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Zöliakie - Natürliche Hilfsmittel zur Regeneration der Darmschleimhaut

Zöliakie - Natürliche Heilmittel

Von Tag zu Tag finde ich das Zusammenspiel der einzelnen Organe im menschlichen Körper spannender. Gehirn und zentrales Nervensystem faszinieren mich besonders, aber auch andere Organe sind nicht minder intressant. Heute soll es einmal um das Thema Darm im Zusammenhang mit Zöliakie gehen. Leider gehöre ich zu den Betroffenen, die mit einer Zöliakie gebeutelt sind. Nach jahrzehntelanger Darmentzündung und Ärzteodyssee, hat ein Gasteroenterologe hier in Wiesbaden die Krankheit endlich bei mir aufdecken können. Leider war meine Dünndarmschleimhaut zu diesem Zeitpunkt schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Ich gehöre nun zu denjenigen, die sich ein Leben lang glutenfrei ernähren müssen. Aber reicht eine Ernährungsumstellung alleine, um die Darmwände wieder aufzubauen? Was gibt es sonst noch für Möglichkeiten? All diesen Fragen bin ich in diesem Artikel nachgegangen.

Was ist Zöliakie?

Der Begriff "Zöliakie" wird in der Regel verwendet, wenn die Erkrankung im Kindesalter auftritt. Tritt die Krankheit im Erwachsenenalter auf, wird sie oft auch als "einheimische Sprue" oder gluteninduzierte Enteropathie bezeichnet.

Hervorgerufen werden soll diese Krankheit durch den Verzehr von glutenhaltigem Getreide, wie z. B. Weizen, Roggen oder auch Gerste. Gluten wird auch als Klebereiweiß bezeichnet.

Betroffen sind mittlerweile immer mehr Menschen. Wird die Krankheit nicht erkannt, können die Dünndarmzotten geschädigt werden und die Schleimhaut dünnt sich dann allmählich immer weiter aus (Atrophie). Werden keine Gegenmassnahmen ergriffen, läuft man Gefahr, neben einer ständig entzündeten Darmschleimhaut, später möglicherweise sogar Krebs auszubrüten. Die häufigste damit in Verbindung gebrachte Form ist das sogenannte Non-Hodgkin Lymphom. Aber soweit wollen wir gar nicht denken.

Die Dünndarmzotten erfüllen im menschlichen Körper jedenfalls eine wichtige Funktion, da diese die Oberfläche der Schleimhaut vergrößern. Nahrungsmittel können auf diese Weise wesentlich effektiver aufgenommen werden. Schwinden die Zotten und ist die Schleimhaut sehr geschädigt, kann dies Nährstoffaustausch behindern, was letztendlich zu Mangelerscheinungen führen kann. Dazu gehört selbstverständlich die gesamte Palette an Nährstoffen.

Klassifizierung nach Marsh

Um die Schwere der Schädigung einschätzen zu können, gibt es bestimmte medizinische Klassifizierungen. Der britische Pathologe Michael N. Marsh hat hierzu die Übergänge der Schleimhautveränderungen klassifiziert.

Typ 0 IEL < 40 Krypten normal, Zotten normal
Typ 1 IEL > 40 Krypten normal, Zotten normal
Typ 2 IEL > 40 Krypten hyperplastisch, Zotten normal
Typ 3a IEL > 40 Krypten hyperplastisch, Zotten leicht verkürzt
Typ 3b IEL > 40 Krypten hyperplastisch, Zotten stark verkürzt
Typ 3c IEL > 40 Krypten hyperplastisch, Zotten fehlen ganz

Erläuterungen

  • IEL: weiße Blutkörperchen in der obersten Deckschicht der Schleimhaut
  • Krypten: Schleimhautvertiefungen
  • Zotten: Schleimhautfalten
  • hyperplastisch: verlängert

Bei mir lautete die Diagnose damals "Zöliakie Marsh 3c". Das ist die schwerste Stufe. Natürlich hing das auch damit zusammen, dass die Zöliakie jahrzehntelang unentdeckt geblieben ist und das bei knapp einem Jahrzehnt schulmedizinischer Beobachtung!!! Die Ärzte vermuteten mein Problem damals im Dickdarm, was sich aber nur als halbrichtig herausstellte. Wie dem auch sei, es lohnt sich in diesem Fall immer etwas genauer hinzuschauen und gegebenenfalls eine umfangreichere Untersuchung anzuregen. Marsh 3c war für mich schon ein ziemlicher Hammer. Heute weiß ich, dass die Lage selbst in diesem Stadium nicht hoffnungslos ist und man "immer" etwas tun kann. Es dauert nur länger und die Maßnahmen müssen halt intensiver und mit äußerster Konsequenz erfolgen.

Symptome bei Zöliake

In der Regel äußert sich Zöliakie in dem Auftreten von teilweise langanhaltenden Durchfällen. Ein Klassiker sind auch die sogenannten Fettstühle, die im Zusammenhang mit einer schlechten Fettverwertung auftreten. Dabei klebt der Stuhlgang dann in der Schüssel und lässt sich nur mit der Bürste beseitigen. Fröhliches Bürsten! Jedoch bedeutet solch ein Stuhlauftreten nicht gleich Zöliakie. Das wäre reine Spekulation und sollte dann von einem Arzt genauer untersucht werden.

Auch Gewichtsverlust kann aufgrund der mangelhaften Nährstoffaufnahme (Malabsorption) ein Indiz auf Zöliakie sein. Kindliche Gedeihstörungen, sowie ein Blähbauch können ebenso Hinweise geben.

Bei mir waren es damals mannigfaltige Beschwerden. Neben einem entzündeten Darm hatte ich zahlreiche allergische Erscheinungen, welche sich teilweise richtig heftig äußerten. Dazu gehörten Ekzeme an jeder erdenklichen Körperstelle, Kopfhautjucken, Nasennebenhöhlenentzündung, trockener Reizhusten, Schwindel, Gelenkschmerzen usw..

Diese Beschwerden habe ich jetzt zum Glück nicht mehr. Dafür wurde ich später von neurologischen Problemen heimgesucht. Die spätere neue Diagnose lautete dann "Verdacht auf MS". Der Verdacht auf MS ist zwar übel, aber für mich nur eine Zwischenstation auf dem Weg zur Genesung. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die MS einst ihren Ursprung in meinem maroden Darm genommen hat. Das gab das ein oder andere Mal ziemliche Diskussionen mit meinen Ärzten aus der Neurologie, als ich meine Theorien zur Sprache bringen wollte. "Das ist völlig ausgeschlossen, dass Darm und Nervensystem wie ein Zwiebelschalensystem interagieren. Sie sind da auf einem Holzweg. Die Bluthirnschranke ist immer zu. Da kommt nix rein oder raus.", so oder so ähnliche Aussagen bekam ich dann als Antwort.

Glücklicherweise ist diese Ansicht mittlerweile antiquiert und es gibt zur Darm-Hirn Connection auch immer aufschlussreichere Forschungen. Letztendlich ist im Körper und darüber hinaus sowieso alles miteinander verbunden. Aber das gehört dann eher in die spirituelle Ecke und viele Schulmediziner würden bei dem Thema die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. :)

Gluten als einziger Auslöser von Zöliakie?

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Da die Zöliakieforschung immer weiter voranschreitet, gibt es auch immer bessere Erkenntnisse, ob letztendlich Gluten alleine für diese Krankheit verantwortlich ist. Dazu habe ich in einem Artikel von Rene Gräber interessante Hinweise gefunden. Die Ernährungsfachleute Dr. med. John van Limburg Stirum und Paul Pfy haben nämlich festgestellt, dass ein Ausklammern von Gluten bei Zöliakie zwar angezeigt, die eigentliche Unverträglichkeit jedoch als ein Symptom der Zöliakie zu werten ist. Verantworlich sei eher ein vermehrter Verzehr industriell hergestellter Lebensmittel in Verbindung mit dem Verzehr artfremder Eiweiße. Abgerundet wird das Dilemma durch den hohen Anteil an Pestiziden, Fungiziden, E-Stoffen, Fabrikzucker und den industriell hergestellten Fetten.

Interessante Forschungsreihe an der Uni Mainz

Zur Zeit leiden aktuell 5 –7 Prozent an einer Getreideunverträglichkeit, Tendenz steigend. In einer Forschungsreihe der Universtität in Mainz fand man heraus, dass nicht das Gluten selbst für die Unverträglichkeit verantwortlich ist, sondern ein bestimmtes Protein namens Adenosintriphosphat-Amylase (ATI). Dieses ist ein natürliches Insektizid, welches das Getreide vor Parasiten schützt. Dieser Stoff wurde in die modernen Hochleistungsgetreidesorten gezielt hineingezüchtet, um es resistenter gegen Schädlingsbefall zu machen. Das würde die Zahl der steigenden Fälle mit einer sogenannten Glutenunverträglichkeit erklären.

Ich bezweifle, dass selbst diese Erkenntnis die Lebensmittelproduzenten zu einem Umdenken bewegen könnte, da der Ertrag nach wie vor über die Gesundheit des Menschen gestellt wird. Die effektivste Möglichkeit ist immer noch die Aufklärung der Betroffenen, um dann erneut ein Nachdenken über die Auswahl der Lebensmittel anzuregen.

Es gibt aber noch weitere Ansätze, die derzeit gründlich erforscht werden. So ist auch die genetische Prädisposition mit Sicherheit ein Faktor in dem späteren Ausprägen einer Zöliakie. Man findet bei ca. 10 % der Erkrankten (in der Regel im ersten Verwandschaftsgrad) einen Verwandten, der auch an dieser Erkrankung leidet. Nach meiner Genanalyse bei 23andme wurde auch bei mir eine genetische Mutation an einem SNP zu Tage gefördert. Vielleicht ein nützlicher Hinweis in dem Zusammenspiel aller Faktoren.

Natürliche Heilmittel zur Regeneration bei einem geschädigtem Dünndarm

Vor kurzem bin ich auf den Artikel bei scdlifestyle "The Gluten-Free Lie: Why Most Celiacs are Slowly Dying" aufmerksam geworden. Inzwischen hat man in Studien tatsächlich feststellen können, dass durch eine alleinige glutenfreie Diät nur bei einem ganz kleinen Prozentsatz eine vollständige Heilung des Dünndarms erfolgt ist. Selbst bei den Probanden, die vermeintlich symptomfrei geworden sind, blieb die Dünndarmschleimhaut nach wie vor latent entzündet. Ebenso soll das häufig nebenher auftretende Leaky Gut Syndrom (löchriger Darm) durch diese Einzelmaßnahme nicht ausheilen können. Bei Interesse lest Euch hier gern ein wenig in die Fakten rein. Ich fand das jedenfalls sehr interessant.

Zeit mal zu schauen, was es für alternative Möglichkeiten gibt einen geschädigten Dünndarm zur Heilung zu motivieren. Ich bin auf einigen Seiten tatsächlich fündig geworden. Auch bei einem Leaky Gut Syndrom können diese Mittel unterstützend hilfreich sein.

Lakritzwurzel (Licorice Root)

Der Lakritzwurzel (Süßholzwurzel) wird eine entzündungshemmdende Wirkung nachgesagt. Es soll bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie Magenschleimhautentzündungen eingesetzt werden können. Da es eine schleimlösende WIrkung hat, kann es auch bei Atemwegsbeschwerden wie beispielsweise festsitzendem Husten verwendet werden. Vorsicht jedoch bei einer Langzeiteinnahme. Hier kann es auf Dauer zu einem Mangel an Kalium (Hypokaliämie) im Blut kommen bei einer gleichzeitigen Erhöhung von Natrium.

Apfel-Pektin

Apfel-Pektin kann dazu verwendet werden, unerwünschte Toxine (Schwermetalle, Blei, Aluminium, etc) im Darmtrakt zu binden und zur Ausscheidung zu bringen. Es kann anscheinend auch zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen und hat eine bindende Wirkung bei radioaktiver Belastung. Als Ballaststoff hat es eine gute Bindungsfähigkeit zu Wasser und erhält dann eine gelartige Konsistenz. Es wird bei der Einnahme als sehr wohltuend empfunden.

Eibischwurzel (Marshmallow Root)

Die Eibischwurzel verdankt ihre medizinische Wirkung den darin enthaltenen Schleimstoffen (ca. 20 %). Die Schleimstoffe sollen einen einhüllenden und reizlindernden Effekt auf die Schleimhäute haben. Diese Wirkung wurde in diversen Untersuchungen von Schleimhäuten in den Atemwegen, im Mundraum und im Magen nachgewiesen. Daher wird die Anwendung der Eibischwurzel bei Beschwerden dieser Art auch von der Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamts empfohlen.

MSM (Methyl-Sulfonyl-Methan)

Als MSM bezeichnet man den natür­lich organisch gebundenen Schwefel. Im menschlichen Körper findet sich dieser in geringer Konzentration in den Körperflüssig­keiten und im Gewebe. Wegen seiner antiallergischen und entzündunghemmenden Wirkung wird es in der alternativen Medizin auch bei Magen-Darmerkrankungen, Durchfall oder Verstopfung eingesetzt.

Aloe Vera

Aloe Vera scheint einen positiven Einfluss auf den Verdauungsstoffwechsel zu haben, indem es die dafür erforderlichen Enzymfunktionen aktivieren kann. Ebenso soll es tief in die Schichten der Darmschleimhaut vordringen, um dort entsprechende Reparaturmechanismen anzutriggern. Obacht jedoch vor einer zu hohen Dosierung, denn Aloe Vera hat auch eine ziemlich abführende Wirkung. Da könnte im wahrsten Sinne des Wortes der Schuss nach hinten losgehen. :)

Löwenzahn

Löwenzahn wird in der alternativen Medizin als klassisches Leberkraut angewendet. Es wirkt anregend auf den Gallenfluss und kurbelt so die Fettverdauung an. Das kann bei einem schlechten Fettstoffwechsel hilfreich sein.

Verdauungsenzyme

Man bekommt ja schon von Kind an gepredigt seine Nahrung immer schön durchzukauen. Das macht insofern auch Sinn, da man auf diese Weise die Oberfläche der Nahrungsbestandteile vergrößert. Bei Zöliakie funktioniert die Verdauung aber nicht mehr optimal, so dass neben einem guten Durchkauen eine kurweise Unterstützung mit Enzymen wahre Wunder wirken kann. Diese Enzyme können helfen die Nährstoffe für eine bessere Verfügbarkeit aufzuspalten, so dass diese dann zur Weiterverareitung in den Blutstrom gelangen können. Gerade beim Leaky Gut Syndrom können Enzyme angezeigt sein, da dann nicht mehr so viele großmolekulare Nährstoffbrocken in den Blutstrom gelangen um dort unerwünschte Immunreaktionen hervorzurufen.

Probiotika

Zum Thema Probiotika gibt es in der Forschung laufend vielversprechende Entdeckungen. Stellt man sich in etwa vor, dass die Anzahl der Mikroorganismen die Körperzellen um ca. das Zehnfache übersteigen, sollte man vielleicht beginnen sich mit ihnen anzufreunden. :) Hergestellt werden können Probiotika relativ kostengünstig zu Hause über Fermentation. Hierbei bieten sich beispielsweise Kefir, Kombucha, Kimchi oder Sauerkraut an. Es existieren jedoch auch zahlreiche Nahrungsergänzungen auf dem Markt. Die eigene Darmflora sollte jedenfalls immer gut in Schuss sein, da probiotische Mikroorganismen zur Unterstützung des Immunsystems beitragen sowie Vitamine und Aminosäuren synthetisieren. Ebenso können diese guten Darmbakterien ein überschießendes Pilzwachstum durch Candida in Schach halten.

Kokosöl

Wo wir schon bei antimykotischen Substanzen sind, kann man gut und gern auch Kokosöl in den Ernährungsplan mit aufnehmen. Neben seinen ganzen anderen förderlichen Eigenschaften entfaltet es auch im Darm eine positive Wirkung.

L-Glutamin

Die Aminosäure L-Glutamin wird in der alternativen Medizin oft im Rahmen von Darmsanierungen verabreicht. L-Glutamin soll zur Wundheilung beitragen und auch im Darm als Baustoff bei geschädigten Darmwänden dienen. Glutamin dient im Darmtrakt außerdem zur Unterstützung des Immunsystems, indem es scheinbar regulierend Einfluss auf das IgA nimmt. Langzeiteinnahmen über 8 Wochen sollten jedoch mit einer mehrwöchigen Pause einhergehen, um eine toxische Belastung des Organismus mit Ammoniak zu vermeiden.

N-Acetyl Glucosamine (NAG)

N-acetyl-glucosamine (NAG) ist ein gewebestabilisierender Aminozucker, der aus Aminosäure und Glukose besteht. In den USA wird Glucosamin von Therapeuten neben L-Glutamin als das wichtigste Mittel zur Wiederherstellung der Darmschleimhaut gesehen, da es für die Sekretion der Schmleimhaut benötigt wird, was wiederum den Schutzwall der oberstersten Schleimhautschichten darstellt.

Shilajit / Mumijo

Mumijo (auch Shilajit) ist eine Mineralerde, welche in der zentralasiatischen Volksmedizin seit Jahrtausenden als Heilmittel, aber auch als Stärkungsmittel verwendet wird. Mumijo ist fester Bestandteil der ayurvedischen Medizin. Die organischen Bestandteile werden im Wesentlichen von Humin- und Fulvinsäure gebildet. In der ayurvedischen Medizien wird diese Mineralerde häufig wegen ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften eingesetzt. Gerade bei Magen-Darm Erkrankungen soll es gute Wirkung gezeigt haben. Dazu soll Shilajit in der Lage sein Coenzym Q10 zu recyclen. Ein interessanter Stoff, welcher einen Versuch wert ist!

Curcuma / Cucurmin

Cucurmin ist aus der Ayurveda wegen dessen antioxidativer und entzündungshemmender Eigenschaften bekannt. Bezüglich Dickdarmentzündungen gab es da so den einen oder anderen Erfolg. So wurde beispielsweise in der Zeitschrift Molecular Nutritional Research von einem Tierversuch geschrieben, bei dem im Mäusemodell den Tieren ein entzündungsförderndes Mittel verabreicht wurde, das normalerweise zu Darmentzündung (Colitis) führt. Bei den Tieren denen man fünf Tage zuvor Curcumin dem Futter beigemischt hatte, trat diese Entzündung nicht auf. Diese schützende Funktion lässt sich möglicherweise die antioxidative Wirkung des Curcurmins begründen. Diese antioxidative Schutzwirkung liess sich übrigens auch bezüglich beschleunigter Leberregeneration in einem anderen Versuch bei Ratten beobachten. Bei Zöliakiebetroffenen wird die Leber ja häufig auch in Mitleidenschaft gezogen. Auch wenn sich im Netz bezüglich des Cucurmins nicht wirklich etwas im Zusammenhang mit Zöliakie finden lässt, möchte ich es wegen des zahlreichen anderen förderlichen Eigenschaften trotzdem hier mit aufführen.

Lebertran

Lebertran galt in meiner Kindheit immer als DER Fluch schlechthin. Mittlerweile ist dieses wertvolle Öl etwas aus der Mode gekommen. Dennoch kann es im Rahmen von entzündlichen Darmerkrankungen hilfreich sein. Lebertran enthält Vitamin A und Vitamin D. Beide Vitamine sind für den menschlichen Körper wichtig. So verbessert Vitamin D die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung und Vitamin A die Erhaltung der Schleimhautbarriere im Verdauungstrakt. Vorsicht auch hier vor Überdosierung. Es gibt leider nicht mehr viele Quellen, wo man dieses wertvolle Elixier erwerben kann, doch es gibt sie. Man muss nur etwas suchen. :)

Magnesium

Als essenzieller Cofaktor ist Magnesium an mehr als 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt. Ebenso ist es ein Kalziumantagonist. Da die meisten Menschen eh an einem latenten Magnesiummangel leiden, kann eine zusätzliche Einnahme von Magnesium sinnvoll sein. Zur Einnahme eignen sich natürliche Quellen wie Sangokoralle oder Lithothamnium Alge besser als synthetische Produkte, da die Bioverfügbarkeit um ein Vielfaches höher ist. Zöliakiebetroffene haben generell eine schlechtere Verwertung von Nährstoffen, deshalb kann neben Magnesium auch eine Einnahme von allen anderen Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen angezeigt sein.

Knochenbrühe

Seit Zeitgedenken kochen die Menschen Knochen aus, um von der wertvollen Kraftbrühe gesundheitlich zu profitieren. Man glaubt es kaum, aber Knochenbrühe ist auch ein Superfood, da sie wertvolle Mineralien, Glucosamin, Chondroitin, Gelatine und Aminosäuren (besonders Prolin und Glycin) enthält. Insgesamt sind dort eine Menge nützlicher Wirkstoffe enthalten, welche zur Reparatur beschädigter Darmwände beitragen können. Viele Leaky Gut-Heilungskonzepte haben Knochenbrühe als zentralen Baustein verankert. Achtet aber darauf, dass die Knochen mindestens Bioqualität oder besser haben. Knochen aus Massentierhaltung sind da aufgrund möglicher toxischer Verunreinigungen ungeeignet.

Weitere mögliche Mikronährstoffe

Optimieren der glutenfreien Diät

Glutenfrei bedeutet selbstverständlich nicht glutenfrei. Viele Glutenfrei-Neulinge machen gerne den Fehler, dass Sie Ihr altes Ernährungsschema mit Alternativen zu ersetzen versuchen. Hier kommen dann Berge von glutenfreier Pasta und glutenfreiem Brot auf den Tisch. Das sorgt dann allerdings für kontraproduktive Blutzuckerspitzen. Man sollte sich hier unbedingt von dem Gedanken verabschieden auf irgendetwas verzichten zu müssen. Statt dessen sollte man sich eher zu der neuen sich eröffnenden Vielfalt hinwenden.

Ein paar Dinge auf die man verzichten kann

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Betroffene tun gut daran, einige weitere Nahrungsmittel einzuschränken. Dazu zählt ganz oben auf der Liste der gute alte Alkohol. Ich selbst trinke schon seit Jahren keinen Alkohol mehr und mir fehlt er ehrlich gesagt auch nicht. Weiterhin sollte der Konsum von Kaffee, Milch, Pilzen und Hefe eingeschränkt werden. Es sollte so viel bio wie möglich auf den Teller kommen. Bei Hülsenfrüchten sollte man auf Verträglichkeit achten. Eine gute Ernährungsgrundlage wäre hier z. B. die Paleodiät. Berge von Gemüse und Obst, dazu moderat Fleisch aus artgerechter Haltung und wildgefangener Fisch. Das ganze auf Low-Carb-Basis. Abgerundet wird diese Ernährung dann mit Nüssen und Saaten. Hier jedoch bitte auf Verträglichkeit achten. Superfoods eignen sich sehr gut als Ergänzung, um die Vitalstoffdichte weiter zu erhöhen. In schweren Fällen könnte man sich auch mal die GAPS-Diät anschauen. Diese Diät wurde ursprünglich zur Unterstützung bei Autismus designt, hat aber seine Grundlage auch in der Heilung des Verdauungstraktes. Zur GAPS-Diät habe ich jedoch keine Erfährungswerte aus der Anwendung heraus. Das gleichnamige Buch ist aber eine gute Ergänzung für den Wissenspool.

Und ... weiter geht's

Sodele, das war es erst einmal. Jetzt ist der Artikel doch etwas länger geworden, als ich dachte. Ich hoffe, ich konnte Euch trotzdem einen kleinen Überblick zum Thema Zöliakie verschaffen. Zu meiner eigenen Zöliakie lässt sich sagen, dass ich vom Darm her mittlerweile symptomfrei geworden bin. Das hat jetzt ca. 3 Jahre in Anspruch genommen. Die letzte Darm-Spiegelung vor etwas über einem Jahr führte nach wie vor kleine Entzündungen zu Tage.

Es ist trotz meiner disziplinierten Ernährungsweise noch nicht komplett ausgestanden. Ich bin aber guter Dinge, schließlich hatte ich bei der Erstdiagnose die schwerstmögliche Form und es hat sich seitdem extrem viel verbessert. Selbst mein Gastroenterologe ist von meinen Fortschriffen beeindruckt. Wir werden halt sehen, was die Zukunft so bringen wird. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Weitere Quellen

Abgelegt unter: Darm , Gesundheit , Naturheilkunde , zöliakie

Über Jann Glasmachers

Jann Glasmachers

Mein Name ist Jann Glasmachers, ich bin Inhaber der Internetagentur gimmixx New Media und habe eine abgeschlossene Ausbildung zum holistischen Gesundheits-, Vitalkost- und Lebensberater. Ich blogge mit Leidenschaft und interessiere mich sehr für die Gesetzmässigkeiten des Lebens und die Geheimnisse der Gesundheit. Nach langjähriger Krankheit habe ich mich auf den Weg gemacht das Puzzle der Gesundheit für mich zusammenzusetzen. Hierbei tun sich jeden Tag neue Erkenntnisse auf. Die Grundformel scheint jedoch universell gültig zu sein. Was sich dahinter verbirgt, lässt sich in dem Gesundheitsfundament nachlesen.

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Ich weise weiter darauf hin, dass mit dem Inkrafttreten der Europäischen Health Claims Verordnung u.a. in Deutschland aus rechtlichen Gründen für die gesundheitliche Wirkung von Lebensmitteln (darunter fallen auch Nahrungsergänzungen) nicht geworben werden darf. Falls Ihr Euch also tiefergehend über entsprechende Produkte informieren wollt, lasst Euch in jedem Fall von einem Arzt oder Heilpraktiker beraten bzw. besorgt Euch weiterführende Fachliteratur.

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