Hallo, schön, dass Du da bist! | phLog | nutritionLog | allergyLog | Warenkorb (0)

Gesundheitsfundament - Blog

Jann Glasmachers

Gratis eBook
Download

Abonniere meinen Newsletter und lade Dir
die Light Version zu meinem eBook herunter!

Trage Deine Email hier ein:

Eisenmangel (Ferritin niedrig) - Ursache für Gedächtnisprobleme durch Zufall entdeckt

Eisenmangel im Blut

Jetzt sind mittlerweile fast 1,5 Jahre vergangen, seitdem ich meine Ernährung und meinen Lebensstil komplett auf das Thema Gesundheit ausgerichtet habe. Ich kann Euch sagen, dass diese Reise bis heute sehr spannend war und ich immer noch überwältigt bin von den vielen positiven Dingen, die mir in dieser Zeit widerfahren sind. Nach wie vor bin ich der festen Überzeugung den richtigen Weg eingeschlagen zu haben und ich freue mich auf die Dinge, die da noch kommen werden. In diesem Artikel soll es zu Abwechslung einmal um Rückschläge gehen. Insbesondere möchte ich Euch über einen Rückschlag erzählen, der sich vor kurzer Zeit bei mir ereignet hat diesem nur durch hartnäckige Ursachenforschung auf die Spur gekommen bin. Ich wäre fast daran verzeifelt, soviel lässt sich dazu sagen. Aber lest selbst:

Der Ort an dem ich nicht sein wollte

Mir ging es zur Jahreswende nicht besonders gut, um es klar auszudrücken, ging es mir ziemlich beschissen. Aber was war passiert? Das ganze letzte Jahr hat sich bei mir gesundheitlich doch eine Menge Positives ereignet und ich hatte sehr viel neue Energie dazugewonnen. Ich ging eigentlich davon aus, dass es jetzt nur noch bergauf geht. Zu früh gefreut! Gegen Jahresende bekam ich aus heiterem Himmel seltsame Sprachprobleme, die sich speziell in Wortfindungsstörungen zeigten. Meine Gedanken waren irgendwie für meine Worte zu langsam, so dass mir im entsprechenden Moment immer der entsprechende Begriff fehlte. Zu Anfang waren das immer nur marginale Erscheinungen, so dass ich annahm, dass sich das hoffentlich bald wieder verflüchtigt. Tat es aber nicht. Es wurde eher schlimmer, was dann darin gipfelte, dass sich ziemlich üble Gedächtnislücken entwickelten. Das sah so aus, dass plötzlich Namen und Bezeichnungen von Personen und Dingen einfach fehlten. Teilweise so heftig, dass ich es selbst kaum glauben konnte. Immer öfter fehlten mir Bedeutungen von irgendwelchen Dingen, Orten, Straßen, Namen etc. Um das zu kaschieren und weil mir das peinlich war, habe ich letztendlich versucht mich in Konversationsdingen immer mehr auszusparen, aber das war selbstverständlich überhaupt keine passable Lösung. Zumal ich mich ja auch herzlich gerne unterhalte. :-) Es war also wieder einmal an der Zeit alles auf Anfang zu setzten und erneut auf die Suche zu gehen…

Odyssee - die Zweite

Mir fiel zu der Zeit nichts anderes ein als zum Neurologen zu rennen. Ich wollte abklären, ob meine Beschwerden auf neue Entzündungsherde im Kopf zurückzuführen sind. Hierbei stellte sich allerdings etwas erstaunliches heraus: Meine MRT-Bilder sahen prima aus. Beim Vergleich mit den Bildern aus 2012 zeigte sich kein Unterschied. Also habe ich es zumindest geschafft in der Zeit einen Stillstand zu erreichen. Strike! Aber ok, das hatte noch immer nicht mein Problem gelöst. Zumal der Neurologe auch meinte, dass diese „rein“ kognitiven Probleme in der Art, wie ich sie schilderte, für das MS-Bild eher untypisch sind. So bin ich dann zu meinem Hausarzt, um mir ein großes Blutbild erstellen zu lassen. Aber auch hier waren die Werte unauffällig.

Sie sind doch gesund… Achja?

Wieder bekam ich durch die Blume die Antwort: Sie sind doch gesund, was wollen Sie eigentlich hier? - Tja, und warum ging es mir dann so dreckig? Die große Preisfrage! Letztendlich wurden meine Beschwerden immer schlimmer. Dazu kamen immer wieder aufflackernd komaartige Müdigkeitserscheinungen und auch dieses widerliche Betrunkenheitsgefühl stellte sich wieder ein. „Toll“, dachte ich. Jetzt bin ich wieder da wo ich 2012 angefangen hatte. Irgendwie waren jetzt alle ratlos um mich herum, mich eingeschlossen und ich fing tatsächlich an an meinem Konzept zu zweifeln. Die Gedächtnisprobleme waren zuweilen so stark, dass ich schon daran dachte, mit 42 als Alzheimerkanditat zu enden. Soll es ja geben, wenn auch „äußerst“ selten. Welch ein Horror... Mir fiel es dieses Mal in der Tat äußerst schwer diesen Druck mental auszuhalten und ich musste zeitweise hart kämpfen nicht total in die depressive Ecke abzurutschen. Mein Körper spielte verrückt und ich wusste nicht wieso. Nachdem ich dann nochmals bei meinem Hausarzt war, kam das dann das Exit-Thema „Burnout“ auf den Tisch. "Vielleicht sollte ich in dieser Richtung suchen, da seitens meiner Werte Entwarnung gegeben ist."

Wenn gar nichts mehr geht: Burnout!

Ok, Burnout also. Verflixt und zugenäht, scheinbar gibt es „nichts“, was ich „nicht“ habe. Dabei hatte ich doch mein ganzes Leben neu ausgerichtet... mir genügend Ruhe gegönnt… ein moderates Bewegungslevel zurückgewonnen... meine Ernährung 1A umgeststellt. Wieso also jetzt Burnout? Ich habe den Rat aber trotzdem angenommen und habe mich hier in Wiesbaden nach einem entsprechenden Therapeuten umgeschaut. Ich entschied mich für einen Burnout-Therapeuten, der auch fit in Regulationsmedizin und Vitalstoffen ist. Ich hatte schließlich schon vor langer Zeit das Buch „Der Burnout-Irrtum“ gelesen. Darin stand, dass auch Vitalstoffe neben dem psychotherapeutischen Ansatz eine wichtige Komponente in der Burnout-Therapie abdecken. Das deckte sich auch mit meinen Wissen, das ich mir zwischenzeitlich über ganzheitliche Gesundheit erarbeitet hatte. Gut also, dass ich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen konnte.

Aha, ein Mangel an Ferritin - Doch kein Burnout!

Der Doc beschloss einen erweiterten Bluttest zu machen, um noch „weitere Marker“ zu bekommen, die im großen Blutbild nicht ersichtlich sind. Eine gute Entscheidung, denn es stellte sich interessanterweise heraus, dass meine Beschwerden „nicht“ in der Burnout-Ecke zu finden waren. Mit Sicherheit war ich durch diese ganze Geschichte ziemlich durch den Wind und ich brauchte dringenst wieder etwas mehr Entspannung, aber die Ursache lag tatsächlich wo anders: Mein Problem war ein starker Ferritinmangel (Eisenmangel). Ein Mangel an dem sogenannten „Speichereisen“ kann u. a. genau diese Symptome machen. Aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome wird ein Ferritinmangel auch oft mit einem „Burnout“ verwechselt. Gut zu wissen! Mein Ferritinwert lag jedenfalls ziemlich „unter“ den Normwerten. Dazu noch ein Mangel an Q10, Vitamin D und Kupfer. "Ok, das ist doch mal eine Ausgangsbasis." Mein Doc ist übrigens echt lustig. Er meinte nur: „Oh, Sie haben einen niedrigen Eisenwert, wo haben Sie den denn her? Sie menstruieren doch nicht.“ - Zweifelsohne, NEIN! :-)

Ursachenforschung

Es wurde vermutet, dass der Mangel über lange Zeiträume entstanden ist. Vermutlich ein Nebenschauplatz meines angeschlagenen Dünndarms. Mein Dünndarm kann scheinbar einfach die Nährstoffe nicht mehr optimal verwerten. Zudem hatte ich im letzten Jahr durch meine strikt vegane Ernährung nur noch 3-wertiges Eisen über die Pflanzen zu mir genommen, das anscheinend wesentlich schlechter resorbierbar ist, als das tierische 2-wertige Eisen. Auch bin ich ein ziemlicher Fan von grünem Tee. Bis vor kurzem habe ich den noch literweise getrunken. Wie man liest, soll grüner Tee jedoch die Eisenaufnahme unter bestimmten Bedingungen im Körper hemmen. Vielleicht waren allein das schon ungünstigere Grundvoraussetzungen? Wer weiß… alles Spekulation - aber irgendwie war das halt so. Glücklicherweise kann man Mängel ja ausgleichen.

Eisenmangel heilen - Selbständig und Sanft
Bei Amazon kaufen

Der Doc empfahl mir in meinem Fall Eisen-Infusionen, um den Normallevel möglichst schnell wieder herzustellen. Laut seiner Aussage, würde das in etwa 3 –4 Monate dauern. Ich könnte aber auch Eisen über Tabletten oder Kapseln zu mir nehmen. Dann würde das aber wesentlich länger dauern, schätzungsweise 1,5 Jahre. Ups! Ich entschied mich für Infusionen. Tja, und was soll ich sagen: „Meine Symptome verbessern sich Tag für Tag. Das Beste ist, dass ich endlich wieder klarer denken kann!!!“ Es geht mir strichweise so gut, als wäre nie überhaupt irgendetwas vorgefallen. Prinzipiell schon unglaublich, dass so kleine Dinge bei manchen Menschen das Zünglein an der Waage bedeuten. Ich nenne mich jedenfalls im Moment den „Iron Man auf Abwegen“ und blicke wieder positiv in die Zukunft. Januar und Februar waren in der Tat ziemlich schwere Monate für mich und ich finde es wichtig zwischen all dem Jubel auf Gesundheit Euch auch einmal über die weniger erfreulichen Zeiten zu berichten. Es lohnt immer sich nicht zu früh abspeisen zu lassen, sondern tiefer zu forschen.

Ich wusste irgendwie intuitiv, dass mein Problem nicht unbedingt psychischer Natur ist. Aber auch da war ich mir dieses Mal etwas unsicher. Jedenfalls weiß ich, dieses Geschenk zu schätzen und hoffe, dass derlei Symptome jetzt gaaaanz lange Zeit wegbleiben, am besten gar nicht mehr wiederkommen. Aber dazu muss ich weiter meinen Darm auf Vordermann bringen und das ist ein langer Prozess.

Niedrige Eisen- und Ferritinwerte - eine Einführung

Jetzt ist die Vorgeschichte doch etwas länger geworden, als ich eigentlich vorhatte, aber sei’s drum. Kürzer ging es irgendwie nicht. Die ganze Geschichte mit dem niedrigen Eisenwerten fand ich so interessant, dass ich mich in die Weiten des Netzes begeben habe, um ein umfassendes Verständnis für die Vorgänge zu bekommen. Hier also was ich zusammentragen konnte:

Eisen ist für unsere Gesundheit unerlässlich

Als essentielles Spurenelement hat Eisen für die eigene Gesundheit eine große Bedeutung. Es wird im Körper für ca. 180 Vorgänge benötigt. Insbesondere bekannt ist Eisen im Zusammenhang mit der Bildung von Hämoglobin (Blutbildung, Bildung der Farbstoffes der roten Blutkörperchen). Eisen sorgt für die Aufnahme, den Transport und die Speicherung von Sauerstoff im Blut. Im Knochenmark wird es als Tranferrin (Eisen-Protein-Komplex) gespeichert und in neue Hämoglobin Moleküle integriert. Die zentralen Speicherorte sind Knochenmark, Leber und Milz. Neben Ferritin sind Hämoglobin und Hämosiderin die wichtigsten Speicherformen des Eisens im Organismus.

Wichtige Eigenschaften des Eisens

  • Neubildung von Erythrozyten
  • Transfer von Elektronen
  • Stärkung des Immunsystems (z. Z. Bildung der Leukotriene)
  • Präventive Wirkung gegen Erschöpfung und Verminderung der Gehirnleistung
  • Bildung von Hormonen
  • Bildung von Myoglobin (Sauerstofftransport in den Muskeln)
  • Versorgung von Haarwurzeln, Nägeln, Haut und Schleimhäute
  • Oxidation und Reduktion
  • Unterstützend im Wachstum bei Kindern

Eisenmangel ist scheinbar gar nicht mal so unüblich. Er gehört sogar mit zu den häufigsten Nährstoffmängeln. Gerade bei Frauen ist Eisenmangel im Zusammenhang mit Menstruation und Schwangerschaft ein wichtiges Thema. 75 % der Frauen liegen laut Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel unter den Empfehlungen der täglichen Eisenzufuhr.

Die Ursache von Eisenmangel feststellen

Eisenmangel kann sowohl mit und ohne Anämie auftreten. Unabhängig davon sollte aber immer der Ursache auf den Grund gegangen werden. Dazu sollten folgende Umstände geprüft werden:

  • Liegt ein höherer Eisenbedarf vor? (z. B. in der Wachstumsphase, Schwangerschaft, Stillzeit, Abort oder Spitzensport)
  • Ist die Zufuhr durch Ernährungsgewohnheiten vermindert? (Früchte, Soja, Tee, insbesondere grüner Tee, Kaffee, Ballaststoffe usw.)
  • Liegt körperlich eine Störung in der Eisenaufnahme vor? (z. B. durch Operationen, Gewichtsabnahme, Blähungen, Durchfall, sonstige Magen-Darmindikationen wie Schmerzen etc.)
  • Verliert der Körper Eisen? (z. B. größerer Blutverlust bei starker Menstruation, Blutspenden, Nasenbluten, Blutungen im Verdauungstrakt etc.)

Sollten sich hier Indikationen zeigen ist eine weitere Abklärung erforderlich. Je nach Fall ist zu klären, ob die Ursache im gastroenterologischen, gynäkologischen, nephrologischen oder onkologischen Bereich zu finden ist.

Was bezeichnet man als Eisenmangel ohne Anämie?

Einen sogenannten Eisenmangel ohne Anämie (Blutarmut) stellt man im Serum fest, indem man das Speicherprotein Ferritin bestimmt. Der Ferritinspiegel ist ein guter Indikator, wie es um den „Eisenvorrat“ des Körpers bestellt ist. Er unterliegt im Gegensatz zum Eisen im Blut keinen Tagesschwankungen. Ein tiefer Ferritinwert ist gleichbedeutend mit einem Eisenmangel und hat eine gute Aussagekraft solange nicht zusätzlich eine Entzündung oder Leberschädigung vorliegt. Hierbei sollte deshalb immer der CRP und ALAT-Wert mitbestimmt werden. Sind diese Werte erhöht ist eine Diagnose auf Eisenmangel schwierig.

Bei den Ferritin-Grenzwerten ist man sich noch uneinig. Jedoch gibt es Anhaltspunkte für Referenzwerte:

Ferritin < 15 µg/l Gleichbedeutend mit vollständig leeren Eisenspeichern
Ferritin 15 - 30 µg/l Eisenspeicher sind leer oder zumindest knapp
Ferritin 30 – 50 µg/l Eher eine Grauzone, wo ein funktioneller Eisenmangel noch möglich ist
Ferritin > 50 µg/l Es bestehen genügend Reserven. Hierbei ist ist jedoch zu prüfen ob gleichzeitig nicht eine Entzündung oder Leberschaden vorliegen (CRP oder ALAT erhöht)

Was ist eine Eisenmangelanämie?

Eine Eisenmangelanämie ist die am häufigsten vorkommene Form der Blutarmut. Hier wird durch den Eisenmangel die Produktion des roten Blutfarbstoffes im Blutes gestört. Menschen mit solch einer Eisenmangelanämie fühlen sich oft müde und schlapp. Außerdem neigen sie zu einer blassen Gesichtsfarbe.

Wieviel Eisen sollte man täglich zu sich nehmen?

Als groben Richtwert sollten Männer täglich 10 –12 mg und Frauen 10 –15mg zu sich nehmen. Das sind jedoch nur Empfehlungen und die Menge variiert zusätzlich je nach Alter, Geschlecht und Situation (chronische Krankheiten etc.). Hier ein paar Richtwerte aus Hesekers "Die Nährwerttabelle":

mg/Tag
männlich
mg/Tag
weiblich
Erwachsene 19 –51 Jahre 10 15
Erwachsene > 51 Jahre 10 10
Schwangerschaft ab 4. Monat 30
Stillzeit 20
Jugendliche 15 –19 Jahre 12 15
Kinder 10 –14 Jahre 12 15
Kinder 7 –10 Jahre 10 10
Kinder 1-7 Jahre 8 8
Babys 4 –12 Monate 8 8
Babys 0 –4 Monate 0,5 0,5

Eisenmangel Symptome

Wie schon weiter oben erwähnt kann ein Mangel an Eisen zur Anämie (Blutarmut) führen. Es gibt aber auch viele andere Eisenmangel Symptome, welche Hinweise darauf geben können. Klassische Anzeichen sind u. a.:

  • Abgeschlagenheit, Starke Erschöpfungssymptome und Müdigkeit, ähnlich dem Burn-out
  • Konzentrationsstörungen, Gedächtnisschwäche, Schwindel
  • Nervosität und Reizbarkeit, ADHS
  • depressive Verstimmungen
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelzucken oder Krämpfe, Restless Legs
  • Blasse Haut
  • Schwaches Immunsystem, erhöhte Anfälligkeit für Infekte
  • vermehrt Entzündungen, z. B. in Rachen, Mund und Speiseröhre
  • Appetitlosigkeit
  • Kälteempfinden, Störungen im Wärmehaushalt
  • Verspannter Nacken
  • spröde Haut, Aphten, eingerissene Mundwinkel
  • brüchige Fingernägel
  • Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothreose)

Wie kann man dem Eisenmangel entgegenwirken?

Eisenhaltige Lebensmittel verzehren

Sobald man sich mit einem Eisenmangel herumschlagen muss, kann eine regelmäßige Zufuhr von eisenhaltigen Lebensmitteln sinnvoll sein. Hierbei schneidet Fleisch nicht unbedingt gut ab, was die Eisenmenge betrifft. Jedoch ist die Verwertbarkeit von tierischem Eisen bis zu 3x höher als bei pflanzlichen Eisen. Sehr hohe Werte finden sich in Innereien, wie beispielsweise Leber und Nieren. Aufgrund der gegenwärtigen (Massen)-Tierhaltung ist ein regelmäßiger Verzehr von Innereien aufgrund der Schadstoffbelastung jedoch nicht anzuraten. Pflanzen enthalten zum Teil sehr erhebliche Mengen an Eisen. Bestimmte Gewürze wären da besonders hervorzuheben, wie beispielsweise Kardamon, Petersilie oder Zimt. Da es sich, wie gesagt, jedoch um Gewürze handelt, ist der Verzehr eher begrenzt anzuraten.

Lebensmittel mit hohem Eisengehalt

Eisenhaltige Nahrungsmittel Eisengehalt (mg/100 g)
Bancha-Tee* 38
Schweineleber 22,1
Matcha Grünteepulver** 13 –17
Goabohnen 15
Roh-Kakao leicht entölt 13
Ölsamen/Ölsaaten (z. B. Leinsamen, Sesam etc.) 8 –10
Amaranth 9
Sojamehl 9
Quinoa 8
Hühnereigelb 7,2
Rinderleber 7,1
Linsen 6,9
Pfifferlinge 6,5
Blutwurst 6,1
Weiße Bohnen 6,0
Hirse 5,9

*bei Bancha-Tee sollten die Teeblätter mitverzehrt werden, um an das enhaltene Eisen zu gelangen

**dadurch, dass man beim klassischen Matchatee, das Pulver auflöst und somit auch verzehrt, ist anzunehmen, dass man dadurch an das enthaltene Eisen gelangt.

Für Veganer und Vegetarier ist es bei einer guten Resorptionsleistung des Darms übrigens kein Problem den Eisenbedarf zu decken. Es gibt mehr als genug Pflanzen, die eine hinreichende Eisenversorgung sicherstellen können. Aus diesem Grunde plädiere ich auch immer auf Vielfalt zu setzen und sich nicht auf einige wenige (Lieblings-)Pflanzen einzuschränken.

Hemmstoffe, wie z.B. Phytinsäuren reduzieren

Phytinsäuren kommen in den Randschichten von Getreide, Hülsenfrüchten, Samen und Nüssen vor. Diese dienen den Pflanzen als eine Art Schutz vor Fressfeinden Nimmt man viel Phytinsäuren zu sich, kann dadurch die Aufnahme von Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink gehemmt werden. Sauerteig bespielsweise baut Phytinsäuren ab, weswegen Sauerteigbrote zu favorisieren sind. Ebenso ist Frischkornbrei zu empfehlen, bei dem über Nacht frischgemahlenes Getreide mit Wasser (besser noch mit Zitronensaft) versetzt wird.

Reduzierung weiterer Hemmstoffe

  • Gerbsäuren hemmen ebenso die Eisenaufnahme und sollten zumindest direkt vor und nach dem Essen reduziert, bzw. weggelassen werden. Gerbsäuren sind in Kaffee und grünem, bzw. schwarzem Tee enthalfen.
  • Phosphate haben ebenso eine hohe Eisenbindungsfähigkeit. Bei Eisenmangel sollten Phosphate reduziert werden. Sehr phosphatreich: Cola!
  • Kalzium hat auch eine hohe Eisenbindungfähigkeit und deshalb sollten beispielsweise kalziumhaltige Nahrungsergänzungen nicht zu den Mahlzeiten, sondern zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden.

Optimierung der Aufnahme von Eisen durch Vitamine und Eiweiß

Eisen wird in der Regel relativ schlecht vom Körper aufgenommen. Es gibt jedoch Tricks, wie die Aufnahme verbessert werden kann. Hierbei kann man sich mit einer gleichzeitigen Gabe von Vitaminen behelfen. Ganz vorne dabei ist das Vitamin C. Man könnte zur täglichen Eisen-Pille z. B. immer ein Glas Zitronenwasser oder Orangensaft trinken. Jedoch unterstützen auch die Vitamine B6, B12 und Folsäure die Aufnahme. Hilfreich kann ebenso ein hoher Eiweißgehalt in der jeweiligen Mahlzeit sein.

Eisentabletten, -Tropfen und -Infusionen

In schwerwiegenderen Fällen wird ein Ausgleich des Eisenmangels allein durch Nahrungsmittel kaum zu bewerkstelligen sein. Die Therapie-Klassiker sind hier Eisentabletten/-kapseln, Tropfen oder auch Infusionen.

Dr. Töth Eisen Energetikum bei Amazon

Gerade die Tabletteneinnahme sollte kontrolliert erfolgen, da die Bioverfügbarkeit der Eisensalzverbindungen nicht besonders gut ist und Magen- und Darmbeschwerden verursachen, ja sogar Darmentzündungen verschlimmern können. Es gibt auch gute niedrigdosierte Präparate, welche bei Eisenmangel eingesetzt werden können. Beispiele wären da Lactoferrin, Floradix oder das Dr. Töth Eisenenergetikum uvm.. Es lohnt sich auch abzuklären, ob bei einer schlechteren Verstoffwechselung noch andere Ursachen, wie beispielsweise eine chronische Entzündung oder eine Schwermetallbelastung vorliegen. Eisen ist ein Oxidans und produziert im Körper viele freie Radikale, deshalb sollte sorgsam mit der Dosierung umgegangen werden und nebenbei immer für ein gutes Antioxidantienlevel gesorgt werden. Normal hat der Körper eine natürliche Eisenaufnahmesperre, die eine Überdosierung verhindert. Es gibt jedoch auch Menschen, die unter einer sogenannten Hämochromatose leiden, bei der diese Sperre nicht greift und dann übermäßig viel Eisen im Körper abgelagert werden kann.

Augen zu und durch!

Dies soll als Überblick zum Thema Eisen- und Ferritinmangel erst einmal reichen. Ich hoffe, ich konnte Euch zumindest einen kleinen Einblick in diese Thematik ermöglichen. Ich bin jedenfall froh, dass es mir wieder besser geht. Jetzt steht für mich erst einmal eine Weile „Eisentanken“ auf dem Plan. Sobald sich das Level wieder in den Normwerten eingepegelt hat, brauche ich auf jeden Fall eine Strategie, dass ich das auch halten kann. Primär werde ich weiter an meiner Darmgesundheit dranbleiben. Vielleicht klappt es ja und ich komme nicht mehr in irgendwelche Vitalstoffmängel hinein. Mich würden natürlich auch Eure Erfahrungen interssieren. Hattet Ihr bereits ähnliche Probleme? Was sind Eure Lösungsansätze und Langfriststrategien gewesen? Ich würde mich über Eure Kommentare freuen.

Quellen

Das könnte Dich auch interessieren:

Abgelegt unter: Eisenmangel , Ferritinmangel , Gesundheit , Vitalstoffe

Über Jann Glasmachers

Jann Glasmachers

Mein Name ist Jann Glasmachers, ich bin Inhaber der Internetagentur gimmixx New Media und habe eine abgeschlossene Ausbildung zum holistischen Gesundheits-, Vitalkost- und Lebensberater. Ich blogge mit Leidenschaft und interessiere mich sehr für die Gesetzmässigkeiten des Lebens und die Geheimnisse der Gesundheit. Nach langjähriger Krankheit habe ich mich auf den Weg gemacht das Puzzle der Gesundheit für mich zusammenzusetzen. Hierbei tun sich jeden Tag neue Erkenntnisse auf. Die Grundformel scheint jedoch universell gültig zu sein. Was sich dahinter verbirgt, lässt sich in dem Gesundheitsfundament nachlesen.

Gefallen Dir meine Artikel und möchtest Du helfen das Gesundheitsfundament weiter voranzubringen? Dann würde ich mich über einen kleinen Spendenbetrag sehr freuen. Spende einfach über den Paypal Button.

Verwandte Artikel

Nächster Artikel: Clean Eating - 10 Tipps für den Alltag »

Diesen Artikel kommentieren

comments powered by Disqus

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich als Informationsquelle für Interessierte gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Die Informationen stellen auf keinen Fall einen Ersatz für Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte oder sonstige nach deutschem Recht zugelassene Heilpersonen dar. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultiere bitte deinen Arzt oder Heilpraktiker.

Ich weise weiter darauf hin, dass mit dem Inkrafttreten der Europäischen Health Claims Verordnung u.a. in Deutschland aus rechtlichen Gründen für die gesundheitliche Wirkung von Lebensmitteln (darunter fallen auch Nahrungsergänzungen) nicht geworben werden darf. Falls Ihr Euch also tiefergehend über entsprechende Produkte informieren wollt, lasst Euch in jedem Fall von einem Arzt oder Heilpraktiker beraten bzw. besorgt Euch weiterführende Fachliteratur.

Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein!

Interview auf dem Well-Aging-Kongress!

Well Aging Kongress 2017

Am 11.2.2017 gibt es ein Interview mit mir auf dem Well-Aging-Kongress. Sei dabei!
Informiere Dich hier »

Themen

Gastautor werden

Bloggst Du auch mit Leidenschaft und passen Deine Themen zu meinem Konzept? Dann unterstütze mich doch einfach als Gastautor.

mehr erfahren »

Amazonas Darmreinigung

Skype-, oder Telefonberatung mit Jann

Gesundheitsberatung und Ernährungsberatung bequem via PayPal bezahlen! Zur Abstimmung eines Termins sende mir eine Email an oder nimm telefonisch Kontakt auf unter +49 (0)611/1371851.

Wähle aus:

Finde gesündere Alternativen

Möchtest Du wissen, wie Du alltägliche Nahrungsmittel gegen gesündere Alternativen austauschen kannst? Dann lade Dir hier meinen Ratgeber herunter.

Tausche gegen eine gesündere Alternative

Gesundheitstools

Kreuzallergie Schnellcheck

Bei dem Tool allergyLog handelt es sich um einen einfachen Kreuzallergie Schnellcheck.

mehr erfahren »

Schlagwörter

RohkostGesundheitHeilpflanzenVeganErnährungAnti-AgingVitalstoffeSuperfoodsLanglebigkeitMitochondrien