vitamin B6, Zink und Magnesium spielen auch im Hormonstoffwechsel und bei der Regulation des Nervensystems eine Rolle.
Wichtig ist jedoch: Zyklusstörungen, starke Blutungen, starke Regelschmerzen, Zwischenblutungen oder ausgeprägte PMS-Beschwerden sollten immer gynäkologisch abgeklärt werden. HPU kann ein möglicher zusätzlicher Aspekt sein, ersetzt aber keine medizinische Diagnostik.
Für Frauen mit Verdacht auf HPU kann ein Symptomtagebuch hilfreich sein. Darin können Beschwerden wie Müdigkeit, Reizbarkeit, Migräne, Schlafprobleme, Verdauungsbeschwerden oder Stimmungsschwankungen über mehrere Zyklen hinweg dokumentiert werden.
5. Entstehung und mögliche Ursachen der HPU
Die Entstehung von HPU wird unterschiedlich erklärt. Häufig wird zwischen einer genetischen Veranlagung und auslösenden oder verstärkenden Faktoren unterschieden. Dazu gehören unter anderem Stress, Infektionen, Umweltbelastungen, Nährstoffmängel oder eine erhöhte oxidative Belastung.
Fehlbildung im Häm-Stoffwechsel
Bei HPU wird angenommen, dass der Häm-Stoffwechsel nicht optimal abläuft. Dadurch sollen vermehrt Pyrrolverbindungen entstehen, die der Körper über den Urin ausscheidet. Im Rahmen dieser Ausscheidung können Mikronährstoffe wie Vitamin B6, Zink und Mangan gebunden und vermehrt ausgeschieden werden.
Genetische Veranlagung
Manche Konzepte beschreiben HPU als genetisch mitbedingt. Das bedeutet: Eine Veranlagung kann vorhanden sein, Beschwerden müssen aber nicht dauerhaft gleich stark ausgeprägt sein. Stress, Infekte, hormonelle Veränderungen oder andere Belastungen können dazu beitragen, dass Symptome deutlicher werden.
Stress, Umweltgifte und freie Radikale
Chronischer Stress, Schadstoffbelastungen, Infektionen oder entzündliche Prozesse können den Körper zusätzlich belasten. Dabei entstehen vermehrt freie Radikale, die wiederum die Mitochondrien und den Energiestoffwechsel beeinflussen können. Da viele Betroffene über Energiemangel und Erschöpfung berichten, wird auch die Rolle der Mitochondrien im Zusammenhang mit HPU häufig diskutiert.
6. Wie wird HPU getestet?
Die Diagnose von HPU erfolgt meist über spezielle Urintests. Dabei wird untersucht, ob vermehrt Hämopyrrollaktam-Komplexe oder verwandte Pyrrolverbindungen ausgeschieden werden. Häufig werden entweder ein Morgenurin-Test oder ein 24-Stunden-Sammelurin-Test verwendet.
HPU-Test mit Morgenurin
Der Morgenurin-Test ist vergleichsweise einfach durchzuführen. Er wird häufig bei Kindern, Jugendlichen und jüngeren Erwachsenen eingesetzt. Dabei wird eine Probe des ersten Morgenurins entnommen und an ein Labor geschickt.
HPU-Test mit 24-Stunden-Sammelurin
Beim 24-Stunden-Sammelurin-Test wird der Urin über einen ganzen Tag gesammelt. Diese Methode kann sinnvoll sein, wenn eine genauere Betrachtung der Ausscheidung über den Tagesverlauf gewünscht ist oder wenn bestimmte Begleitumstände vorliegen.
Wichtige Hinweise vor dem Test
Damit das Testergebnis möglichst aussagekräftig ist, sollten die Hinweise des jeweiligen Labors genau beachtet werden. Häufig gelten unter anderem folgende Empfehlungen:
- Nahrungsergänzungsmittel pausieren: Zink, Vitamin B6/P-5-P und Mangan können das Ergebnis beeinflussen und sollten je nach Laborvorgabe einige Tage vorher pausiert werden.
- Antibiotika berücksichtigen: Nach einer antibiotischen Behandlung kann es sinnvoll sein, mit dem Test zu warten.
- Zyklus beachten: Bei Frauen kann der Zeitpunkt im Zyklus eine Rolle spielen. Die Vorgaben des Labors sollten beachtet werden.
- Alkohol vermeiden: Größerer Alkoholkonsum vor dem Test kann das Ergebnis beeinflussen.
- Medizinische Maßnahmen beachten: Nach Infusionen oder bestimmten Therapien sollte der Testzeitpunkt mit Fachpersonal abgestimmt werden.
Bestellvorgang und Analyse

Pyrrolurie (ehem. HPU) Test von medivere »
Ein HPU- oder Pyrrolurie-Test kann je nach Anbieter auch als Testkit für zu Hause bestellt werden. Nach der Probenentnahme wird die Urinprobe an ein spezialisiertes Labor geschickt. Der Befund enthält anschließend eine Auswertung der gemessenen Werte. Die Interpretation sollte idealerweise gemeinsam mit einem Arzt, Heilpraktiker oder erfahrenen Therapeuten erfolgen.
Ein Testkit enthält je nach Anbieter zum Beispiel:
- Anleitung zur Probengewinnung
- Urin-Röhrchen und Pipette
- Urin-Becher
- Versandgefäß
- Probenbegleitschein
- Versandtasche
7. Behandlung: Nährstoffe, Ernährung und Lebensstil
Wenn ein Test auf Pyrrolurie oder HPU auffällig ist, sollte das Ergebnis nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend sind die Beschwerden, die Nährstoffversorgung, mögliche Begleiterkrankungen und die gesamte gesundheitliche Situation. Ein geeigneter Behandlungsplan sollte deshalb individuell abgestimmt werden.
Supplementierung von Zink, Mangan und aktivem Vitamin B6
Bei HPU wird häufig eine gezielte Versorgung mit bestimmten Mikronährstoffen diskutiert. Besonders im Fokus stehen Zink, Mangan und Vitamin B6, insbesondere die aktive Form Pyridoxal-5-Phosphat (P-5-P).
Die Einnahme sollte jedoch nicht wahllos erfolgen. Dosierung, Kombination und Dauer sollten an Laborwerte, Beschwerden und Verträglichkeit angepasst werden. Besonders bei höheren Dosierungen von Vitamin B6 ist fachliche Begleitung sinnvoll.
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Ernährung bei HPU
Eine nährstoffreiche Ernährung kann den Körper unterstützen. Im Vordergrund stehen frische, möglichst unverarbeitete Lebensmittel, eine gute Eiweißversorgung und eine ausreichende Zufuhr wichtiger Mineralstoffe und Vitamine.
Empfehlenswerte Ernährungsgrundlagen
- Frische Lebensmittel: Gemüse, Obst, Kräuter, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Eier, Fisch und hochwertiges Fleisch können zur Nährstoffversorgung beitragen.
- Gute Eiweißquellen: Eiweiß ist wichtig für Enzyme, Immunsystem, Muskulatur und Entgiftungsprozesse.
- Gesunde Fette: Olivenöl, Leinöl, Nüsse, Samen und fettreicher Fisch liefern wertvolle Fettsäuren.
- Zucker reduzieren: Ein stabiler Blutzucker kann Energie, Konzentration und Stimmung unterstützen.
- Ausreichend trinken: Wasser und ungesüßte Kräutertees sind gute Grundlagen.
Histamin und Unverträglichkeiten beachten
Manche Betroffene berichten zusätzlich über Histaminprobleme oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, histaminreiche Lebensmittel wie gereiften Käse, Alkohol, fermentierte Produkte, Fischkonserven oder stark verarbeitete Fleischwaren testweise zu reduzieren. Eine dauerhafte Einschränkung sollte jedoch nur erfolgen, wenn sie gut begründet ist.
Stressmanagement und Lebensstil
Stress kann viele Beschwerden verstärken, unabhängig davon, ob HPU vorliegt oder nicht. Deshalb sind Schlaf, Erholung, Bewegung und ein stabiler Alltag wichtige Bausteine.
- Regelmäßige Bewegung: Moderate Aktivitäten wie Spaziergänge, Yoga, Pilates, Radfahren oder Wandern können helfen.
- Entspannungstechniken: Atemübungen, Meditation oder progressive Muskelentspannung können das Nervensystem beruhigen.
- Guter Schlaf: Regelmäßige Schlafzeiten und eine ruhige Abendroutine unterstützen Regeneration und Energie.
- Belastungen reduzieren: Prioritäten, Pausen und realistische Tagesplanung können Überforderung vorbeugen.
- Symptome dokumentieren: Ein Tagebuch hilft, Zusammenhänge mit Stress, Ernährung, Zyklus oder Schlaf zu erkennen.
8. Ist HPU wissenschaftlich anerkannt?
HPU wird vor allem in der Erfahrungsmedizin, funktionellen Medizin und orthomolekularen Medizin diskutiert. Gleichzeitig ist wichtig zu wissen: Die wissenschaftliche Anerkennung von HPU als klar definierte Erkrankung ist begrenzt. Viele Beschwerden, die mit HPU in Verbindung gebracht werden, können auch andere Ursachen haben.
Deshalb sollte HPU nicht als alleinige Erklärung für komplexe Beschwerden betrachtet werden. Sinnvoll ist eine umfassende Diagnostik, bei der unter anderem Blutbild, Eisenstatus, Schilddrüse, Vitamin D, Vitamin B12, Entzündungswerte, Leberwerte, Darmgesundheit, hormonelle Faktoren und psychische Belastungen berücksichtigt werden können.
Ein auffälliger HPU-Test kann ein Hinweis sein, sollte aber immer im Zusammenhang mit Symptomen, Laborwerten und medizinischer Vorgeschichte interpretiert werden. Wer starke, neue oder zunehmende Beschwerden hat, sollte diese ärztlich abklären lassen.
9. Häufige Fragen zu HPU
Wie kann ich sicher sein, dass ich HPU habe?
Ein Hinweis auf HPU kann ein spezieller Urintest sein, bei dem Pyrrolverbindungen oder Hämopyrrollaktam-Komplexe untersucht werden. Da die Symptome unspezifisch sind, sollte das Ergebnis immer zusammen mit Beschwerden, Laborwerten und möglichen anderen Ursachen bewertet werden.
Sind HPU und KPU dasselbe?
HPU und KPU werden häufig ähnlich verwendet, sind aber nicht exakt dasselbe. HPU bezieht sich auf Hämopyrrollaktamurie, KPU auf Kryptopyrrolurie. Beide Begriffe beschreiben Konzepte rund um eine erhöhte Ausscheidung bestimmter Pyrrolverbindungen über den Urin.
Welche Symptome sprechen für HPU?
Häufig genannt werden Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden und hormonelle Beschwerden. Diese Symptome können jedoch viele Ursachen haben und sind nicht beweisend für HPU.
Kann HPU die Menstruation beeinflussen?
Viele Frauen berichten, dass sich Beschwerden wie Müdigkeit, Reizbarkeit, Kopfschmerzen oder PMS rund um die Menstruation verstärken. Ein Zusammenhang wird diskutiert, sollte aber nicht als alleinige Ursache angenommen werden. Starke Zyklusbeschwerden sollten gynäkologisch abgeklärt werden.
Kann ich HPU selbst behandeln?
Eine eigenständige Behandlung ohne Abklärung ist nicht empfehlenswert. Bei HPU werden häufig Zink, Mangan und aktives Vitamin B6 eingesetzt. Dosierung und Kombination sollten jedoch individuell festgelegt und idealerweise fachlich begleitet werden.
Welche Ernährung ist bei HPU empfehlenswert?
Empfehlenswert ist eine nährstoffreiche Ernährung mit frischen, möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln, guten Eiweißquellen, gesunden Fetten und wenig Zucker. Bei Verdacht auf Histaminprobleme können histaminreiche Lebensmittel testweise reduziert werden.
Ist HPU vererbbar?
HPU wird teilweise als genetisch mitbedingt beschrieben. Eine familiäre Häufung ist möglich. Ob Beschwerden auftreten und wie stark sie sind, kann jedoch individuell sehr unterschiedlich sein und auch von Stress, Ernährung, Infekten oder hormonellen Faktoren beeinflusst werden.
10. Fazit: HPU ernst nehmen und Beschwerden abklären lassen
HPU ist ein Thema, das vor allem bei chronischer Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, innerer Unruhe, Stimmungsschwankungen, Nährstoffmängeln und hormonellen Beschwerden diskutiert wird. Im Mittelpunkt steht der Häm-Stoffwechsel sowie ein möglicher Mehrbedarf an Vitamin B6, Zink und Mangan.
Gleichzeitig ist wichtig: Die Beschwerden sind unspezifisch und können viele Ursachen haben. Deshalb sollte HPU nicht vorschnell als alleinige Erklärung betrachtet werden. Sinnvoll ist eine sorgfältige Abklärung, bei der Testergebnisse, Symptome, Nährstoffversorgung, Schilddrüse, Eisenstatus, Hormone, Darmgesundheit und Stressbelastung gemeinsam betrachtet werden.
Wer den Verdacht hat, von HPU betroffen zu sein, kann einen spezialisierten Urintest in Erwägung ziehen und das Ergebnis mit fachlicher Unterstützung auswerten lassen. Eine gezielte Versorgung mit Mikronährstoffen, eine nährstoffreiche Ernährung, Stressreduktion und ein stabiler Lebensstil können wichtige Bausteine sein, um das eigene Wohlbefinden zu unterstützen.


